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Kleinere Klassen

Die Eingangsklassen der Jülicher Grundschulen sollen begrenzt werden. Der Beschlussvorschlag wurde das erste Mal im Ausschuss diskutiert.

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Foto: geralt / pixabay
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An mehreren Jülicher Grundschulen soll die Größe der Eingangsklassen ab dem Schuljahr 2027/28 auf jeweils 25 Kinder begrenzt werden. Betroffen sind die GGS Nord mit beiden Teilstandorten, die Promenadenschule Jülich, die GGS West und die Katholische Grundschule Jülich. Das wurde im Ausschuss für Jugend, Familie, Integration, Soziales, Schule und Sport (JuFISSS) beraten und soll im Oktober abschließend in den Stadtrat gehen.

Bei GGS Nord, Promenadenschule und Katholischer Grundschule begründet die Verwaltung die Begrenzung mit den besonderen Bedingungen des gemeinsamen Lernens. Kleinere Klassen sollen eine ausreichende Aufmerksamkeit und individuelle Förderung für Kinder mit und ohne Förderbedarf ermöglichen. An der GGS West sind dagegen vor allem die anstehenden Baumaßnahmen ausschlaggebend. Anfang 2027 soll die Schule voraussichtlich für eineinhalb bis zwei Jahre in eine Containeranlage umziehen. Dadurch werden Klassenräume und Außenflächen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

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Einige Nachfragen zu der Vorlage wurden im JuFISSS laut. Andreas Wilden (CDU) wollte wissen, was passiere, wenn sich mehr Kinder anmeldeten als die Begrenzung zulasse. Die Erklärung von Schulamtsleiter Florian Hallensleben war ausführlich und ergänzte sich durch Antworten an anderer Stelle: Manche Kinder würde man bevorzugt aufnehmen, etwa wegen der Wohnortnähe, ihrem Schulweg oder anderer Kriterien – diese seien von Schulleitungen ausgearbeitet worden. Alle Kinder die über der Grenze liegen versuche man an anderen Schulen unterzubringen. Seien die anderen Schulen allerdings der Regelung folgend „voll“, so würde man auch die weiteren Kinder an einer Schule aufnehmen, schließlich könne man die Schulpflicht nicht vernachlässigen. Allerdings sei es auch jetzt schon so, dass teilweise Kinder die zur Promenadenschule wollten an andere Schulen verwiesen werden müssten, was auch an aktuellen Baumaßnahmen und der räumlichen Begrenzung liege. Mit dem neuen unverbindlichen Schulwunschverfahren, nach dem die Eltern auch Alternativ-Wünsche angeben, habe man für die Verteilung auch bessere Anhaltspunkte. Die bisherigen Anmeldungen ließen auch vermuten, dass beispielsweise in Koslar nur 22 oder 23 Kinder pro Klasse eingeschult würden.

Genaueres zur Deckelung in Bezug auf den Schulentwicklungsplan wollte Christine Klein (Bündnis 90/Die Grünen) wissen. Wenn man mit steigenden Anmeldungen rechne, wie übe sich das auf die Grenze aus? Nach den Zahlen der letzten Jahre siehe es so aus, als würde die Begrenzung funktionieren, hieß es dazu von Hallensleben. Auch etwa vom Gebäude und den Lehrkräften her. Das gelte auch für die Zukunft: Wahrscheinlich lägen die Anmeldungen etwas unter dem Vorjahr, weshalb er optimistisch sei, mit der Klassenstärke von 25 hinzukommen. Allerdings werde es Umverteilungen geben.

Die Leitungen aller betroffenen Schulen waren laut Bildungsdezernent Thomas Mülheims bei den Planungen einbezogen.

Der Beschlussvorschlag wurde bei einer Enthaltung angenommen und wird als nächstes im Haupt- und Finanzausschuss beraten.


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