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Rekordjahr zum Jubiläum

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Der aktuelle Vorstand vom Trägerverein Kultur im Bahnhof (KiB). Foto: Dorothée Schenk
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Der Jülicher Kulturbahnhof hat reichlich zu feiern: 2026 jährt sich die Gründung zum 30. Mal, und das bringt einen Veranstaltungsreigen mit sich, der die Vielfalt des Soziokulturellen Zentrums abbildet. So erklärte es Cornel Cremer als Geschäftsführer bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Trägervereins „Kultur im Bahnhof“ (KiB).

Das war nicht die einzige gute Nachricht. Neben der Vielzahl an Konzerten, Kleinkunstaufführungen, Partys und Brauchtumsveranstaltungen sowie Workshops, Vortragsformaten und Podiumsdiskussionen gab es im Rückblick aufs abgelaufene Geschäftsjahr vor allem drei Höhepunkte zu beklatschen. Bereits zum 20. Mal würdigte die Filmstiftung NRW das „kleinste Haus“ im Bundesland mit einer Fördersumme, rund 1000 Gäste feierten mit Cat Ballou das Open Air, und schließlich hat „der KuBa“ endlich einen guten Durchblick. 17 neue Fenster an der Front und 2 im hinteren Bereich, die noch aus den Anfangszeiten des Soziokulturellen Zentrums stammen, wurden ersetzt. Das war kein kosmetischer Eingriff, sondern dient vor allem der besseren Energieeffizienz und Dämmung. In einem nächsten Schritt sollen nun die Fenster auf der Gebäuderückseite erneuert werden.

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Um die Kubatur besser nutzen zu können, ist ebenfalls geplant, die hintere Wand im Mehrzweckraum zu durchbrechen. Die Dinge, die derzeit noch in der „Abstellfläche“ Mehrzweckraum Platz finden müssen, könnten dann einen festen Lagerraum finden. Zusätzlicher positiver Effekt: Der freiwerdende MZR kann besser vermarktet werden.

Apropos: Gut in Szene gesetzt hat sich der Kulturbahnhof auch beim ersten Pasqualini-Zeitsprung Festival. „Er“ war Teil der gastronomischen Meile, und das erwies sich als gute Einnahmequelle. Fatima Abdellaoui, Schatzmeisterin im KiB-Vorstand, sprach von einem wirtschaftlichen Rekordjahr: „Unser Verein sieht finanziell gut aus.“ In 15 Jahren, so blickte sie zurück, hätten sich die Zahlen verdreifacht. Und ein weiteres Ziel ist erreicht worden: Im Jahr 30 zählt der Verein Kultur im Bahnhof 300 Mitglieder.

Dass die Kasse stimmt, bestätigte Dieter Esser, der mit Hartmut Capellmann die Prüfung übernommen hat. Nach der Entlastung des Vorstandes wurde das Duo wiedergewählt. Als Dritte im Bunde wird Christel Krafft an der Kassenprüfung beteiligt.

Bei den Neuwahlen gab es außerdem einen weiteren Wechsel: Vanessa Witkowski stand nach 16 Jahren Vorstandsarbeit nicht zur Wiederwahl. Ihren Platz nimmt künftig Thorsten Weber, der „seit dem ersten Wochenende der Öffnung des KuBas“ dem Haus verbunden ist. Weiterhin im Vorstand sind Jan Felix Klein, Stefanie Plantikow, Tom Hilgers, Tobi Peters, Christoph Hunschede und Fatima Abdellaoui.

Zu einer Diskussion führte die Anfrage eines Mitglieds, das wissen wollte, ob die Kneipe wieder geöffnet würde. Er dachte vor allem an die Klientel der jungen Erwachsenen ab 15 Jahre aufwärts. „Als ich Jugendlicher war, bin ich quasi mit der Flasche in der Kneipe großgezogen worden“, bedauerte auch Jan-Felix Klein für den Vorstand, dass das „Offbeat“ vor allem gemietet werden kann, aber abseits von Veranstaltungen nicht mehr für die Öffentlichkeit zu besuchen ist. „Wir haben es öfter versucht“, erläuterte er. Allerdings überstiegen die Personalkosten deutlich die Einnahmen – daher die Schließung. Ähnlich sei es mit dem Biergarten. Dennoch soll es nun offensichtlich einen neuen Anlauf geben nach dem Modell „NextGen“, dem Partyformat, das mit den Jugendeinrichtungen in Jülich erfolgreich angeboten worden ist. Das Mitglied erklärte sich auch spontan bereit, den „Hut“ für eine Arbeitsgruppe aufzusetzen, um einen Neuanfang zu wagen.


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