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Befreiung durch Briefe

In diesen Zeiten entdeckt man ja viele Dinge neu. Ein sehr aktuelles Beispiel ist das wieder modern gewordene Briefeschreiben. Beim Lesen der Zeitungsartikel zu diesem Thema fiel mir ein kürzlich von mir gelesenes Buch ein

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Der bekannte Psychiater Gérard Salem hat dieses Buch, dass mich so gefesselt und zum Nachdenken gebracht hat, geschrieben. Er schildert auf einfühlsame Art wie konfliktbeladen das Familienleben sein kann. Die einzelnen Protagonisten beschreiben in diesem Briefroman die eigenen, ganz unterschiedlichen Einschätzungen der gleichen Geschehnisse in der Vergangenheit.

Der erste Brief löst eine Lawine aus, denn es ist einige Jahre her als Boris, Banker, den Kontakt zu seinen Eltern und seinen drei Geschwistern abgebrochen hat. Als er nach Scheidung, Kontaktverbot zu seinen Kindern, am Tiefpunkt seines Lebens ankommt, begibt er sich in psychiatrische Behandlung. Der Therapeut rät dem Banker den Kontakt zu seiner Familie wieder aufzunehmen.

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Was folgt, ist ein mitreißender Briefwechsel, plötzlich empfinden alle Familienmitglieder das Schreiben per Hand als befreiend und ehrlich, und damit beginnt die Annäherung der Familienmitglieder. Alle definieren ihre Beziehungen neu und erfahren dabei vieles, auch über sich selbst.

Der Autor ist Psychiater und Hypnosetherapeut und da er sein Wissen und seine Erfahrung so spannend und gut verpackt, hat mir dieses Buch gut gefallen und ich wünsche dem Roman viele Leser, die nach der Lektüre vielleicht zu Stift und Papier greifen. Ich habe die Anregung zum Briefschreiben gerne angenommen und auch schon einigen Menschen damit Freude gemacht.

BUCHINFORMATION
Gérard Salem: Du wirst an dem Tag erwachsen, an dem du deinen Eltern verzeihst | Taschenbuch | 206 S. | DuMont Verlag | ISBN 978-3-8321-6528-4 | 11,- Euro


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