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Von der Freiheit

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Die Festgesellschaft zur Eröffnung der Heimatschau im Jülicher Rathaus anlässlich der Rheinischen Jahrtausendfeiern 1925. Foto: Stadtarchiv Jülich
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Die November-Revolution 1918 und die daraus entstandene Weimarer Republik führten allgemein zu einer großen Zunahme persönlicher und gesellschaftlicher Freiheiten. Der Mittwochsclub widmet sich in der Oktoberveranstaltung dem Thema und hat sich hierzu als Referenten Prof. Bernd Braun von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg eingeladen.

Zu diesen Freiheiten gehörten unter anderem die bereits in der Weimarer Verfassung erstmals verankerte Gleichberechtigung der Frau, die durch die Abschaffung der Zensur in allen Bereichen blühende Weimarer Kultur, letztlich die Freiheit von Angst, sein Leben als Soldat zu verlieren. Allerdings waren viele Freiheiten wie etwa diejenigen sexueller Minderheiten auf die Metropolen beschränkt und erreichten die deutsche Provinz nicht.

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Der durch Serien wie „Babylon Berlin“ sehr einseitig ausgerichtete Fokus auf diese Thematik galt nicht für ganz Deutschland. Was die Weimarer Republik dauerhaft nicht leisten konnte, war die Freiheit von sozialer Not und Verelendung durch die im Winter 1929/30 einsetzende Massenarbeitslosigkeit. Dieses Defizit brachte Hitler an die Macht, woraus man die These ableiten kann, dass soziale Fragen für die Gesamtheit einer Bevölkerung stets größeres Gewicht besitzen als kulturelle Fragen.

Der Vortrag kann parallel online verfolgt werden. Der Zoom-Link wird rechtzeitig vorher auf der Internetseite zu finden sein.

Bereits ab 19 Uhr besteht für Mitglieder des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V. die Möglichkeit, ihr persönliches Exemplar des umfangreichen Sammelbandes „Jülich und Leverkusen – StadtRäume zwischen den Kriegen“ entgegenzunehmen.

Mittwochsclub MI 28|10
Jülicher Geschichtsverein / Museum Zitadelle Jülich | Schlosskapelle, Zitadelle | 19.30 Uhr | Eintritt frei


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