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Literarische Freitagsvesper: Margret Hanuschkin über Günter Kunert

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Der Mensch in die Welt gestellt/30 Jahre Mauerfall: Schriftsteller und ihre DDR Erfahrungen: Günter Kunert. In der nächsten Literarischen Vesper beschäftigt sich Margret Hanuschkin mit dem Mauerfall vor 30 Jahren – Schriftsteller und ihre DDR-Erfahrungen: Günter Kunert. „Wegschilder und Mauerinschriften“, „Das kleine Aber“, „Die Schreie der Fledermäuse“, „Verspätete Monologe“ – schon diese Buchtitel aus dem vielfältigen Werk von Günter Kunert, der am 6. März seinen 90. Geburtstag feierte, weisen ihn als kritischen Zeugen seiner Zeit aus. Die Literarische Vesper findet am Freitag, 22. November, von 17:00 bis gegen 20:00 Uhr im Jülicher Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, statt.

1929 in Berlin geboren, nach dem Zweiten Weltkrieg Kunststudent und „Schüler“ Bert Brechts, trat er 1948 der SED bei und begann als junger Mann eine Karriere als Schriftsteller im Osten Deutschlands. Er erlebte die Gründung des Staates der DDR, den Mauerbau, das Ringen um eine neue Gesellschaftsform, hautnah mit. Als kritischer Geist und Chronist, der trotz wachsender Zweifel und tief sitzendem Skeptizismus immer auf das „Trotzdem“, das „Kleine Aber“ setzte, hielt er in Kurzgeschichten und vor allen Dingen in Gedichten fest, was auf Wegschildern und Mauerinschriften zu lesen war. Auch Romane, Hörspiele und Filmdrehbücher hat er geschrieben. 1973 war er Gastdozent in den USA, 1975 in England.

Als Wolfgang Biermann 1976 nach einem Konzert in Köln aus der DDR ausgebürgert wurde, war Günter Kunert einer der Unterzeichner der Petition, die dagegen protestierte. Die Konsequenzen, die das hatte, schrieb er nieder. 1979 verließ er mit seiner Frau und acht Katzen sein Haus in Berlin-Buch und siedelte sich in Itzehoe an. Als die Mauer fiel, war es Günter Kunert, der in einem Zeitungsinterview prophezeite: „Der Euphorie wird die Tristesse folgen.“ Günter Kunert schreibt und zeichnet immer noch, er kann gar nicht anders, als Chronist zu sein, zu warnen und bei allem Skeptizismus zu hoffen, dass der Mensch vielleicht doch eines Tages aufhört, des Menschen Wolf zu sein …

Eingeladen sind alle Interessierte. Die Gebühr inklusive kleiner Vespermahlzeit beträgt 8 Euro. Eine Anmeldung erleichtert die Planung, sie ist aber nicht unbedingt erforderlich. Diese ist an die Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich unter Tel. 02461 / 99660 oder [email protected] zu richten.

Details

Datum:
22.11.2019
Zeit:
17:00 - 20:00
Kategorien:
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Veranstalter

Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich
Telefon:
02461 9966-0
E-Mail:
eeb@kkrjuelich.de
Webseite:
http://kkrjuelich.de/index.php?id=18

Veranstaltungsort

Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Düsseldorfer Straße 30
Jülich, NRW 52428 Deutschland
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Telefon:
0246154155
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