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Initiative, buntes Licht und Jugendzukunft

Starke Stimmen von Schülerinnen prägen die Veranstaltungs-Zukunft von Jülich. Die “Next Gen Party” unter dem Motto “Level 1” erwies sich als ein voller Erfolg. Redaktions-Praktikantin Judith Volkmer mischte sich unters Partyvolk.

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Foto: Judith Volkmer
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Auf Wunsch und Initiative der Schülerinnen Emma, Fiona und Xenia aus der Sekundarschule startete am Samstag die “Next Gen Party” unter dem Motto “Level 1” im Kulturbahnhof. Die drei Schülerinnen trugen ihre Idee direkt an Bürgermeister Axel Fuchs heran. Sie kritisierten, dass Veranstaltungen, die Jugendliche zusammenbringen, in Jülich viel zu selten seien und man von solchen Events meist nur aus Aachen oder anderen Städten höre. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wurde aus dem Wunsch schnell ein konkretes Projekt. Die Schülerinnen unterstütze dabei ein Organisationsteam, bestehend aus Achim Maris als Eventmanager, Stefan Theißen und Jan Buchenau von der Lotsenstelle, Marius Straßfeld als Schulsozialarbeiter, Kulturdezernent Thomas Mülheims, Nadine Klingebiel vom Kulturbüro der Stadt und Eva Surma vom städtischen Jugendheim Gleis 13. Die Schülerinnen lieferten immer wieder konkrete Ideen und Vorschläge für den Ablauf der Veranstaltung. So stammte beispielsweise auch die Idee, kostenloses Leitungswasser bereitzustellen, von den Schülerinnen. Am Tag der Party selbst, sollte sie jedoch vor allem feiern, genießen und Spaß haben und keine organisatorischen Aufgaben übernehmen, erklärte Achim Maris.

Bereits im Vorverkauf der “Next Gen Disco” wurden 127 Karten verkauft. Schon zu Beginn der Veranstaltung um 15 Uhr war die Abendkasse stark besucht. Die Premiere “Level 1” im Kulturbahnhof zeigte deutlich das große Interesse: Insgesamt kamen über 300 Jugendliche zur Party. Zahlreichende Besucherinnen und Besucher im Alter von 12 bis 18 Jahren nutzten die Gelegenheit zum Tanzen, Singen und gemeinsamen „Abfeiern“. Im Saal herrschte eine sehr energiegeladene und fröhliche Atmosphäre. Die Jugendlichen sangen, tanzten und sprangen begeistert zu der Musik von DJ Nightjack. Dieser spielte nicht nur klassische Party-Playlists, sondern auch aktuelle Rap-Songs zu denen die Jugendlichen “abgingen”.

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Im Vorfeld der Party gab es laut Achim Maris gar nicht so viel zu organisieren. Der Kulturbahnhof biete sich gut als zentraler Ort für diese Veranstaltung an. Schon Tage vorher war die Party bei den Jugendlichen schon in aller Munde. Diesen Eindruck bestätigte auch Eva Surma vom Gleis 13.
Laut Maris ist die Idee hinter “Level 1” auf den Erfahrungen dieser Party für zukünftige Veranstaltungen aufzubauen. Die Hoffnung sei außerdem, dass sich künftig mehr Jugendliche melden, die bei der Organisation solcher Events helfen möchten. Das betonten auch die drei Ideengeberinnen Emma, Fiona und Xenia, wenn sie sagten: “wenn alle Jugendlichen zusammenhalten, kann auch mehr entstehen”. Zusätzlich äußerten sie selbstbewusst: “Wir Jugendlichen sind die Zukunft von Jülich”. Von ihrer Initiativen und der Planung mit Bürgermeister Axel Fuchs berichteten sie, dass es zunächst drei Treffen gab. Beim ersten Mal habe man gemeinsam überlegt, was man organisieren könne, wobei schließlich die Idee einer Party entstanden sei. Beim zweiten Treffen nahmen die Planungen der Party immer konkreterer Formen an und es sei darum gegangen, wie man die Veranstaltung umsetzten könne. Das dritte Treffen diente schließlich der Detailplanung.

Philippa, Anna und Leonie fanden die Party super, sie würden “unbedingt” wiederkommen. Andrew, Jermaine und Mohammed betonten, dass man hier viel Spaß haben könnte. Die Musik “würde besser gehen”, aber die Stimmung sei perfekt, um mit Freunden eine gute Zeit zu verbringen. Lara und Julian fanden die Party ebenfalls gut, merkten jedoch an, dass es drinnen sehr warm gewesen sei. Für die nächste Veranstaltung wünschen sie sich deshalb eine Möglichkeit zur Abkühlung im Raum. Die beiden eher jüngeren Mädchen Lara und Leonie teilten die Meinung, dass ihnen die Stimmung gefalle und dass sie es gut fänden, dass man auch nach draußen gehen kann. Gleichzeitig kritisierten sie allerdings, dass die älteren Jugendlichen ab 16 Jahren schon Bier und Radler trinken dürften.

Die “Next Gen Party” bot sowohl die Möglichkeit, drinnen zur Musik zu feiern und zu tanzen, als auch frische Luft zu schnappen, Gespräche zu führen und kurze Pause zu machen. Die Stimmung auf der Party war beeindruckend: Buntes Licht, viel Tanz und lautes Mitsingen zu den Songs prägten den Abend. Auffällig war außerdem, dass die Jugendlichen sehr hilfsbereit miteinander umgingen. So kam beispielsweise ein Mädchen, das Unterschriften auf ihrem Arm sammelte, auf eine andere Besucherin zu und fragte, ob alles in Ordnung sei.

Eventmanager Achim Maris beschrieb die Party zum Abend hin als sehr zufriedenstellend und sogar noch besser als erwartet. Zwar sei vereinzelt eine Glasflasche kaputtgegangen, größere Zwischenfälle habe es jedoch nicht gegeben. Für die erste Veranstaltung sei es perfekt gewesen und wenn es für die nächsten so bleibe, wäre das super.

Foto: Judith Volkmer

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