Unternehmen und Jugendliche zusammenzubringen ist das Ziel eines Berufsinfo-Marktes. So ist es auch am Freitag, 24. April, von 9 bis 14 Uhr im Berufskolleg an der Jülicher Bongardstraße. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber können sich dort eingehend über Ausbildungen und Praktikumsplätze informieren.
Von A wie Arbeitsagentur bis Z wie Zoll bieten Unternehmen umfassende Einblicke zu Ausbildung, Studium und Duales Studium. Und wer bei den Betrieben nicht die „richtigen“ Informationen findet oder Beratung sucht, kann sich beispielsweise an die Agentur für Arbeit oder die Lotsenstelle des Sozialwerks Dürener Christen wenden. Diese vermitteln gerne in weitere Ausbildungsbetriebe und beraten individuell.
Das Berufskolleg öffnet außerdem an diesem Tag seine Labore und Werkstätten für die Besucher. So kann man vor Ort die Schulungseinrichtungen ansehen und sich erklären lassen. Auch die Bundeswehr baut auf dem Schulhof wieder ihren Info-Truck auf.
Vier, die ihren Weg gefunden haben, haben dem HERZOG erzählt, was ihre Ausbildung ausmacht.
Carina Burmeister ist 21 Jahre alt und im 1. Ausbildungsjahr bei der Sparkasse Düren als Sparkassenkauffrau. Als Voraussetzung musste sie mindestens die Fachoberschulreife vorweisen können. Für Burmeister ist der Beruf sehr facettenreich. Er verbindet spannende Aufgaben wie Beratung, Organisation sowie Themen aus Wirtschaft und Finanzen miteinander. „Besonders gefällt mir der tägliche Umgang mit Menschen und die Möglichkeit, die Schnittstelle zwischen Kunden und der Finanzwelt zu sein. Die Ausbildung bei der Sparkasse Düren bietet mir dafür eine sehr gute Grundlage,“ ist sich die junge Frau sicher. Besonderen Spaß macht ihr der Kundenkontakt und die Beratung von Menschen zu ihren finanziellen Zielen, Problemen und Möglichkeiten. Außerdem gefällt Carina Burmeister die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis, so dass sie das Gelernte direkt anwenden kann. Auch das Arbeiten im Team und der Einblick in verschiedene Finanzbereiche seien motivierend.
Wichtige Eigenschaften für künftige Kollegen, so die Auszubildende, sind Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen. Außerdem sollte man offen im Umgang mit Menschen sein, Lernbereitschaft mitbringen und gut organisiert arbeiten können.
Der 18jährige Jonas Konkulewski ist im 2. Ausbildungsjahr bei ETC Deutschland, wo er den Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme erlernt.
Auch für diesen Beruf ist die Fachoberschulreife Bedingung. „Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil ich sehr gerne praktisch arbeite und etwas mit meinen Händen schaffen möchte. Mir war wichtig, am Ende des Tages ein Ergebnis zu sehen, das nicht nur im Computer existiert, sondern auch sichtbar am Arbeitsplatz entsteht,“ so Konkulewsi. Besonders gut gefällt ihm, dass man fachspezifische Dinge lernt, die nicht nur im Arbeitsalltag hilfreich sind, sondern die auch im privaten Alltag weiterhelfen können.
Auf jeden Fall sollte man Interesse an Elektronik und handwerkliches Geschick mitbringen, weiß Jonas Konkulewski aus Erfahrung. Außerdem sei es wichtig, sorgfältig und genau zu arbeiten, Freude am Prüfen und Reparieren von Geräten zu haben und neugierig darauf zu sein, wie technische Systeme funktionieren.
Kadir Aksoy ist ebenfalls bereits im zweiten Jahr seiner Ausbildung. Er lernt Industriekaufmann bei der Mondi Jülich GmbH. Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife werden für die Ausbildung vorausgesetzt. Interessant am Ausbildungsberuf Industriekaufmann findet der 20jährige, da man alle Abteilungen in einem Unternehmen durchläuft und man somit lernt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist. Die Ausbildung ermöglicht einen guten Überblick darüber, wie die verschiedenen Abteilungen in einem Produktionsbetrieb ineinandergreifen und miteinander verknüpft sind. In diesem Ausbildungsberuf kann ich meine Interessen für eine bestimmte Abteilung erkennen und entwickeln. Die Erfahrungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen ermöglichen mir eine breite Auswahl an Arbeitsplätzen unabhängig von der Branche.
