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Drei Wochen im Minihaus

Die Hochschule Düsseldorf sucht Teilnehmende für eine Wohnstudie in Jülich.

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Beispielhafte Darstellung des Mini-Modulhauses. Foto: lilmore
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Wie verändert sich das Wohnen, wenn Menschen für eine begrenzte Zeit auf kleiner Fläche leben? Dieser Frage geht die Forschungsgruppe lilmore an der Hochschule Düsseldorf (HSD) im Projekt „lilmore: Sozial- und umweltgerecht wohnen“ nach. Für eine wissenschaftliche Studie werden alleinlebende Erwachsene aus Jülich und direkter Umgebung gesucht, die bereit sind, 21 Tage in einem 14 Quadratmeter großen Minihaus in einer geplanten Tiny-House-Siedlung in Jülich zu wohnen – nicht als Auszeit, sondern im ganz normalen Alltag.

„Uns interessiert, wie sich Wohnerleben, Wohnzufriedenheit und Alltagsroutinen verändern, wenn der verfügbare Raum deutlich reduziert wird“, erläutert Annika Krüßmann aus der Projektleitung der Forschungsgruppe lilmore. „Das Minihaus ist kein Rückzugsort für einen Kurzurlaub, sondern ein Reallabor. Entscheidend ist, dass die Teilnehmenden ihren gewohnten Alltag mit Arbeit, Studium und Freizeitaktivitäten möglichst beibehalten.“

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Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren, die allein leben und ihren Hauptwohnsitz in Jülich oder unmittelbarer Nähe haben. Voraussetzung ist außerdem, dass sie derzeit in einer Wohnung mit idealerweise mindestens 50 Quadratmetern Wohnfläche leben. Während des Aufenthalts im Minihaus ist das Wohnen als Einpersonenhaushalt fortzuführen; Rauchen im Haus sowie das Mitbringen von Haustieren sind ausgeschlossen. Ziel ist es, möglichst realistische Bedingungen zu schaffen, um Veränderungen im Alltag valide erfassen zu können.
Die Studie kombiniert Interviews und kurze tägliche Erhebungen. Vor dem Einzug findet ein ausführliches Gespräch zur aktuellen Wohnsituation und zu Erwartungen statt, während des Aufenthalts ein kurzer Check-in und nach dem Auszug ein weiteres vertiefendes Interview.

Ergänzend dokumentieren die Teilnehmenden ihren Alltag über kurze Audio-Memos sowie tägliche Mini-Befragungen zu Themen wie Platzgefühl, Schlaf und Wohlbefinden. Optional wird mithilfe eines Schritttrackers die tägliche Bewegung über mehrere Wochen hinweg erfasst – vor, während und gegebenenfalls nach dem Aufenthalt. Die Daten werden ausschließlich anonymisiert und im Rahmen der wissenschaftlichen Studie ausgewertet.

Für die dreiwöchige Teilnahme erhalten die Probandinnen und Probanden eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 150 Euro. Perspektivisch ist in einer späteren Projektphase – bei Interesse und entsprechender Passung – auch ein Aufenthalt in einem größeren Minihaus vorgesehen.

Interessierte können über eine Online-Umfrage ihre E-Mail-Adresse hinterlegen und erhalten anschließend einen Fragebogen zur Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen. Weitere Informationen zur Studie sind auf der Projektseite von lilmore abrufbar.

Fragen beantwortet das Forschungsteam per E-Mail an nebel@lilmore.de


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