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Bürgerbeteiligung auf der Kippe: Letzter Versuch

Dem Aktionstag Marktgestaltung am 8. Mai schließt sich eine Online-Beteiligung an

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Visualisierung der Fortschreibung von Variante 5. Abbildung: lanungsgruppe MWM | Reepel Schirmer Landschaftsarchitekten | Rendertaxi
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Als das Planungsbüro mit der Stadtverwaltung das Integrierte Handlungskonzept bei der Bezirksregierung im September 2020 abgegeben hat, begannen sofort im Anschluss die Vorbereitungen für die ersten Maßnahmen. Der Markt- und Schlossplatz rückten in den Fokus der Planung. Anhand der Ergebnisse aus den Bürgerbeteiligungen in Form von Stadtspaziergängen, Aktionstagen, der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie der ersten beiden Runden der Online-Beteiligung wurden Testentwürfe (VAR 1-2) erstellt, die im Rahmen des Bürgerforums und der dritten Runde der Online-Beteiligung zur Diskussion gestellt wurden. Auf die Erkenntnisse aus den in zwei Jahren erbrachten konzeptionellen Arbeiten bauen die Vorentwurfsvarianten (VAR 3-5) auf, die das Planungsbüro in Zusammenarbeit mit der Verwaltung innerhalb von zwei Monaten weiterentwickelte.

Drei dieser Vorentwürfe, die den Marktplatz betreffen und die möglichen Varianten der gestalterischen Entwicklung des Marktplatzes widerspiegeln, wurden schließlich im November 2020 der Lenkungsgruppe Stadtentwicklung vorgestellt und beraten (siehe Bilder). Die Variante 5 wurde – mit Ergänzungen als Empfehlung der Lenkungsgruppe – einstimmig für die weitere politische Beratung verabschiedet. Auf Basis dieser Empfehlung wurde die Variante 5 weiterentwickelt und zur Überprüfung der „Atmosphäre aus dem menschlichen Blickwinkel“ eine Visualisierung erstellt. Je nach Verlauf der weiteren Beteiligung und Beratung kann das auch für andere Varianten erfolgen.

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Pandemiebedingt erfolgte dann die Vorstellung der Vorentwurfsvarianten in der Politik im Februar im Rahmen eines interfraktionellen Gesprächs. Mit dem Wissen aus dem interfraktionellen Gespräch wurden die Vertreter der Politik schließlich in die Fraktionen zur Beratung entlassen, um dort die Basis für die Ausschüsse im März und April zu schaffen. Mit dem Start der Sitzungsfolge im März, die sich bis zum 22. April zieht, wird der Planungsstand für den Marktplatz durch die Politik dann offiziell für die nächste Stufe der Bürgerbeteiligung und darauf aufbauend für die vertiefende Planung freigegeben. Das Ende der Sitzungen beendet somit die Vorbereitungsphase und geht mit der im Mai beginnenden Bürgerbeteiligung in die Planungsphase über.

In dieser Phase sind vor allem die Meinungen und Ideen der Jülicher Bürgerinnen und Bürger sowie weiterer betroffener Gruppen wie zum Beispiel Marktbeschicker, Einzelhändler und Versorger von Bedeutung. Während einzelne Interessensgruppen im Verbund eingeladen werden, beginnt die Bürgerbeteiligung am 8. Mai im persönlichen Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern mit Infoständen auf dem Markt- und Schlossplatz.

Zwischen 9 und 14 Uhr können sich die Jülicher über die Herleitung der drei Vorentwurfsvarianten des Marktplatzes vor Ort informieren und im persönlichen Gespräch ihre Anregungen zur Gestaltung des Platzes und Ergänzungen für die weitere Planung mit einbringen. Was für Wünsche haben die Bürger? Was gefällt in den Vorentwürfen und was nicht? Diesen Fragen stellen sich an diesem Tag die Planer. Wer am 8. Mai nicht persönlich das Gespräch suchen kann, hat im Anschluss an den Aktionstag wieder online die Möglichkeit, Anregungen und Wünsche einzureichen. Diese werden dann bis zum 8. Juni gesammelt und anschließend ausgewertet. Im Herbst beginnen dann die Vorbereitung und Ausschreibung der Baumaßnahme. Der Baustart, der sich zunächst auch auf notwendige Leitungs- und Kanalsanierungsarbeiten beziehen kann, beginnt dann voraussichtlich Ende des 1. Quartals 2022.

Parallel zu dem Infostand auf dem Marktplatz wird am 8. Mai zudem auf dem Schlossplatz ab 12 Uhr ein weiterer Infostand aufgebaut. Dieser wird die aktuellen Informationen für die Planung des Schlossplatzes aufzeigen. Anders als bei dem Marktplatz, bei dem der Förderantrag zusammen mit dem InHK bereits im September 2020 eingereicht wurde, muss der Entwurf für den Förderantrag für den Schlossplatz erst noch bei der Bezirksregierung abgegeben werden. Im Anschluss zur Antragsstellung beginnt dann die erneute Beteiligung der Interessengruppen des Schlossplatzes, die Beteiligung der Jülicher Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik. Auch zum Schlossplatz wird es im Anschluss an den Aktionstag auf der Internetseite des Integrierten Handlungskonzeptes www.zukunftsstadt-juelich.de die Möglichkeit geben, noch Anregungen und Ideen mit einzubringen, die dann auf Basis der Testentwürfe den Grundstein für die weitere Planung legen werden.

Ergänzend zu den Infoständen können die Jülicherinnen und Jülicher ab 15 Uhr an einem kleinen Rundgang vom Schlossplatz über den Kirchplatz bis zum Markt teilnehmen. Bei diesem Rundgang stehen vor allem das Zusammenspiel und die Verbindungen der verschiedenen Plätze im Zentrum der Präsentation mit anschließendem Gespräch.

Der 8. Mai steht also ganz im Zeichen des Markt- und Schlossplatzes und führt die beiden Maßnahmen in ihre jeweils nächste Phase. Der aktuelle Stand und die Informationen zu den jeweiligen Maßnahmen können jederzeit unter www.zukunftsstadt-juelich.de nachgelesen werden.

Meilensteine der Maßnahme „Marktplatz“:

• Beratung der Vorschläge und Varianten (Beschluss zur weiteren Bürgerbeteiligung in den Ausschüssen)
• 24.03.2021 im Ausschuss für Kultur, Dorf- und Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung
• 25.03.2021 im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss
• 15.04.2021 im Haupt- und Finanzausschuss
• 24.04.2021 im Stadtrat
• Treffen Lenkungsgruppe Stadtentwicklung Ende April
• Aktionstag in der Innenstadt 08.05.2021
• Online-Beteiligung, voraussichtlich 08.05.2021 – 08.06.2021
• Gespräche mit verschiedenen Interessensgruppen des Marktplatzes April – Juni
• Ausführungsplanung und Vorbereitung der Ausschreibung der Bauleistungen im Herbst / Winter

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Stadt Jülich
Hightech auf historischem Boden - Jülich ist eine Stadt mit großer Vergangenheit. Mit über 2000 Jahren gehört sie zu den Orten mit der längsten Siedlungstradition in Deutschland. In der historischen Festungsstadt und modernen Forschungsstadt, die sich auch mit den Schlagworten „Stadt im Grünen“, „Einkaufsstadt“, Renaissancestadt“, „Herzogstadt“ und „kinder- und familienfreundliche“ Stadt kennzeichnen lässt, leben heute ca. 33.000 Menschen.

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