Noch Fragen? Die FH Aachen am Standort Jülich lud zum Studieninformationstag ein. Alle Interessierten konnten verschiedene Informationsstände und Vorträge rund ums Studieren an der FH in Jülich besuchen. Abgerundet wurde der Tag mit dem “Science Circus” bei dem die Gäste beeindruckende Experimente hautnah miterleben durften. Zu sehen gab es unter anderem verschiedene Beratungsstände des Studierendenwerks und der allgemeinen Studienberatung der FH Aachen. Diese informierten beispielsweise über Wohnheim-Angebote, BAföG oder die Möglichkeit dual zu studieren.
Außerdem waren auch die drei großen Fachbereiche der FH in Jülich, Medizintechnik und Technomathematik, Chemie und Biotechnologie und Energietechnik, selbst an kreativen Ständen vertreten. Diese waren vor allem auf praktische Beispiele ausgelegt, was die Praxisnähe beim Studieren an der Hochschule repräsentiert. “Wir forschen und publizieren nicht nur, sondern versuchen es auch in die Welt zu bringen”, so Veit Wascholowski, Professor an der FH Aachen.
Ein dort ausgestelltes Modell des Fachbereiches Energietechnik zeigte, wie ein erneuerbares Stromnetz aufgebaut ist und funktioniert. Studentin Anika Brummer erklärte, dass in einem Stromnetz immer eine Netzfrequenz von 50 Hertz eingehalten werden müsse. Schwankungen müssten deshalb permanent ausgeglichen werden, was die Besuchenden mithilfe von Schiebereglern selbst simulieren durften. Auf solch praktische Arbeit könnten sich die Studieninteressierten, laut Anika, in verschiedenen Studiengängen an der FH freuen. Es sei zudem eine Menge Teamwork gefragt, denn bei vielen Projekten werde nicht nur eine Disziplin benötigt, sondern eine Zusammenarbeit aus mehreren. So auch in diesem Beispiel: Die Maschinenbauer konstruieren die Maschinen, während die Elektrotechniker das Stromnetz entwerfen.

Foto: Anja Breuer
Die Technomathematik bot kleine Mathe-Rätsel an, an welchen sich die Studieninteressierten testen konnten. “Wenn die einem schon gefallen, dann hat man gute Chancen, dass einem das Studium auch gefällt”, verriet Fenja Nieth, Studentin des Studiengangs “Angewandte Mathematik und Informatik” schmunzelnd. Bei einem Rätsel mussten die Besuchenden einen Code errechnen, welcher das Zahlenschloss einer Schatzruhe öffnete. Wem es gelang, wurde mit einer kleinen Überraschung aus der Truhe belohnt.

