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Und wer kümmert sich um die Kleinen?

„Und wer kümmert sich nachher um die Kleinen?“ Unter diesem Motto startet im Oktober die 23. Katzenkastrationskampagne im Kreis Düren.

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Foto: Dorothée Schenk
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Der Tierschutzverein für den Kreis Düren wirbt dafür, dass sich Besitzer von bisher nicht kastrierten Katern und Katzen für eine Kastration ihrer Tiere entscheiden und damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung von Katzenleid leisten. Vom 5. Oktober bis 1. November können Teilnehmende mit Wohnsitz im Kreis Düren ihr Tier im Rahmen der Kastration kostenlos chippen und registrieren lassen.

Tatsächlich besteht im Kreis Düren sogar eine Kastrations- sowie eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Kater, die unbeaufsichtigt nach draußen dürfen, berichtet der Tierschutzverein. Doch noch immer seien bei Weitem nicht alle Tiere kastriert, gechippt und registriert.

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Bei den etwa 25.000 Katzen, die wahrscheinlich in Privathaushalten im Landkreis leben, reiche es bereits aus, wenn nur ein Prozent der weiblichen Tiere zweimal im Jahr Kitten zur Welt bringe. Dies wären dann bereits über 1000 Jungtiere pro Jahr laut Rechnung des Vereins.

Nicht selten würden die Kleinen ausgesetzt; vom Muttertier getrennt und sich selbst überlassen. Hinzu kämen die zahlreichen Nachkommen von freilebenden Straßenkatzen. Auf sich alleingestellt, geplagt von Hunger und oftmals ernsthaften Krankheiten, hätten diese kleinen Streuner draußen keine Zukunft, so der Verein.

„In letzter Konsequenz bedeutet das für viele Tiere den sicheren Tod. Oder sie landen krank und unterernährt in unserem Tierheim“, so Jürgen Plinz, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Hier würden die Tiere dann umfassend versorgt.

Jedoch erlebe das Tierheim seit Jahren eine wahre Kittenflut, die auch das Tierheim vermehrt vor Herausforderungen stelle. „Um das Problem nachhaltig zu lösen, ist die konsequente Kastration aller Freigängerkatzen der einzige Weg“, so Jürgen Plinz.

Die Kastrationskampagne ist eine gemeinsame Aktion des Tierschutzvereins für den Kreis Düren mit weiteren Tierschutzorganisationen, lokalen Tierärzten und dem Kreis Düren. In über 20 teilnehmenden Tierarztpraxen können private Halter von Katern und Katzen ihre Tiere nach erfolgter Kastration kostenlos mit einem Mikrotransponder chippen lassen. Dieser dient zur unverwechselbaren Kennzeichnung des Tieres. Ebenso kostenlos ist die Eintragung in das Haustierregister „Findefix“.

Die Kennzeichnung und Registrierung der Katze ist dabei mehr als eine reine Pflicht: Gerade bei Freigängerkatzen kann sie im Ernstfall entscheidend sein. Wird eine verletzte oder vermeintlich herrenlose Katze außerhalb ihres Zuhauses gefunden, lässt sich der Halter mithilfe des auslesbaren Mikrochips zügig ermitteln, wenn die Chipnummer zuvor registriert wurde. So kann die Katze möglichst schnell medizinisch versorgt und anschließend wieder mit ihrem Zuhause und ihren Menschen zusammengebracht werden.

Damit es nicht an finanziellen Mitteln scheitert, können Katzenbesitzer mit geringem Einkommen unter bestimmten Voraussetzungen Hilfe bei den Kastrationskosten erhalten. Genauere Infos hierzu sowie zu den teilnehmenden Tierärzten gibt es im Internet.

Der Tierschutzverein appelliert an die Katzenhalter, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und zahlreich an der Aktion teilzunehmen.


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