Start Stadtteile Jülich 6 aus 49: 30 Jahre Groove aus Jülich

6 aus 49: 30 Jahre Groove aus Jülich

Dass das KuBa nicht nur Punk kann, zeigte der Auftritt der Band 6 aus 49 eindrucksvoll. Die 13-köpfige Formation blickt auf ein funky Repertoire zurück und brachte mit ihren Cover-Songs, groovigen Rhythmen, kraftvollen Bläsersätzen und souligem Gesang den Soul ins KuBa.

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Foto: Oliver Garitz
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Die Geschichte von 6 aus 49 reicht bereits 30 Jahre zurück. Damals bestand die Band tatsächlich aus sechs Musikern – daher auch der Name. Dieser entstand in Anlehnung an den damaligen Lotto-Hype rund um das bekannte Spiel „6 aus 49“. „Den Namen können sich die Leute gut merken“, sagt Bandmitglied Hajo Hintzen mit einem Augenzwinkern. Drei Jahrzehnte später ist die Formation auf 13 Mitglieder angewachsen. In den vergangenen 30 Jahren hat es immer wieder Veränderungen in der Besetzung gegeben. Einige Musiker sind gegangen, andere neu hinzugekommen. Die heutige Formation präsentiert sich mit einem vielseitigen und kraftvollen Sound.

Zur aktuellen Besetzung gehören unter anderem Hajo Hintzen, der aus Broich stammt, an der Musikschule Jülich unterrichtet und die Saiten der Gitarre zum Klingen bringt. Joachim Wainwright haut für die Band in die Tasten des Pianos, während Olaf Buttler, ebenfalls ein Jülicher Original, am Bass für den richtigen Groove sorgt. Für den Gesang sind die „Soul Sisters“ Beate Heukeshofen, Dorit Horsch und Syd Illenseer verantwortlich. Sie verleihen der Musik mit ihren Stimmen ihre besondere Note. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre kam auch der sechsköpfige Bläsersatz hinzu. Die aktuelle Bläsersektion besteht aus Didier Dhondt und Jan Andreas an den Trompeten sowie Rolf Kratzborn, Philipp Roth und Joachim Locker am Saxofon. Florian Maurer, der aus Düren stammt, übernimmt die Posaune. Die Position übernahm er von seinem ehemaligen Posaunenlehrer.

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Die Entstehung der Band war dabei zunächst weniger von großen musikalischen Plänen als von einer guten Portion Jülicher Humor geprägt. „Wir wollten damals Rockmusik machen statt Kegeln – das haben wir immer aus Spaß gesagt“, erklärt Gitarrist Hajo schmunzelnd.

Musikalisch ging es an diesem Abend durch ein großes Repertoire aus Funk, Soul und R&B. Die Band präsentierte zahlreiche bekannte Klassiker und zeigte dabei die ganze Bandbreite ihres Sounds.

Den Auftakt machte „Dancing in the Streets“, das bekannte Duett von David Bowie und Mick Jagger. Es folgten weitere Klassiker wie der Motown-Hit „Ain’t No Mountain High Enough“ von Tammi Terrell und Marvin Gaye. Auch Stevie Wonders „Master Blaster (Jammin’)“ aus dem Album „Hotter Than July“ durfte an diesem Abend nicht fehlen. Für ordentlich Funk sorgte „Soul With a Capital ‘S’“ von Tower of Power, während mit Sades „Your Love Is King“ auch die souligere Seite des Abends zum Ausdruck kam. Auch Jamiroquais „Cosmic Girl“ tönte durch die Hallen des KuBas und sorgte für einen weiteren groovigen Moment. Es wurde aber auch deutlich moderner: Mit „Lady Marmalade“ von Christina Aguilera, Lil’ Kim, P!nk und Mýa stand einer der bekanntesten Songs der 2000er-Jahre auf dem Programm.

Bei der Zugabe wurde es dann noch einmal besonders groovig. Bevor „Treasure“ von Bruno Mars erklang, zeigte Hajo Hintzen bei einem bluesigen Gitarrensolo noch einmal eindrucksvoll sein Können. Mit viel Gefühl und musikalischer Energie setzte er damit einen besonderen Akzent, bevor die Band mit „Treasure“ schließlich einen modernen Funk- und Soul-Hit präsentierte.

Damit schlug 6 aus 49 bei der Zugabe noch einmal die Brücke zwischen dem klassischen Funk und Soul vergangener Jahrzehnte und dem modernen Sound von Künstlern. Das Konzert erwies sich insgesamt als Hommage an die großen Namen der Tanzmusik – von Sade und Jamiroquai bis hin zu aktuellen Künstlern wie Bruno Mars.


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