Start Stadtteile Lich-Steinstraß 48 Kilometer auf dem Pilgerweg

48 Kilometer auf dem Pilgerweg

Das diesjährige Motto „Auf dem Weg sein“ nahm die Bruderschaft von Lich-Steinstraß zum Anlass der Fußwallfahrt 2018 zur schmerzhaften Muttergottes nach Heimbach.

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Foto: privat
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„Auf dem Weg sein“ – unter diesem Leitmotiv war die Bruderschaft von Lich-Steinstraß auf Fußwallfahrt nach Heimbach. Freitagmorgen um 5 Uhr wurde die Hl. Messe der Kirche St. Andreas und Matthias mit Propst Josef Wolff als Aussegnung gefeiert. Vor dem Aufbruch betete die 39-köpfige Pilgergruppe im Vorraum vor der Statue der schmerzhaften Muttergottes und startete von der Matthiaskapelle aus zum 48 Kilometer langen Fußweg nach Heimbach. Erstmals waren Henry Werth, Andrea Adamova, Julia Dahmen und Lisa Beumer als Neupilger dabei.

Auf dem Weg wurde unterwegs der Rosenkranz gebetet, wobei zu jedem Gesetz ein Zusatz zugefügt wurde, der je nach dem Pfarrpatron der angrenzenden Ortschaften gerufen wurde. Beispiel: „Heiliger Andreas und Matthias von euch scheiden wir, eure Fürbitten begehren wir“, oder „Heilige Anna, bitte für uns“, „Heiliger Joachim, bitte für uns“, u.s.w..

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Erste Station ist stets an der Marienkapelle in Berg bei Niederzier. Dort wird ein Morgengebet gesprochen und ein Marienlied („Sieh an wer ist dort diese, die vor dem Tag aufgeht“) gesungen, bevor es dann weiter in Richtung Arnoldsweiler geht. Nach der Frühstückspause führte der Pilgerweg über Düren und durch den Stadtwald in Richtung Kreuzau und von dort weiter nach Drove.

Über die Mittagspause in Drove gegen 12.45 Uhr freut sich die Gemeinschaft immer sehr.

Bevor wir Drove erreichten, wurde noch das Angelus-Gebet gesprochen. Im Wechsel wurde vorgebetet und geantwortet! Nach einer anderthalbstündigen Pause ging es wieder auf den Wallfahrtsweg bis Thum und von dort über Feldwege nach Berg. Die Wallfahrt wurde durch eine kleine Verschnaufpause in der Gaststätte „Rosenflora“ unterbrochen. Im Anschluss ging es dann zu unserem Brudermeisterkreuz, das sich gut 5,5 Km vor Heimbach befindet.

Ab hier ging es dann nur noch „bergab“ und kurz vor Heimbach wurden dann Banner und Fahne sowie Weihekerze an die Pilger verteilt. Mit Gebet und Gesang ging es dann zur Salvatorkirche nach Heimbach. Dort wurden die Gläubigen von Pfarrer Hans Doncks empfangen und nach einer kurzen Andacht, in der die Weihekerze vom Jubilar Peter Wilden entzündet wurde, ging man erschöpft in die Quartiere.

Am Samstagmorgen um 10 Uhr fand die erste Pilgermesse statt. Diese wurde von Pfarrer Dr.Christian Blumenthal zelebriert, der in seiner Predigt von den zwei häufigsten Geräuschen sprach, die man zur Zeit hört: Das Heulen der Feuersirene und das zur Zeit der Oktav mehrmalige Glockengeläut.
Er erwähnte auch die Fußballweltmeisterschaft und wies auf den Sieger des Endspiels hin. Hier predigte er vom Sieg und verglich dies mit dem Sieg über den Tod hinaus, den wir alle schon für uns feiern können. Während der Messe sprach Jubilar Peter im Namen der anwesenden Pilgerinnen und Pilger noch ein Kerzengebet.

Nach der Hl. Messe traf man sich zum Kreuzweg hinauf zur Abtei Mariawald. Dabei wurde der Rosenkranz gebetet mit den Gesetzen des schmerzhaften Rosenkranzes. Unterbrochen wird dieser nur an den 14 Stationen des Kreuzweges, wo von Mitpilger Markus Eschweiler je Station eine auf die Station bezogene Liturgie gelesen wurde. Angekommen auf dem Vorplatz der Abtei bedankte sich unser Präfekt Jörg für die tatkräftige Unterstützung bei allen, die dazu beigetragen haben, das eine reibungslose Wallfahrt gesichert ist.

Der Besuch der großen Pilgermesse, die um 17.45 Uhr stattfindet ist wohl für jeden Pilger Pflicht. Diese wurde von Pfarrer Doncks persönlich zelebriert. In seiner Predigt wies er auf den Glauben der Gottesmutter und der Mutter des Johannes (Elisabeth) sowie auf den ungläubigen Zacharias hin. Er betonte, dass Frauen wahrscheinlich eher und mehr glauben als Männer.

Sonntagmorgen schließlich ging es wieder heimwärts. Aufbruch um 6.50 Uhr. Traditionsgemäß werden am Brudermeisterkreuz die Jubilare geehrt. Vier Mitpilger bekamen eine kleine Anerkennung für ihre Treue zur Wallfahrt bzw. zur Bruderschaft. Michael Dahmen wurde für die 10. Fußwallfahrt, Hans-Leo Hambloch und Peter Wilden für die 25. Fußwallfahrt und Wolfgang Schmitz für seine 40. Fußwallfahrt von Präfekt Jörg Kirfel unter Applaus der Pilgerinnen und Pilger geehrt.

Zurück in Lich-Steinstraß wurden die Heimbachpilger von vielen Lich-Steinstraßern und Familienangehörigen vor der Kirche St. Andreas und Matthias empfangen. Pfarrer Dr. Peter Jöcken begrüßte die Pilgerinnen und Pilger und er sprach von einer großen Anstrengung, bei den enorm warmen Wetterbedingungen. Nach dem Schlusssegen bedankte sich Jörg Kirfel nochmals bei allen Helfern und bei den Brudermeistern für die gelungene Wallfahrt. Mitpilger und Brudermeister Peter Wilden bedankte sich im Namen aller Mitpilger für den selbstlosen Einsatz bei Jörg und sagte: „Du hast die übernommene Aufgabe von unserem langjähriges Mitpilger und Präfekten Alfred gut gemacht, und das die schmerzhafte Muttergottes dir beisteht bei deinen Entscheidungen!“ Der Applaus der Anwesenden war ihm sicher!

Nach der Fußwallfahrt ist vor der Fußwallfahrt: Zur nächsten Jahr Pilgertour zur schmerzhaften Muttergottes im Juli 2019 sind Neupilger willkommen. Anmeldungen bitte über Jörg Kirfel, Tel. 02461 / 59 731.


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