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Uwe Cormann: Idealstadt Jülich

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“Eine ganze Stadt ist entstanden, Uwe Cormanns Stadt, Jülich, eine Stadt, die es in dieser Einheitlichkeit, dieser idealen Linienführung nie gegeben hat, eine Stadt, wie sie der Künstler in seinen Träumen immer gesehen hat, eine Stadt, die er immer schon geliebt hat und die er in seinen Bildern vorführt.

Uwe Cormann ist ein alter Jülicher. Stolz zeigt er auf seiner Federzeichnung des 1944 zerstörten Jülicher Krankenhauses am Neusser Platz – auf sein Geburtshaus, wo er 1941 das Licht der Welt erblickte. An jenem schrecklichen 16. November 1944 ging alles in Flammen auf und wurde zu Staub zermalmt. Auf Cormanns Bildern gibt es diesen Staub nicht. Seine Stadt ist sauber, ebenmäßig und schön, so schön wie sie in der Erinnerung vieler Überlebender und noch Lebender bis heute geblieben ist.

Er war drei Jahre alt, als die Familie ausgebombt aus Jülich nach Eisleben in Thüringen evakuiert wurde. Acht Jahre lang sollte es dauern, bis die Familie nach Jülich zurückkehrte. Nach der Volksschule absolvierte Uwe Cormann eine Lehre bei Stüssgen in der Kölnstraße, wo heute das Schuhhaus Rosenbaum ist, legte die Kaufmannsgehilfenprüfung ab, verbrachte achtzehn Monate als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr und dann bald dreizehn Jahre als Angestellter im Kreiswehrersatzamt. Sein Traumberuf war das aber eher nicht. So besuchte er die Abendschule in Aachen und schloss sie mit der Begabtensonderprüfung ab. Es folgte ein Lehrerstudium, und dann war er von 1981 bis 2002 Hauptschullehrer in Grevenbroich. Gewohnt hat er aber schon immer mit seiner Frau, einer Tochter und zwei Söhnen in Jülich.

Das hört sich nach einem bewegten Leben an. Seine Federzeichnungen wirken jedoch eher ruhig und gleichmäßig in Größe und Kunstform. Die mit Bleistift vorgezeichneten Bilder werden mit der Tuschefeder ausgestaltet. Und da sind viele Striche zu machen, sehr viele, bis weiche Schatten und scharfe Konturen deutlich werden – alle mit derselben Federdicke gezeichnet – mit großer Mühe und viel Kunstverstand.”

Dr. Peter Nieveler

Die Ausstellung mit Federzeichnungen aus dem alten Jülich und ein Linolschnitt von Uwe Cormann läuft im Künstlergang des St. Elisabeth-Krankenhauses Jülich bis Ende August. Der Eintritt ist frei.

Details

Beginn:
Mo. 22. Juni
Ende:
So. 30. August
Kategorien:
,

Veranstalter

Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Telefon:
0242155599152
E-Mail:
kerdem@ct-west.de
Website:
www.ct-west.de

Veranstaltungsort

St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich
Kurfürstenstraße 22
Jülich, NRW 52428 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
024616200
Website:
http://www.krankenhaus-juelich.de
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