Start Magazin Gesundheit Auf sicheren Füßen durch den Alltag

Auf sicheren Füßen durch den Alltag

Anlässlich des Welt-Alzheimertags bot das St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich zahlreiche und vielfältige Informationen. Nadja Trowski-Muckenheim, Pflegedirektorin, informierte zu Maßnahmen zur Sturzprophylaxe im häuslichen Umfeld und im Krankenhaus.

185
0
TEILEN
v.l.: Praxisanleiterin Angelina Gröbel, Pflegetrainerin Josa Jansen-Stankewitz, Altenpflegerin Mira Becker, Pflegedirektorin Nadja Trowski-Muckenheim, Geschäftsführerin Judith Kniepen, Chefarzt Geriatrie und interdisziplinäre Altersmedizin Andreas Pieper. Foto: Foto S. Freyaldenhoven
- Anzeige -

Eine sichere wohnliche Umgebung zu Hause, gute Beleuchtung und Antirutsch-Hilfsmittel können Stürze vermeiden. Hilfsmittel wie Handgriffe oder Sitzerhöhungen für die Toilette gibt es für zu Hause und im Krankenhaus werden sie ebenfalls verwendet. Trowski-Muckenheim zeigte viersprossige Leitern, die zum Hochziehen am Bett befestigt werden, Greifzangen und Sockenanziehhilfen, die eine gute Hilfe darstellen. Wenn Patienten unsicher sind, wird das Bett in die tiefste Parkposition gebracht und es kann auch ein Matratze vor das Bett gelegt werden oder das Bett wird an die Wand geschoben. Wichtig ist, seine Ängste anzusprechen, das Pflegepersonal steht für Gespräche im Krankenhaus bereit.

Andreas Pieper, Chefarzt der Abteilung für Geriatrie, referierte zur Bedeutung der Medikamente im Alter – Chancen und Risiken. Ein hohes Lebensalter erhöht die Wahrscheinlichkeit der Multimorbidität. Dadurch erhält er mehr Medikamente, unerwünschte Medikamentenwirkungen und auch -wechselwirkungen können zunehmen. Wichtig ist, dem Hausarzt mitzuteilen, was man alles einnimmt, auch die Verordnungen vom Facharzt oder freiverkäufliche Medikamente. Ob von verordneten Tabletten etwas weggelassen werden kann, muss der Arzt entscheiden. Wichtig ist es zu wissen, ob sie unabdingbar sind und das Therapieziel einzuhalten. In der Abteilung für Geriatrie und interdisziplinäre Altersmedizin findet deshalb regelmäßig eine klinisch-pharmazeutische Visite, d.h. eine Visite zusammen mit einem klinischen Pharmazeuten, statt.

- Anzeige -

Angelina Gröbel, freigestellte Praxisanleiterin, und Mira Becker, Altenpflegerin der Station S1, informierten im Foyer zu Hilfsmitteln wie farbigem Geschirr und stellten Fingerfood vor, um an Demenz Erkrankten Erleichterungen im Alltag zu bieten. Josa Jansen-Stankewitz, Pflegetrainerin der Familialen Pflege im St. Elisabeth-Krankenhaus, informierte zu Pflegekursen, die Angehörige kostenfrei in Anspruch nehmen können. Der Verein der Freunde und Förderer des St. Elisabeth Krankenhauses Jülich e.V. stand für Informationen zu seiner Arbeit vor Ort bereit. Das Sanitätshaus Paul zeigte und erklärte Hilfsmittel.
Es gab die Möglichkeit einen Rollator-Führerschein zu absolvieren und im Gruppenraum der geriatrischen Abteilung spielte Conny Veith auf seiner Ziehharmonika und alle Besucher sangen dazu eingängige und bekannte Lieder.


§ 1 Der Kommentar entspricht im Printprodukt dem Leserbrief. Erwartet wird, dass die Schreiber von Kommentaren diese mit ihren Klarnamen unterzeichnen.
§ 2 Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
§ 3 Eine Veröffentlichung wird verweigert, wenn der Schreiber nicht zu identifizieren ist und sich aus der Veröffentlichung des Kommentares aus den §§< 824 BGB (Kreditgefährdung) und 186 StGB (üble Nachrede) ergibt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here