Jülichs weißes Gold im weißen Gewand

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Die „Hochzeit“ ist gelungen – so wurde die Vereinigung der zwei Silos augenzwinkernd bezeichnet. Ein Fest für’s Auge und auch vom finanziellen Aufwand her sicher mit einer Hochzeit zu vergleichen. Teuer ist vor allem der Kran, der nicht werkseigen ist und mit acht Lastwagen an den Standort Jülich gebracht wurde. Allein einen Tag beansprucht dessen Aufbau.

Der erste Versuch war gescheitert, weil Sturmtief „Frederike“ es unmöglich machte, dass der 500-Tonnen-Mobilkran die Brückenteile bis 60 Meter Höhe anhob. Freischwebend werden die Teile verbunden, eine Millimeter-Arbeit. Zwei Tage dauerte das Andocken der Brückenteile. Die 3,50 x 3 Meter großen Teile wiegen 49 bzw. 53 Tonnen. Das Silo gründet auf 220 Betonpfähle und verfügt über ein Fassungsvermögen von 51.000 Kubikmeter. Jens Nitsch, Leiter Grundproduktion meint mit skeptischem Blick gen Himmel: „Ich bin froh, wenn alles gut da oben ankommt.“

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Zwei Tage sind nötig, weil Zwischenarbeiten erledigt werden müssen. Noch während das erste Brückenteil aufgelegt wird, stehen die Mitarbeiter schon in Wartestellung, um die Stützen abzubauen und die Vorbereitungen für das zweite Teilstück zu treffen. Sie werden mittig zusammengeschraubt und dann verschweißt. Erst dann kann es an Tag 2 weitergehen. Unsichtbar für die Öffentlichkeit, so verrät Projektleiter Rolf Schulte, werden Stahlbauer nach dem „Brückenbau“ noch eine Woche beschäftigt sein, um die Innenverkleidung zu fertigen.

Vielen Dank an Olaf Kiel, der zwei Tage viele Stunden bei Kälte ausgehalten und gefilmt hat. Mit einer spektakulären Brille konnte Ulrich Palandt, Standortleiter von Pfeiffer und Langen in Jülich, die Arbeiten praktisch auf Augenhöhe verfolgen.

Lesen Sie hierzu Süße Perspektiven.

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