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Katastrophenschützer gemeinsam stark

Mit der Kampagne „Engagiert für NRW“ weist das Innenministerium mit Innenminister Herbert Reul auf die große Bedeutung des Katastrophenschutzes hin. Der ein oder andere hat die Plakate vielleicht schon hängen sehen oder Postings in den sozialen Medien entdeckt.

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Foto: Jessica Sybertz, THW Jülich
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Gemeinsam mit den sieben Hilfsorganisationen ASB (Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.), JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.), DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V.), MHD (Malteser Hilfsdienst e. V.), DRK (Deutsches Rotes Kreuz e. V.), sowie der Freiwilligen Feuerwehr und dem THW (Technisches Hilfswerk) wurde die Imagekampagne „Engagiert für NRW“ ins Leben gerufen. Auch die Jülicher Katastrophenschützer freuen sich, dass ihr Engagement somit für die Bevölkerung sichtbarer wird.

Reul hob hervor, dass durch die Kampagne der Katastrophenschutz in der Bevölkerung als lohnendes Ziel bürgerschaftlichen Engagements stärker wahrgenommen werden soll. Ein weiteres Ziel ist die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit der Helferinnen und Helfer, die durch dieses starke Signal für das Ehrenamt im Katastrophenschutz gesteigert wird. Doch was steckt eigentlich genau hinter diesem großen Begriff „Katastrophenschutz“? Auch in Jülich engagieren sich die verschiedensten Menschen ehrenamtlich in den Hilfsorganisationen. Gemeinsam bilden sie das Netzwerk des Katastrophenschutzes in unserem Kreisgebiet. Wer auf dem letzten Jülicher Blaulichttag 2019 zu Besuch war, konnte sich die Retter und deren Equipment live anschauen. Pandemiebedingt mussten die Blaulichttage 2020 und 2021 leider ausfallen. Nichtsdestotrotz sind die Helfer weiterhin aktiv.

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Bürgermeister Axel Fuchs und Richard Schumacher, Dezernent der Stadt Jülich, freuten sich sehr über die Idee ihrer Jülicher Blaulichter trotzdem etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Für ein gemeinsames Bild vor dem Plakat zur genannten Kampagne stellt sich Herr Schumacher gerne zur Verfügung und dankte den Ehrenamtlern für ihren stetigen Einsatz für die Stadt Jülich. Gemeinsam möchten sie der Kampagne ein lokales Gesicht geben. Jülicher, die sich für Jülich und auch weit über die Kreisgrenzen hinaus ehrenamtlich engagieren kann man auf den Bildern sehen. Sie haben aus ganz unterschiedlichen Beweggründen den Weg in „ihre“ Hilfsorganisation gefunden. Die einen über den Schulsanitätsdienst, die anderen wurden „hineingeboren“ oder aber von Freunden angeworben. Manch einer fand aber auch den Weg aus Interesse und aus der Motivation heraus ein „sinnvolles“ Hobby ausüben zu wollen. Auch wenn die Aufgabenbereiche sehr verschieden sind, eins ist gleich: Jeder Helfer durchläuft eine Grundausbildung. Diese bildet die Basis aller weiterer Ausbildungen. So kommt es, dass zum Beispiel auch ein THW’ler Erste-Hilfe-Grundlagen beherrscht oder auch ein Malteserhelfer einen Feuerlöscher bedienen kann. Im Einsatzfall kann so zur Not auch der eine mal den anderen unterstützen. „Denn nur gemeinsam kann sich dieses Netzwerk ergänzen und der Katastrophenschutz in Jülich und im Land NRW funktionieren.“

Wie gut dies in Jülich funktioniert, kann man bei jedem größeren Einsatz sehen. Hand in Hand arbeiten die Ehrenamtlichen zusammen. Ein Beispiel aus der Praxis ist ein Wohnhausbrand. Die Freiwillige Feuerwehr kommt zum Löschen, das THW unterstützt beim Abstützen von Decken und Gebäudeteilen oder übernimmt die Eigentumssicherung durch Verschließen der Türen und Fenster, der Malteser Hilfsdienst sichert die Betroffenen und Einsatzkräfte mit einem Rettungswagen ab und das DRK kümmert sich um die Versorgung aller eingesetzten Kräfte und Betroffenen mit Getränken und einer warmen Mahlzeit.

„Ist das auch was für mich?“, fragt sich nun vielleicht der ein oder andere. Jeder ist willkommen. Selbst tierische Unterstützung ist gefragt. Nicht jeder muss Blut sehen oder schwere Geräte tragen können. Die Hilfsorganisationen sind so individuell wie ihre Helfer selbst. Wessen Stärke eher das Planen und Organisieren ist, der ist im Bereich Führung und Kommunikation gut aufgehoben. Handwerklich begabte fühlen sich in den technischen Bereichen wohl und wer sich lieber kümmert und kocht, der findet sich in den Betreuungs- und Verpflegungsgruppen wieder. Viele Ausbildungen und Dienstabende laufen bei den Hilfsorganisationen derzeit online ab, um die Gesundheit der Helferinnen und Helfer nicht zu gefährden. Einzig Tätigkeiten, die zum Erhalt der Einsatzfähigkeit dienen werden in Präsenz durchgeführt. Trotzdem ist bei allen ein persönliches Kennenlernen und das unverbindliche Hineinschnuppern möglich. Es muss niemand bis zum nächsten Blaulichttag auf dem Schlossplatz warten, um Kontakte zu knüpfen.

Die „Jungs und Mädels“ auf dem Plakat, Richard Schumacher und Bürgermeister Axel Fuchs und alle weiteren Einsatzkräfte würden sich sehr über Unterstützung und neue Mitglieder freuen.
Gemeinsam #EngagiertFürNRW #EngagiertFürJülich.


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