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Erstes Street Fire geglückt

Jugendliche brauchen Platz und Plattform. Mit einem Fest sollte dieses geschaffen werden.

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Foto: Britta Sylvester
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Der Auftritt von Eko Fresh, deutscher Rapper und Schauspieler, war gleichermaßen Höhe- und Schlusspunkt dieses ersten Festivals „von und für Jugendliche“ im Herzen der Jülicher Innenstadt. Gemeinsam mit der Kulturmanagerin haben Sascha Römer von der katholischen Jugendeinrichtung im Roncallihaus und Laurent Müller vom städtischen Jugendheim „Gleis 13“ die Veranstaltung aus der Taufe gehoben. „Was können wir in Kooperation erreichen?“ – diese Frage haben sich die Drei gestellt und selbst beantwortet, indem sie Street Fire ins Leben gerufen haben. Finanzielle Förderung gab es aus dem Landesprogramm „Aufholen nach Corona“, das speziell dafür gedacht ist, Kindern und Jugendlichen nach den Belastungen und Einschränkungen durch die Pandemie unterstützend unter die Arme zu greifen und, wie in diesem Fall, ein Angebot nur für ihre Bedürfnisse auf die Beine zu stellen.

Rund sieben Stunden lang war der Schlossplatz Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, um 14 Uhr fiel der Startschuss. Unter den Bäumen luden verschiedene Angebote die jungen Leute ein. Dabei reichte die Bandbreite von Spaß und Freizeit hin zu ernsten Themen: Der sogenannte Menschenkicker zog auch die jüngeren Besucher an, gleiches galt für den „Bubble Soccer“, eine Art Fußballspiel, bei dem die Spieler in riesige, durchsichtige Bälle steigen und sich quasi selbst ins Tor befördern. Auf der Bühne wetteiferten Tänzer um die beste Choregographie – bewertet wurde von einer professionellen Jury. „Wir wollten mit ein bisschen Professionalität einen gewissen Anreiz bieten“, erläutert Laurent Müller. Bei der Drogenberatungsstelle gab es Informationen zu Sucht, Prävention und Unterstützungsangeboten. Graffiti- und Mal-Workshops bedienten die kreativen Geister. Und mitten im Geschehen lockte eine Cocktailbar mit Lounge zum „chillen“ – einzig der teilweise einsetzende Regen besaß das Potential das gemütliche Zusammensitzen ein wenig zu stören. „Unterm Strich kann man sagen, dass das Festival noch überschaubar ist, aber für alle Altersklassen was dabei ist“, resümiert Sascha Römer und führt weiter aus: „Die Rückmeldungen der Jugendlichen waren positiv, die Workshops gut besucht und auch die Beratungsangebote wurden angenommen.“

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„Wir sind sehr zufrieden“, fasst Nadine Klingebiel abschließend zusammen. Das Konzert mit Eko Fresh sei gut angenommen worden und habe nochmals mehr Besucher auf den Schlossplatz gezogen, stellt die Kulturmanagerin der Stadt Jülich am Ende des ersten Street Fire Festivals fest. Alles in allem, da sind sich die drei Verantwortlichen einig, hat die Veranstaltung „Entwicklungspotential“ und wird, wenn es nach ihnen geht, nicht die letzte ihrer Art gewesen sein, denn „Jugendliche brauchen ein Forum“.

Fotos: Andrea Esser


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