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Reisen für den guten Zweck

Durch die Weltgeschichte fliegen und dabei Gutes tun? Das ist, stark vereinfacht formuliert, der Gedanke hinter der Stiftung „Fly and Help“. Wie das konkret aussehen kann, hat Reisebüro-Inhaber Michael Robertz erklärt. Er hat dafür gesorgt, dass eine der nächsten Benefiz-Shows der Stiftung von Reiner Meutsch nach Jülich kommt.

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Die erste Klasse an einer Schule in Sri Lanka mit ihren Lehrerinnen. Foto: Michael Robertz
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Als Koordinator der Reisebüro-Kooperation TourContact lernte der Jülicher Robertz den erfolgreichen Touristik-Unternehmer Reiner Meutsch auf einer Veranstaltung kennen, wo dieser sein Projekt präsentierte. „Das war im Prinzip eine Zehn-Minuten-Entscheidung“, drückt es Robertz aus.

Mehrere Reisebüros taten sich zusammen, um Stifter Meutsch beim Bau einer Schule in Sri Lanka zu unterstützen. Seitdem ist der Jülicher Touristiker „an Bord“ – für ihn selbstverständlich, dass er bei einer erneuten Anfrage sofort zusagte und sich dafür stark machte, in Jülich eine Bühne für die gute Sache zu finden.

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Reiner Meutsch, Mitgründer des Reiseveranstalters „Berge & Meer“, verkaufte 2009 seine Anteile des erfolgreichen Unternehmens. Statt nun den Ruhestand zu genießen, setzte sich Meutsch samt frisch erworbener Pilotenlizenz in ein Kleinflugzeug und flog einmal rund um die Welt.

Noch auf Reisen versuchte Meutsch, an der einen oder anderen Stelle unbürokratische Hilfe zu leisten. Zahlreiche Begegnungen, Eindrücke und besondere Erlebnisse später wuchs die Erkenntnis, „Reisen und Gutes dabei tun“ schließen sich nicht aus.

Zurück in der Heimat gründete Meutsch „Fly and Help“ mit dem Ziel, Bildung überall auf der Welt zu fördern. Dabei gelte die klare Prämisse „zu helfen, wo es nötig und wo es möglich ist“, erläutert Michael Robertz.

Der Schulbau würde immer in Absprache mit den jeweiligen Regierungen und zuständigen Behörden in den einzelnen Ländern erfolgen, so Robertz weiter. Die Zusammenarbeit müsse funktionieren, schließlich seien die Schulen auf Dauer angelegt.

Die frisch gebaute Schule, zu deren Einweihung Michael Robertz in Sri Lanka gewesen ist. Foto: Michael Robertz

Spenden finanzieren den Bau der Schulen. Mittlerweile sind rund 1100 Bildungseinrichtungen in Asien, Afrika und Südamerika gebaut und ausgestattet worden.

Auch sogenannte „Delegationsreisen“ wie die von Michael Robertz, seiner Frau und weiteren Unterstützern nach Sri Lanka bringen finanzielle Unterstützung. Die Reisen seien etwas teurer. So kämen weitere Gelder zusammen, erklärt der Jülicher Reisefachmann.

Und dann sind da noch Schlager-Konzerte oder Gala-Veranstaltungen etwa an Bord von Kreuzfahrtschiffen sowie die „Shows“, die unter dem Titel „Abenteuer Weltumrundung“ in verschiedenen deutschen Städten Station machen – erst in München, dann in Jülich. Die sogenannten Multivisionsshows verheißen einen „mitreißenden Vortrag“ mit farbenprächtigen Bildern, Videosequenzen, persönlichen Geschichten von Reiner Meutsch sowie Musik und künstlerischen Darbietungen, unter anderem von Sängerin Yma América aus dem Musical „König der Löwen“.

Am 10. November bietet der Kulturbahnhof „Fly and Help“ eine Bühne, auf der Meutsch mit seinen Bildern, Videos und Geschichten möglichst viele Menschen von seiner Idee überzeugen möchte. „Da läuft keiner mit dem Klingelbeutel rum“, formuliert Robertz schmunzelnd. Vielmehr ginge es darum, über die Arbeit der Stiftung und einzelne Projekte zu informieren – natürlich immer verbunden mit der Hoffnung, neue Unterstützer zu finden.

Ziel der insgesamt fünf November-Veranstaltung ist es, genügend finanzielle Mittel für den Bau einer bereits geplanten Schule, wieder in Sri Lanka, zusammenzubringen. Rund 50.000 Euro müssen es am Ende werden, weiß Robertz und hofft, dass möglichst viele Gäste das Jülicher Event zu einem Erfolg machen.

Benefiz-Show DI 10|11
Stiftung „Fly and Help“ | Kulturbahnhof, Bahnhofstraße 13 | Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr | 10 Euro

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinischen Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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