Start Galerie Galerie 2023 Begeisterung für Fantasie, Fairness und Frechener Prinzengarde

Begeisterung für Fantasie, Fairness und Frechener Prinzengarde

Rund 900 Menschen, so schätzte es Uwe Mock vom Brückenkopf-Park, waren seit 18.30 Uhr zum inzwischen traditionell von der KG Rursternchen ausgelobten Wettbewerb für Tanzformationen in die Muschel geströmt. Die Kölsch-Coverband „Herrenjedeck“ brachte das "Zelt" erstmal auf Betriebstemperatur.

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Wie könnte es in der HERZOGstadt anders sein: Das Thema "Fuchs, Du hast die Gans gestohlen" ging als Siegerin aus dem Wettbewerb hervor. Foto: Britta Sylvester
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Sie reisten durch die „Galaxy“, trafen auf den „Wulf of Wallstreet“, gingen auf „Safari“ und hießen das Publikum „Willkommen auf dem Partyplaneten“ – die 13 teilnehmenden Showtanzgruppen boten den Besuchern des Starcontests der KG Rursternchen ein phantasievolles, buntes, absolut sehenswertes Spektakel. Das Eis für das teils weitgereiste Teilnehmerfeld brachen dann die Teen Stars, was der Rursternchen-eigenen Jugendgruppe besonderes Lob einbrachte. „Heute Nachmittag um vier Uhr haben die Teen Stars spontan zugesagt“, erklärte Moderatorin Sarah Hülsmann. Denn einige der geplanten Gruppen waren kurzfristig ausgefallen.

Los ging der so spannende wie sehenswerte Wettbewerb mit den Titelverteidigerinnen Limitless aus Schevenhütte, deren Geschichte sich um das große Geld drehte. Ihr „Wulf of Wallstreet“ brachte der vielköpfigen Truppe am Ende Platz Zwei ein. „Wow, was für ein Auftritt“, fasste es Chiara Pütz, die zweite Moderatorin des Abends, in einem begeisterten Statement zusammen. Ebenso für Begeisterung sorgten die Red Diamonds – die nach Aussage von der Theke „heiß wie Frittenfett“ seien – mit ihrem glitzernden „Galaxy“-Thema, bevor dann die Redsteps Crew die Zuschauerinnen und Zuschauer in den Orient entführten und mit „Holy“ bewiesen, das „Liebe viele Farben“ hat.

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„Are you ready to däpp?“ wollten die Däppstreet Boys aus Hasselsweiler wissen und gingen mit dem begeistert mitklatschenden Publikum dann auf „Safari“. Für noch mehr „Testosteron auf der Bühne“, so die Moderatorinnen, sorgten nach der kurzen Pause die Magic Men auf ihrer „Magic World Tour“, auf die sich die gefüllte Muschel gerne mitnehmen ließ. Mit viel Spaß und einem Augenzwinkern zeigte die Männertruppe, dass sich selbst zu „Malle-Saufliedern“ ein tänzerischer Huftschwung auf die Bühne bringen lässt. Mit einem „Mega Auftritt“ begeisterte das Bürvenicher Tanzspektatkel. Die vielköpfige Gruppe mit ihrem großen Männeranteil holte das Publikum endgültig auf den „Partyplaneten“.

Jeden einzelnen der durch die Bank gelungenen Auftritte beklatschte und bejubelte das Auditorium gleichermaßen, die einzelnen Tanzgruppen standen einander gegenseitig Spalier und feierten ebenfalls mit. Damit zollten sie dem großen Aufwand, der hinter dem Spektakel auf der Bühne steht, ihren Respekt und gaben Hülsmann Recht, die eingangs betont hatte, dass jede der Gruppen alleine schon durch ihre Teilnahme mindestens 50 Prozent der zu vergebenden Punkte verdient habe. Die Fairness im Umgang miteinander wurde am Ende des Abends durch einen eigenen Pokal belohnt, zu dem es obendrein noch einen Gutschein über 50 Euro fürs Café Fleur gab. Darüber durften sich die Red Diamonds freuen.

Doch bevor es zur Siegerehrung gehen konnte, startete die Phantasiereise auf der Bühne in die nächste Runde. Mit den Patterner „Wild Boys“ ging es zunächst unter Tage: Im Bergmann-Outfit befürchtete das Männer-Team, dass „Schicht im Schacht“ sein könnte. Remix aus Hellenthal zeigten einen bunten „Dreamix“, bei dem sogar die Umhänge leuchteten. Spätestens mit Black Illusion aus Barmen wurde es magisch: Ihre Darbietung unter dem Titel „Hogwarts – Kampf der Häuser“ erntete einen wahren Jubelsturm und wurde mit den ersten Zugabe-Rufen des Abends belohnt. Am Ende landeten die Sieger der Herzen mit ihrer tollen Geschichte auf dem dritten Platz.

Die folgende Pause wurde spontan ein wenig verkürzt, denn ein Bus voll rot-weiß kostümierter Narren war auf dem Heimweg von Broich durstig geworden und hatte kurzerhand die Muschel und dann auch die Bühne geentert: Die Prinzengarde 1935 aus Frechen sorgte im Handumdrehen für ein karnevalistisches Highlight. Den letzten Abschnitt des Wettbewerbs läuteten die Firestars ein und erweckten „The Purge“ zum Leben und die Däppstreet Nudeln zeigten ihre traumhaften „Dolls of Dreams“, die es schließlich auf den vierten Rang schafften, bevor die kleinste Truppe des Abends, „Mystic“ aus Eschweiler, schwarz-weiße „Vogue“ präsentierten. Für den viel beklatschten Abschluss sorgte die Tanzfabrik Würm mit ihrer märchenhaften Geschichte „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ – die damit, das sei an dieser Stelle verraten, Platz eins errangen, mit knappen sieben Punkten Vorsprung vor den Zweitplatzierten.

Bevor die begehrten Pokale an die glücklichen Sieger überreicht wurden, gab es noch ein tänzerisches Highlight: Der farbenfrohe Auftritt der Palm Beach Girls aus Palmersheim war „die perfekte Abrundung des Abends“ fand nicht nur die Moderatorin.

Angesichts der vielen, vielen gelungenen Shows war die Jury um ihre Aufgabe nicht zu beneiden. Es mussten Punkte für Kostüme, für den Auf- und Abmarsch, die Schwierigkeit der Figuren und Hebungen, für die Schritte, die Kombinationen und unzählige weitere Aspekte verteilt werden. Jede Tanzgruppe stellte ein Mitglied, die jeweils beste und schlechteste Wertung wurde gestrichen und selbstverständlich durfte der Auftritt der eigenen Mannschaft nicht bewertet werden.

Am Ende vergab die Jury acht sechste Plätze: Diese gingen an die Red Steps Crew, die Magic Men, Remix, das Bürvenicher Tanzspektakel, die Däppstreet Boys, Mystic, die Red Diamonds und die Firestars. Auf dem fünften Platz landeten die Wild Boys aus Mersch-Pattern, den vierten Rang mit gerade einmal zehn Punkten Abstand zum dritten sicherten sich die Däppstreet Nudeln. Black Illusion kamen auf den dritten Platz, zweite wurden die Titelverteidigerinnen Limitless und die Tanzfabrik Würm gingen als Gewinnerinnen des Abends von der Bühne.

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Britta Sylvester
Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinische Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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