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Mai-Special: Jülicher Schätze (6)

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Junggesellen-Kreuz in Bourheim. Foto: Olaf Kiel
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Auf eine runde Jahreszahl blickt das Junggesellenkreuz in Bourheim dieses Jahr: Vor 280 Jahren soll aus den Erlösen der alljährlichen Maispiele von dem Bourheimer Maiclub das Kreuz 1744 aufgestellt worden sein. So wollen es die Bourheimer Quellen. Dass dieser Fakt vielleicht diskussionsfähig ist, zeigt ein Blick in das Buch „Maibräuche“ im Rheinland. Was wiederum den Wert der Geschichte dieses Kreuzes nicht schmälert.

An der Weggabelung zwischen Pattern-Koslar und Bourheim-Aldenhoven wurde es gesetzt, wo der Überlieferung nach ein jahrhundertealtes schweres Eichenkreuz gestanden haben soll, und zwar so lange „als das Christentum in dem Jülicherland Fuß faßte“. In der Folge der Jahrzehnte erlebte es Zerstörungen und Wiederaufbau sowie flankierende Bepflanzungen. Zuletzt am 23. April 1970 wurde das Kreuz stark beschädigt und in drei Teile zerbrochen aufgefunden.

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„Bei der Renovierung unter Mithilfe einiger Bourheimer Bürger wurde alles getan, um dem Kreuz die Spuren seiner Geschichte zu erhalten“, heißt es in den Quellen. 20 Jahre später fällte Orkan Vivian den zum Kreuz gehörenden über 200 Jahre alten Lindenbaum. Zur Wiederherstellung des Ensembles erklärte sich die Rheinbraun AG bereit, ließ das Kreuz fachgerecht restaurieren und finanzierte eine neue Umzäunung und Bepflanzung. Die Arbeiten wurden im Frühjahr 1991 abgeschlossen.

Das Steinkreuz und der Lindenbaum leben im zweigeteilten Bourheimer Wappen fort, das im oberen Drittel ein schwarzes Kreuz auf goldenem Grund und im unteren Teil einen goldenen Lindenbaum auf schwarzem Grund aufzeigt.


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