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Jülich heimatet

16 Vereine und Einzelbewerber hatte sich um den Heimatpreis 2019 beworben, den die Stadt Jülich als eine von sechs Kommunen der Region ausgelobt hatte. Alle 16, darin waren sich die Festredner einig – Axel Fuchs als Bürgermeister und Patricia Peill als Landtagsabgeordnete –  seien preiswürdig. Darum hatte sich die Stadt entschieden, alle Bewerber zum Festakt und einem anschließenden Zusammensein bei Sekt, Selters und „Fingerfood“ einzuladen, und damit ihre Wertschätzung für die Arbeit aller zum Ausdruck zu bringen.

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Ein Zeichen sichtbarer Verbundenheit: Der Heimatpreis. Foto: Arne Schenk
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Wahr ist allerdings auch: Es kann nur drei geben, die ausgezeichnet werden und nur drei, die sich das vom Land NRW bereitgestellte Preisgeld von 5000 Euro teilen konnten.

Die Wahl der Jury fiel auf das Ehepaar Franz und Martha Steinbusch (Platz 3), das sich seit Jahren für die Gestaltung des dörflichen Erscheinungsbildes im Stadtteil Koslar einsetzt. Sichtbares Zeichen ist das ehemalige Torhäuschen am Eingangstor des Friedhofes Koslar, das sie vor dem Abriss retteten und in Eigenregie renoviert und als ehrwürdige kleine Kapelle wieder hergerichtet haben.

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Für seine ehrenamtliche „Arbeit mit Tieren, die soziale und emotionale Integration in der Heimat fördert“ wurde der Verein Tiere als therapeutische Begleiter mit dem 2. Preis geehrt. Sie arbeiten in vielen Förderschulen, integrativen Kindertagesstätten und anderen sozialen Einrichtungen . Sie nehmen sich traumatisierter Flüchtlingskinder an und helfen so aus der Sprachlosigkeit und, Heimat zu finden. „Die tierischen Therapeuten bauen oft eine Brücke zur Seele“, sagte Laudator Fuchs.

Platz 1 erhielt die Dorfgemeinschaft Zukunft Kirchberg e.V. Spannend gemacht hatte der Bürgermeister mit den einführenden Worten „Es gibt in Jülich einen Verein der sich zum Ziel gesetzt hat, eine Verbesserung der Lebensqualität für alle Menschen im Stadtteil zu erreichen. Der Verein will das Heimatgefühl, also das Gefühl gerne an einem Ort zu leben, stärken. Und das sowohl für alteingesessene Einwohner als auch für neu Zugezogene.“ Der Verein mache sich für den Zusammenhalt und das Geschichtsbewusstsein der Kirchberger stark, so die Entscheidung der Jury, und sorge als Vermittler zwischen den Vereinen und gleichzeitig als eine Plattform, die kleinen Gruppen engagierter Bürger ermögliche, ihre Projekte zu verwirklichen.

Initiator des Heimatpreises war das Land NRW, das zu diesem „Wettbewerb“ aufgerufen hatte. Patricia Peill als Landtagsabgeordnete erläuterte, dass es um die Förderung und Wertschätzung des Ehrenamtes und der Eigeninitiative von Menschen gehe und darum, dies sichtbar zu machen. „Manchmal bietet so ein Preis die Gelegenheit sich und seine Arbeit der Öffentlichkeit zu zeigen –- und das ist gut!“ Jülich sei hierfür ein besonderes Pflaster und biete auch Menschen Heimat, die nur eine kurze Zeit in der Stadt wären. „Heimat und Zukunft – Jülich. Das ist ein wirklich guter Dreiklang!“

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