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Florian Hallensleben

Keine Langeweile oder freie Wochenenden: Von einem, der Brände löscht, Fan- und andere Gesänge anstimmt.

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Foto: La Mechky Plus
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Langeweile? Hat Florian Hallensleben sicher nicht. Und wenn doch, dann fällt ihm ganz schnell etwas Neues ein. So kam er an einem ungemütlichen regnerischen Samstag beim Zeitunglesen auf die Idee, einen Segelschein zu machen.

Doch dazu später. Der „rote Faden“ im Freizeit-Leben des Florian Hallensleben ist ganz klar die Feuerwehr. Mit 12 Jahren trat der kleine – Achtung Wortspiel – Floriansjünger in die Jugendfeuerwehr Linnich ein.

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Später wechselte er am Wohnort Gevenich zu den „Großen“ in die Löschgruppe. Inzwischen ist er umzugsbedingt bei der Tetzer Feuerwehr aktiv. Hinzu kam ein mehrjähriges Intermezzo bei der Jülicher Wehr.

Schon während der Ausbildung in der Jülicher Stadtverwaltung beschloss der angehende Verwaltungsfachangestellte gemeinsam mit ein paar Kollegen, den Tagesalarm der Jülicher Feuerwehr zu unterstützen. Was anfangs ganz gut funktionierte, wurde mit zunehmenden Aufgaben und steigender Termindichte immer schwieriger.

„Ich hab‘ es dann noch einmal versucht, aber beim Anziehen der Uniform roch es komisch und Blätter rieselten aus dem Ärmel“, grinst Hallensleben. Die in seiner Jacke hausende Maus machte nach ein paar Jahren „Rumgeeiere“ der Zweitmitgliedschaft bei der Feuerwehr in Jülich ein Ende.

Feuer und Flamme ist der Leiter des Amtes für Kinder, Jugend, Schule und Sport außerdem für den Fußball. Schon ein kurzer Blick in Hallenslebens Büro verrät, dass sein Herz schwarz-weiß-grün schlägt. „Ich bin Borussia-Fan und Freund von Fortuna“, bekennt er schmunzelnd. Mit einer „Jungs-Clique“ fährt Florian Hallensleben regelmäßig zu den Spielen von Fortuna Köln.

„Wir waren schon in Teveren, Lindlar und Kreuzau. Das macht schon Spaß gerade auf den Amateurplätzen“, erzählt er, und man sieht ihm selbigen sofort an. Ebenso regelmäßig – nämlich jedes zweite Wochenende – ist der „fußballbekloppte“ Dauerkartenbesitzer gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin im Borussia-Park in Mönchengladbach anzutreffen.

„Eigentlich machen wir auch eine Auswärtstour pro Jahr, meistens die schwierigen“, lacht Hallensleben und ergänzt dann noch, dass die letzte derartige Reise im Januar mitten in der Woche nach Hoffenheim führte. (Der geneigte Borussia-Fan wird sich schmerzlich erinnern, dass die Partie mit 5:1 verloren ging.)

Selbst habe er kein allzu großes Talent für seinen Lieblingssport, gleichwohl aber lange im Verein gespielt, zuckt Hallensleben die Schultern. Stattdessen beklatscht er an den Wochenenden lieber auch noch seine Freundin, die in der Mittelrheinliga gegen den Ball tritt.

Es sei denn – siehe oben –, es ist regnerisch, kalt, grau und gar keine Lust da. Dann kommt Florian Hallensleben eben auf die Idee, sich beim Segelclub Jülich anzumelden. Der Schein ist inzwischen bestanden.

Ganz so oft, wie er möchte, kommt er allerdings nicht aufs Wasser. Woran das liegt? Zu wenig begeisterte Begleitung im Umfeld auf der einen und zu viele Termine auf der anderen Seite.

Denn im Berufsleben hat der Amtsleiter eine Vielzahl von Verpflichtungen zu jonglieren. Spaß mache ihm aber auch das, versichert Hallensleben glaubhaft.

Spätestens mit Abschluss der berufsbegleitenden Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt war klar, dass „ich irgendwann Amtsleiter werden wollte“. Sozial- sowie Schulamt waren schon während der Ausbildung seine Favoriten. Die Chance kam schließlich 2022, als Vorgänger Gerd Marx in den Ruhestand ging.

Und wenn ein Amtsleiter mal Urlaub hat? Dann fährt er gerne mal für kürzere Wochenendtrips mit Zelt und Kumpel zum Festival. Das „Tollrock“ in der Eifel ist hier der klare Favorit des bekennenden Broilers-Fans. „Irgendwann mal nach Wacken fahren“, wäre auch noch eine Idee. „Aber nicht im Zelt!“, schiebt er grinsend nach und eilt schon fast zum nächsten Termin.

Apropos Termine: Zu seinen Pflichten im Rathaus, die allerdings nicht unbedingt zu den Kernaufgaben eines Amtsleiters zählen, gehören auch Trauungen. Denn Florian Hallensleben ist Teil des Teams, das standesamtliche Trauungen durchführen und beurkunden darf.

Damit nicht genug ist der 38-Jährige auch noch als freiberuflicher Trauredner selbstständig. Beides gehört zwar ins gleiche Genre, ist aber inhaltlich völlig unterschiedlich und „darf nicht vermischt werden“, betont Hallensleben und erklärt, dass er „nur zwei, drei freie Trauungen im Jahr“ mache.

Betrachtet man die Fülle der Dinge, wird eines deutlich: Freie Wochenenden werden im Leben von Florian Hallensleben also wohl auch in Zukunft eher Seltenheitswert haben.

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinischen Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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