„Besonders viel Spaß macht mir der Wechsel von Abteilungen. Ich finde es spannend, weil ich dadurch Abwechslung in der Zusammenarbeit mit Kollegen und neuen Aufgaben habe. Es wird nie langweilig,“ sagt Kadir Aksoy und ergänzt: „Ich fühle mich in der Duz-Kultur, die wir bei Mondi Jülich pflegen, sehr wohl. Genauso finde ich die betrieblichen, aber auch außerbetrieblichen Events, die regelmäßig stattfinden, super.“
Durch die abwechslungsreiche Ausbildung sollte man vielseitig und anpassungsfähig sein. Dadurch dass man viele verschiedene Mitarbeiter kennenlernt, sollte man Offenheit mitbringen und Teamfähigkeit besitzen. Vorteilhaft ist der sichere Umgang mit Office-Programmen. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist wichtig, da man in den verschiedenen Abteilungen nach einer Anlernphase auch Aufgaben sehr selbständig übernehmen darf. Kaufmännisches Interesse sollte man genauso mitbringen und im Umgang mit Zahlen sorgfältig sein.
Der 22jährige Marius Worms absolviert bei der Stadtverwaltung eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter. Er ist im dritten Jahr seiner Ausbildung, für die es mindestens die Fachoberschulreife braucht. „Ich habe einen Beruf gesucht, der mir eine sichere Perspektive bietet. Über den Bundesfreiwilligendienst habe ich ein Jahr in die Verwaltung blicken können und den Entschluss gefasst, hier möchte ich mich für die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bewerben. Ich erinnere mich genau an meinen ersten Tag bei der Stadtverwaltung Jülich, an dem man mich mit offenen Armen willkommen hieß. Mich hat die Kombination aus Krisensicherheit und die Tatsache gereizt, dass ich hier meine Mitbürger direkt unterstütze,“ berichtet der städtische Azubi.
Besonders gefällt Marius Worms das kollegiale Miteinander. Egal welche Frage sich stellt oder wenn er bei einem Arbeitsauftrag Hilfe benötigt, wird immer bestmöglich weiter geholfen. Auch erwähnenswert sei die enorme Abwechslung durch das Rotationsprinzip. Alle paar Monate lernen die Auszubildenden ein neues Amt kennen – vom Bürgerbüro über das Standesamt bis hin zur Stadtkasse oder dem Ordnungsamt. „Es macht unglaublich viel Spaß, hinter die Kulissen einer Stadt oder Behörde zu blicken und zu verstehen, wie die Rädchen ineinandergreifen. Der schönste Moment für mich ist, wenn ich einem Bürger bei einem Anliegen direkt weiterhelfen kann und ein echtes „Dankeschön“ zurückkommt,“ freut sich Worms über die Wertschätzung, die ihm begegnet.
Es wäre vorteilhaft, verantwortungsbewusst, kommunikations- und teamfähig, flexibel und kreativ zu sein und Interesse an rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie Freude am Umgang mit Menschen mitzubringen. „Wir arbeiten nach Regeln, und die muss man präzise anwenden können – Struktur und Sorgfalt sind also das A und O,“ so Worms. Da man aber ständig mit Menschen zu tun hat, sollte man auch kommunikativ sein und Empathie mitbringen. Kurz gesagt, wer gerne strukturiert arbeitet und Lust auf den Kontakt mit Menschen hat, ist hier genau richtig.
Begleitend zum Berufsinfo-Markt werden eine Reihe kostenfreier Workshops angeboten. Wer teilnehmen möchte, kann sich unkompliziert per Email an berufsinfomarkt@juelich.de bewerben. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Auch die Bestätigung wird per Mail versendet. Die Workshops dauern jeweils 30 bis 45 Minuten und behandeln zum Beispiel die „Dos und Dont’s im Bewerbungsgespräch. Weitere Informationen zu den Workshops gibt es hier.



















