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Kleine große Forscher

Kluge, kreative, neugierige junge Köpfe aus der Region trafen sich im Forschungszentrum. Dieses war bereits zum 26. Mal Gastgeber von „Jugend forscht“, dem renommierten deutschen Nachwuchswettbewerb.

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Unter den wachsamen Augen von Albert Einstein. Foto: Oliver Garitz
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Schüler von der vierten Klasse bis zum Alter von 21 Jahren präsentieren dort ihre eigenen wissenschaftlichen Projekte. Die Arbeiten werden in den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik, Technik, Mathematik und Informatik eingereicht.

Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Talente zu fördern, ihre Kreativität zu stärken und sie für Forschung und Innovation zu begeistern. Die Teilnehmer stellen ihre Ergebnisse vor einer Fachjury vor. Gleichzeitig bietet der Wettbewerb den jungen Forschenden die Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu Wissenschaftlern und Unternehmen zu knüpfen. Natürlich hofft man, dass sie vielleicht irgendwann mal zurückkehren zum Campus, das ist quasi unser Nachwuchs. „Wir wollen mit Jugend forscht auch unter anderem die Neugier wecken. Dass man schon früh diese MINT-Fächer ins Bewusstsein ruft und dass man die Kinder schon früh für Wissenschaft begeistert“, sagt Anke Lehnen, die die Projektleitung bei Veranstaltungen im Forschungszentrum übernimmt.

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In diesem Jahr nahmen 87 Schüler aus der Region von Köln bis Eupen teil und präsentierten insgesamt 49 Projekte. Auch vier Schulen aus Jülich waren vertreten. Mit dabei waren junge Talente, die in verschiedenen Kategorien ihre Ideen vorstellten.
Katharina Erben (9 Jahre) und Caroline Schiffer (8 Jahre) von der GGS Koslar beschäftigten sich mit dem Thema, wie die Kreuzung in der Lobsgasse/Am Peusch direkt an der Grundschule sicherer für die zu Fuß kommenden Schüler aber auch die Autofahrer gestaltet werden kann. Nohan Elbers (11 Jahre) vom Gymnasium Haus Overbach entwickelte aus verschiedenen Kernen und Fruchtschalen einen Reiniger für korrodierte Metalle – eine innovative Idee, die Umweltbewusstsein und praktische Anwendung vereint. Alisa Geenen (9 Jahre) von der Promenadenschule führte eine Vogelbeobachtung durch. Sie beobachtete die Vögel in ihrem Garten, zählte, wie viele es waren, und dokumentierte, welche Nahrung sie bevorzugen. Jonas Houben und Bendic Meurer (beide 11 Jahre) vom Gymnasium Haus Overbach präsentierten ein spannendes Projekt zur Weiherwasserreinigung in Overbach. Die Teilnahme zeigt, dass in Jülich schon die jüngsten Forschenden mit Kreativität, Engagement und wissenschaftlicher Neugier spannende Projekte entwickeln und beim Wettbewerb erfolgreich vertreten sind. „Wir hatten schon mal jemanden, der ein Programm geschrieben hat, was wirklich irgendwann mal in die Anwendung gehen könnte. Im nächsten Jahr hatte er es dann nochmal verbessert. Der ist jetzt auch bei uns in der Jury.“ erklärt Anke Lehnen.

Wenn die Arbeiten bei Jugend forscht erfolgreich sind, qualifizieren sich die Teilnehmenden zunächst für den Landeswettbewerb. Gewinnen sie dort, dürfen sie anschließend am Bundeswettbewerb teilnehmen. Insgesamt nehmen in diesem Jahr sechs „Jugend forscht Junior“-Projekte sowie zwei „Jugend forscht“-Projekte am Landeswettbewerb in Bochum teil. Viele Projekte entstehen in sogenannten „Jugend forscht“-AGs an den Schulen, in enger Zusammenarbeit mit engagierten Lehrkräften, die die Schüler begleiten. Manche Kinder arbeiten auch zu Hause an ihren Ideen – mit Unterstützung ihrer Eltern. Ein gewisses Maß an Hilfe ist erlaubt, denn die Teilnehmenden müssen ihre Projekte ähnlich wie eine kleine wissenschaftliche Arbeit vorbereiten und präsentieren. Anke betont zudem noch, dass es wünschenswert wäre, wenn noch mehr Schulen sogenannte ‚Jugend forscht‘-AGs anbieten würden, um mehr Kinder früh für Forschung zu begeistern.

Die Jülicher Schulen sind in diesem Jahr nicht leer ausgegangen: Mehrere Nachwuchsforschende haben bei „Jugend forscht Junior“ Preise gewonnen. In der Kategorie Biologie sicherte sich Nohan Elbers vom Gymnasium Haus Overbach mit seinem Projekt „Reiniger für korrodierte Metalle aus verschiedenen Fruchtschalen und -kernen“ den ersten Platz. Gemeinsam mit drei weiteren Projekten teilte er sich die Spitzenposition – ein Beleg für die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. Auch jüngere Schülerinnen überzeugten die Jury: Katharina Erben und Caroline Schiffer von der GGS Koslar erhielten den zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt. In der Kategorie Physik belegten Jonas Houben und Bendic Meurer vom Gymnasium Haus Overbach mit ihrem Projekt „Alles klar! Wasserreinigung in Overbach“ den zweiten Platz.

Die Auszeichnungen zeigen: Der Forschergeist in Jülich lebt – und die jungen Talente lassen sich von ihrem Alter nicht bremsen. Mit Kreativität, Wissensdurst und praxisnahen Lösungsansätzen machen sie schon heute einen großen Unterschied. Das Beste daran: Bei ihren Ideen sind ihnen keine Grenzen gesetzt.


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