Foto: Anja Breuer
Zusätzlich zu den Informationsständen, wurden in den Hörsälen der Hochschule kurze Vorträge von rund 20 Minuten gehalten. Vom grundsätzlichen “Studieren am Campus Jülich der FH Aachen” bis hin zu Vorträgen über die einzelnen Studiengänge war alles dabei. Für Interessierte, die nicht in Präsenz teilnehmen konnten, wurden alle Präsentationen ebenfalls online live gestreamt.
Wie Veit Wascholowski in seinem Vortrag über “Angewandte Chemie für eine Nachhaltige Zukunft” beschreibt, sei das Studieren an der FH anwendungsnah, zeitgemäß, gut betreut und anschlussfähig. Zudem seien Abschlüsse der FH überall anerkannt, weshalb den Studierenden nach ihrem Bachelorabschluss alle Türen offenstünden, sowohl zu weiteren Masterstudiengängen oder später auch Promotionen an der FH als auch zu anderen Universitäten und Hochschulen. Spezifisch zum Studium der “Angewandten Chemie für eine nachhaltige Zukunft” stellte er die Inhalte des Studiums und die Berufsfelder und -aussichten vor. Die Studierenden müssten sich keine Sorgen um Jobchancen machen, denn “es wurde mal gesagt, dass Chemiker alles können – und das stimmt auch”, wie er lachend versprach.
Insgesamt sei der Studieninformationstag gut besucht gewesen und man habe das Ziel, offene Fragen rund um das Studieren an der FH Aachen zu beantworten und den Interessierten ihren Weg an die FH zu erleichtern, zufriedenstellend umsetzten können, wie Studienberaterin der allgemeinen Studienberatung der FH Aachen Carolin Mahr berichtet. Es seien viele Interessierte da gewesen, von denen auch schon einige sehr sicher in dem gewesen seien, was sie wollten, und spezifische Fragen gestellt hätten. Viele der Neugierigen kämen aus der Region, aber auch längere Anreisen seien für diesen lehrreichen Tag auf sich genommen worden.
So auch Studieninteressierte Luna, welche sich für Biochemie interessierte. Sie war sich schon sicher, dass sie nach ihrem Abitur nächstes Jahr unbedingt an die FH Aachen möchte, da die Hochschule sehr bekannt und renommiert für dieses Feld sei. Am Informationstag wolle sie noch die genaue Richtung, in die sie gehen möchte, herausfinden.
Auch Max kam schon mit einem Plan zum Infotag. Er interessierte sich für Wirtschaftsingenieurwesen. Um Genaueres zu erfahren, besuchte er dazu einen der passenden Vorträge und schaute sich außerdem den Campus an. Genau wie Luna, zog es auch ihn aufgrund des guten Rufs der FH nach Jülich. Von der Organisation des Infotags war er insgesamt sehr überzeugt, da “man alle Stände und Räume gut findet und die Leute sehr nett und hilfsbereit sind und gut informieren”. Zudem empfand er auch die Themen in dem Vortrag, den er besuchte, als sehr interessant.
Die Jülicher Studentin Anika Brummer war davon überzeugt, dass die FH Aachen in der Herzogstadt die richtige Wahl sei: “Es wird immer gesagt, in Jülich an der FH Aachen studieren ist doof, weil man nicht in Aachen ist und alles vor der Tür hat, aber ich finde den Campus hier schöner”, erklärte sie, “und das Studium ist sowieso toll”, ergänzte sie lachend. Zudem begeistere es sie besonders, dass das Studieren an der FH Aachen stark praxisorientiert sei.
Die Labore der Hochschule konnten leider nicht besucht werden. Das ist nur beim größer angelegten Tag der offenen Tür möglich, welcher alle zwei Jahre stattfindet. Dafür wurde den Besuchenden zum Abschluss dieses sehr informativen Tages, der spektakuläre “Science Circus” geboten. Mit viel Humor und Freude an der Arbeit veranschaulichten die Laboringenieure Christoph Horst und Andreas Horbach chemische Reaktionen an beeindruckenden Experimenten.
Zunächst zeigten sie kleinere Experimente, welche zu Hause gefahrlos nachgemacht werden können. Eines dieser Experimente war die “Wasserflaschenrakete”. Dazu steckten sie einen Korken in die Öffnung einer vollen Plastikflasche. In diesen bohrten sie ein Fahrradventil und pumpten durch dieses mit einer Luftpumpe Luft in die Flasche. Das würde die Flasche in die Luft schießen lassen. Damit niemand der Gäste eventuell mit einem blauen Auge nach Hause gehen musste, demonstrierten die Laboringenieure dies nicht, sondern hielten eine Hand oben auf die Flasche. So schoss der Korken samt Wasser aus der Flasche, “was übrigens auch eine super Methode ist eine Flasche möglichst schnell leer zu bekommen”, wie Andreas Horbach belustigt als Tipp gab.
Auch das Publikum durfte Teil der Show werden. Für einige Experimente wurden Freiwillige nach vorne gebeten – so auch für die Zubereitung der “Elefantenzahnpasta”. Das Bild zeigt, wie erstaunlich das Ergebnis war:

Am meisten begeisterten die Experimente in denen Feuer zum Einsatz kam. Dazu zählte auch eine weitere Flaschenrakete, welche, durch eine chemische Reaktion angetrieben, an einer Schnur aufgehängt durch den Saal schoss. Oder auch diese beeindruckende Feuershow:

Insgesamt war das Publikum begeistert von dieser sensationellen Darbietung. Es lachte über die diversen Sprüche der Laboringenieure während der Experimente, wie “danke an meinen Chef, dass das möglich ist” oder die Bezeichnung von Stickstoff als “gängiges Haushaltsmittel”. Gleichzeitig setzten Christoph Horst und Andreas Horbach aber auch auf Lerneffekte: An die Wand hinter ihnen wurden passende Fakten und Formeln zu den Experimenten projiziert. So zeigten sie, dass sich Lernen und Spaß nicht ausschließen.
Bei Interesse an einem Studium an der FH Aachen, ist die allgemeine Studienberatung der FH Aachen der richtige Ansprechpartner. Sie bietet sowohl offene Sprechstunden als auch, auf Anfrage, telefonische Sprechstunden an. Auf ihrer Webseite www.fhac.de/ASB können weitere Informationen gefunden werden.



















