
ELLIS gilt als eines der führenden europäischen Netzwerke für Forschung im Bereich maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz. Die neue Unit bringt führende KI-Forschende und groß angelegte Recheninfrastrukturen in ganz Nordrhein-Westfalen zusammen. Ziel ist es, Open-Source-Grundlagemodelle und Datensätze zu entwickeln sowie vertrauenswürdige KI-Anwendungen zur wissenschaftlichen und industriellen Nutzung voranzutreiben.
Ein zentraler Schwerpunkt der Einheit ist die Entwicklung und Erforschung von Open-Source-Grundlagemodellen als zentrale Bausteine des maschinellen Lernens. Dabei wird untersucht, wie solche Modelle mithilfe von Supercomputern und offenen Datensätzen auf Spitzenniveau trainiert, zuverlässiger gemacht und für verschiedene Einsatzbereiche sicher angepasst werden können. Zudem rückt die Einheit die Forschung zu vertrauenswürdiger KI in den Fokus, insbesondere für den Einsatz in unsicheren Situationen, bei seltenen Ereignissen oder in sensiblen Anwendungskontexten.
Ein zweiter Forschungsschwerpunkt der ELLIS-NRW-Initiative ist die Übertragung von Methoden des maschinellen Lernens auf Bereiche wie das Gesundheitswesen, nachhaltige Landwirtschaft und verkörperte KI-Systeme wie autonome Roboter. Die Forschenden der Einheit decken Felder wie Robotik, Computer Vision, Natural Language Processing, KI im Gesundheitswesen und neuro-symbolische Systeme ab.
Innerhalb des FZJ tragen das Jülich Supercomputing Centre (JSC), das Institut für Advanced Simulation (IAS) und das Peter-Grünberg-Institut (PGI) zu dieser Initiative bei. Das FZJ leistet neben Bonn und Aachen einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des wissenschaftlichen Profils der Unit NRW, insbesondere im Bereich offener Grundlagenmodelle und der dafür benötigten Datensätze.
Neben dem groß angelegten Training von Foundation-Modellen unterstützen die Jülicher Infrastrukturen, darunter JAIF (JUPITER AI Factory), die Entwicklung, den Einsatz und das Management groß angelegter Datensätze für zukünftige offene KI-Systeme. Diese Arbeit basiert auf einer leistungsstarken Hochleistungsinfrastruktur, einschließlich des Supercomputers JUPITER am FZJ, sowie auf spezialisiertem Fachwissen im Betrieb großskaliger KI-Workloads.
„Das Forschungszentrum Jülich bietet eine einzigartige Kombination aus KI-Expertise, Hochleistungsrechnen und wissenschaftlicher Zusammenarbeit. Durch die ELLIS Unit NRW werden wir dazu beitragen, die Forschung an offenen Grundlagenmodellen in Europa voranzutreiben und KI-Forschung in praktische Anwendungen zu überführen“, betont Professor Kobus Kuipers, Mitglied des FZJ-Vorstands.


















