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Der Ort der tausend Möglichkeiten

Darf es ein Escape Room sein – oder doch ein anderes Event? Mit „Real Stuff Adventures“ hat sich im Königskamp ein Unternehmen angesiedelt, für das Spaß die oberste Maxime sein soll.

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Inhaber Karl Zanders heißt Neugierige und Event-Fans herzlich willkommen. Foto: Ariane Schenk
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Manche Gebäude geben von außen nicht preis, wie viel in ihnen steckt. Das gilt auch für die 16a in der Rudolf-Diesel-Straße. Hier sitzt das neue Jülicher Unternehmen „Real Stuff Adventures“, das ihren Flyern zufolge „Escape Rooms & Events“ anbietet – und damit fast schon untertreibt.

„Ich wache morgens auf und habe neue Ideen“, sagt Inhaber Karl Zanders, dem man die Begeisterung und Leidenschaft für seine Arbeit deutlich anmerkt. Man hat das Gefühl, das Ziel ist eine Art Event-Paradies: Für jeden Geschmack etwas dabei und auf jeden individuellen Wunsch angepasst.

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Quasi eine feste Zahl Räume mit unendlichen Möglichkeiten. Das gilt sowohl für klassische Event-Vorstellungen als auch für den Rätsel-Teil ihres Angebots.

Klar – Geburtstag mit Kaffee und Kuchen, Party oder Seminar können gebucht und angepasst werden. Die Räume und „Pakete“ sind variabel. Auf Wunsch organisiert das Team auch ein Catering. Ganz nach dem Motto „Nennen Sie Ihre Idee, wir erarbeiten zusammen die Umsetzung“.

Doch es steckt noch mehr dahinter: Zum Beispiel ein kleiner Raum mit Bühne und Instrumentenaufbau, der sich etwa auch für kleine Konzerte mit 50 bis 60 Menschen eignen würde. Natürlich so, dass der Ton gut klingt – schließlich kommt Zanders vom Musik-Eventmanagement. Außerdem ist eine moderierte Rätselshow im Angebot.

Doch bei gebuchten Terminen soll es künftig nicht bleiben: Das Unternehmen plant regelmäßige Veranstaltungen, die von ihnen selbst ausgehen und auch beispielsweise zur Saison passen. Darunter könnte etwa ein Kürbisschnitzen sein, überlegt der Inhaber. Aber natürlich behalten sie auch Gelegenheiten wie Weihnachten und Ostern im Blick.

Auch eine Bühne inklusive Instrumentarium ist vorhanden. Foto: Real Stuff Adventures

Individuelle Anpassung – das gilt sogar für die Escape Rooms, die Real Stuff Adventures anbietet. Genau genommen sind es mehr als die drei auf der Website ausgewiesenen Räume: Jeder Raum ist an das Erfahrungslevel der spielenden Gruppe anpassbar.

Und, soviel verrät Zanders, auch stilistisch sind Veränderungen möglich. Sollte einer Gruppe die mystische Atmosphäre des Raumes „Der Hexenfluch“ besonders zusagen, sind auch die anderen Räume in einer solchen Atmosphäre spielbar. Und dabei bleibt es auch nicht nur beim klassischen Innenraum-Prinzip: Manchmal geht es während der Rätselei auch nach draußen.

Wer bei den vielen Möglichkeiten nicht genau weiß, welchen Raum man auch welcher Schwierigkeitsstufe spielen möchte oder sollte, bekommt bei einem Anruf dann auch gleich eine fachkundige Beratung, die einen passenden Raum empfiehlt und den Besuch entsprechend vorbereitet. Tipp dazu: Ein guter Anfangsraum – so ist einem zufälligen Telefonat beim Gespräch zu entnehmen – scheint „Die geheimnisvollen Malerinnen“ zu sein.

Für Kinder gibt es übrigens statt der Escape Rooms auch die Möglichkeit einer Schnitzeljagd durchs ganze Gebäude. Dabei können sie – apropos saisonales Programm – selbst beim „Horror Maze“, das zu Halloween als Kooperation mit einem Schauspiel-Team unter dem Titel „Ave Mortem“ stattfindet, teilnehmen. Dort gibt es keine Altersgrenze, denn alle haben, gegebenenfalls nach Absprache, die Möglichkeit, sich dort altersangemessen zu gruseln.

Auch Schulgruppen waren schon zu Gast in den Räumlichkeiten im Königskamp: In Kleingruppen wurden die Escape Rooms erkundet, während andere Gruppen sich beispielsweise mit Tischkicker beschäftigten, ehe sie an der Reihe waren.

Im Dauerprogramm außerhalb der festen Räumlichkeiten gibt es außerdem Mobile Escape Rooms. Diese bestehen aus einem Anhänger und sind für alle Events von der Firmenfeier bis zur Hochzeit gedacht. Für das etwas kürzere Rätseln in geselliger Atmosphäre.

Ob sich hinter diesen Büchern eine Rätselslösung verbirgt? Foto: Ariane Schenk

Die Individualisierung zeigt, was ein Motto von Real Stuff Adventures ist: „Der Spielspaß steht im Vordergrund.“ Daher werden auch die Escape Rooms – anders als bei vielen anderen Anbietern – nicht abgeschlossen. Damit sich möglichst alle sicher fühlen.

Darum wird auch gerade daran gearbeitet, die letzten Räume barrierefrei umzuarbeiten. Bei allem Event-Fokus ist aber auch klar, dass es Nachwuchs geben muss. Und der kann gleich vor Ort lernen: Der Betrieb ist eine der wenigen Ausbildungsstellen für Veranstaltungskaufleute der Region.

Bis Ende des Jahres sollen es insgesamt sechs Escape Rooms werden, die unterschiedliche Storys und Themen abdecken. Darunter auch der „kleinste Escape Room Deutschlands“, der noch eine besondere Mechanik haben soll.

Außerdem, so verrät der Veranstalter, dass für die Zukunft auch ein Programmpunkt geplant ist, der Jülich aus neuen Winkeln zeigt. Eins ist jedenfalls sicher: Der Ideenreichtum ist noch lange nicht ausgeschöpft.


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