Aufmerksamen Beobachtern dürften die beiden grauen Container hinter dem Bauzaun bereits aufgefallen sein. In der ersten Aprilwoche nun werden die ersten Bewohner einziehen. Und dann heißt es jetzt endlich live aus der Herzogstadt: Big Brother is watching you. Bereits kurz nach der Erstausstrahlung Anno 1999 wurde in innovativen Unternehmerkreisen darüber nachgedacht, wie es gelingen könnte, das erfolgreiche Fernsehformat nach Jülich zu holen. Man munkelt von einer großzügigen Anschubfinanzierung durch einen privaten Investor, der allerdings nicht öffentlich in Erscheinung treten möchte.
Selbstredend wird es Jülicher Besonderheiten geben: So mussten sich die Kandidaten im Vorfeld verpflichten, ausschließlich in der heimischen Mundart zu kommunizieren. Auf den Tisch kommen sollen zudem in erster Linie rheinische Spezialitäten wie Rievkooche. Zum Abschluss der vierwöchigen Aufzeichnung ist ein gemeinsames Muschelessen geplant – großzügig von einem hiesigen Gastronomen gespendet. Dazu werden dann auch alle Kandidaten, die bereits vorher das Handtuch geworfen haben und ausgezogen sind, noch einmal in ihr „Zuhause auf Zeit“ zurückkehren.
Wie zu hören war, soll jeder Container von zehn Personen bewohnt werden. Unter ihnen werden auch Jülicher Promis sein, wenngleich der Sender betont, dass hier „kein Promi Big Brother“ gedreht werden soll. Herr LaMechky und Frau Herzog haben ihren Einzug bereits bekannt gegeben. Ein paar letzte freie Plätze sind allerdings noch zu vergeben: Offenbar ist der Ansturm der Bewerber nicht so groß wie ursprünglich erhofft. Auf Bitten der ausführenden Produktionsfirma verlost der HERZOG nun noch zwei Betten im Jülicher Big Brother-Container. Neben dem zu erwartenden Ruhm, einer Titelgeschichte in der kommenden Ausgabe sowie einer Plakette am Bauzaun winkt dem Gewinner ein Preisgeld in noch unbekannter Höhe.
An dieser Stelle sei der vorsorgliche Hinweis angebracht: Ein solcher Gewinn ist in Deutschland, auch in der Herzogstadt, einkommenssteuerpflichtig. Interessierte schicken ihre Bewerbung mit der Begründung, warum ausgerechnet sie dabei sein sollten, bitte an: redaktion@herzog-magazin.de. Einsendeschluss ist der 2. April. Also heißt es: Schnell sein lohnt sich. Der Rechtsweg ist vollumfänglich und auf jeden Fall ausgeschlossen.















