Großer Erfolg für den Tischtennisclub indeland Jülich 1948 e.V. (TTC): Die Damen des Vereins haben bei den Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen in Hamm den Titel des Deutschen Vize-Pokalsiegers gewonnen. Nach einem starken Turnierlauf fehlte am Ende nur ein einziger Punkt zum ganz großen Triumph.
Der Weg zur Deutschen Meisterschaft führte die Jülicherinnen zunächst über die Bezirks- und Verbandsebene. Nachdem sie sowohl den Bezirkspokal als auch den Pokal des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes gewonnen hatten, qualifizierten sie sich für das bundesweite Endturnier in Hamm. Dort trafen die Pokalsieger der verschiedenen Landesverbände aufeinander. In der Vorrunde belegte das Team den zweiten Platz in seiner Gruppe und zog damit ins Viertelfinale ein. Dort setzte sich der TTC deutlich durch. Auch im Halbfinale überzeugten die Jülicherinnen mit einem klaren Sieg gegen die Bezirksoberliga-Mannschaft des TTC Eastside Berlin. Im Finale schien der Titel bereits greifbar nahe. Nach den ersten Spielen führte der TTC Jülich bereits mit 3:1 und hatte damit gleich drei Matchbälle zum Gewinn der Deutschen Pokalmeisterschaft. Doch die Entscheidung fiel nicht zugunsten der Jülicherinnen. Besonders bitter: Die bis dahin überragende Phu Nguyen, die vor dem Finale alle ihre Einzel gewonnen hatte, musste ihre erste Niederlage des gesamten Turniers hinnehmen. Anschließend vergab auch die zweite TTC-Spielerin im entscheidenden fünften Satz eine 10:7-Führung. Statt des möglichen 4:2-Erfolgs stand es plötzlich 3:3. Das letzte Einzel ging ebenfalls verloren, sodass der TTC Jülich das Finale mit 3:4 abgeben musste.
„Wenn wir uns wieder qualifizieren und unsere stärkste Besetzung dabei haben, dann wollen wir im nächsten Jahr den Titel holen“, blickt TTC-Präsident Mike Küven bereits optimistisch auf die kommende Saison. Dabei fehlte den Jülicherinnen in Hamm sogar ihre eigentliche Spitzenspielerin Rachel Gerarts, die während des Turniers im Urlaub war. Nach Einschätzung des Vereins hätte ihre Teilnahme die Chancen auf den Titel zusätzlich erhöht.
Trotz der Enttäuschung über die knappe Finalniederlage überwiegt der Stolz auf das Erreichte. Der Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Pokalmeisterschaften zählt zu den größten Erfolgen der jüngeren Vereinsgeschichte.
Auch bei den Deutschen Para-Meisterschaften in Sindelfingen war der TTC Jülich erfolgreich vertreten. Simon Roßbach gewann sowohl im Einzel als auch im Doppel die Bronzemedaille und durfte sich damit gleich über zwei Podestplätze freuen.
Für eine weitere Medaille sorgte Nachwuchsspieler Jonah Jumpertz. Der erst 14-Jährige erreichte im Doppel ebenfalls den dritten Platz und sicherte sich Bronze. Im Einzel schied er zwar bereits in der Vorrunde aus, sammelte bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft im Erwachsenenbereich jedoch wertvolle Erfahrungen.
„Jonah gehört zu den jüngsten Teilnehmern des gesamten Turniers. Da darf man auch einmal früh ausscheiden“, ordnet Küven die Leistung des Nachwuchstalents ein.
Pech hatte dagegen Marcel Mund. Der TTC-Spieler musste seine Teilnahme kurzfristig krankheitsbedingt absagen und konnte deshalb nicht an den Meisterschaften teilnehmen.



















