In diesen Stunden geht es in Hürtgenwald vor allem darum, die Glutnester einzudämmen. Es gibt keine offenen Flammen mehr. Das gesamte Gebiet ist nun mit einer Schneise von etwa drei Metern umgeben, so dass sich Flammen nicht weiter ausbreiten können.
Bereits gestern Abend kam die gute Nachricht für die Bewohnerinnen und Bewohner von Gey: Sie konnten zurück in ihre Häuser und Wohnungen. Die Lage rund um den evakuierten Ort hat sich so weit entspannt, dass die Menschen heimkehren können. Eine aktuelle Gefahr durch den Waldbrand bestand nicht mehr.
Es sei gelungen, Gey so zu sichern, dass Flammen nicht auf den Ort übergreifen können, so Landrat Ralf Nolten. Es besteht weiter eine leichte Geruchsbelästigung. Jedem sei freigestellt, noch am Abend in den Ort zurückzukommen. Menschen, die in Krankenhäusern beziehungsweise Pflege- oder Senioreneinrichtungen untergebracht sind, werden am heutigen Sonntag zur Rückführung kontaktiert.
Auf bestimmten Straßen dürfen keine Autos geparkt werden, damit gegebenenfalls auch weiterhin Einsatzfahrzeuge unbehindert fahren und arbeiten können. Diese sind Broichstraße, Dürener Straße (von der Broichstraße bis zur B399), Forststraße, Oberstraße, Bergstraße, Josef-Köller-Straße, Scheffensweg. Die Polizei wird die Einhaltung dieser Regelung rigoros kontrollieren.
„Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Gey für das Verständnis im Umgang mit dieser sehr schwierigen Situation“, betonte Landrat Dr. Nolten.
Insgesamt hat sich die Lage im Hürtgenwald deutlich entspannt, auch wenn der Waldbrand nicht komplett gelöscht ist. Die Flammen konnten an einer weiteren Ausbreitung gehindert werden und wurden entsprechend eingegrenzt. Noch an zwei Stellen gibt es eine sichtbare Flammenbildung, die weiter von den Rettungskräften bekämpft wird. Mittlerweile sind rund 1600 Kräfte im Einsatz. Die Löscharbeiten werden auch in den weiteren Tagen noch anhalten.
Im Verlauf des Sonntags wird ein rund zwei Kilometer langer Weg von Ost nach West (ansetzend am Rennweg) gezogen, um das Gebiet besser erreichen zu können. Diese wird rund sechs Meter breit sein und dient vor allem den Einsatzfahrzeugen. Zudem wird ein Übergreifen etwaiger Funken eingedämmt.
Bereits am Samstagabend konnten die Anwohnerinnen und Anwohner aus Gey zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Stand Sonntagmorgen waren rund zwei Drittel der Betroffenen wieder vor Ort. Menschen, die in Krankenhäusern beziehungsweise Pflege- oder Senioreneinrichtungen untergebracht sind und Unterstützung bei der Rückführung benötigen, melden sich bitte bei der Hilfe-Hotline unter 02421 / 221011999.
Weiterhin wird das Familienzentrum Kita Eifelzwerge ab Montag, 17. August, ganz normal öffnen. Eltern können ihre Kinder wie gewohnt in die Kindertagesstätte bringen. Auch die Ferienbetreuung in der OGS in Straß findet ab Montag, 17. August, wie gewohnt statt.
Da Straßenzüge in Gey auch weiterhin für die Einsatzkräfte frei bleiben müssen, wird darum gebeten, dass ausschließlich Anlieger in die Ortschaft ein- und ausfahren. Entsprechende Schilder sind vorhanden.
Im Zuge der Löscharbeiten waren seit Freitag, 14. August, an der A4 die Autobahnausfahrten Düren und Langerwehe gesperrt. Die Sperrungen werden nun aufgehoben und die Ausfahrten für den Verkehr wieder freigegeben.





















