Start Galerie Galerie 2019 470 von 1,4 Millionen in Deutschland

470 von 1,4 Millionen in Deutschland

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470 Demonstranten zogen am Jülicher Rathaus vorbei und zeigten Flagge bei "Fridays for Future. Fotos: Dorothée Schenk
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Bunt gemischt und generationenübergreifend war die Gruppe, die am weltweit ausgerufenen Klimastreiktag #allefürsKlima am Freitag, 20. September, auf dem Schlossplatz zusammenkam, um Gesicht zu zeigen, für ihre Forderung, Klimaschutz für die Zukunft aufzustellen. Mit fantasievollen Plakaten und Transparenten ausgestattet formierte sich der zuletzt 470-Teilnehmer-starke Zug für seinen Weg über die Kölnstraße, die große Rurstraße vorbei am Rathaus und schließlich über den Marktplatz zurück zum Schlossplatz zur Abschlussskundgebung. Hier ergriff Jens-Uwe Groos, Jülicher Wissenschaftler am Forschungszentrum und Teil der Organisation „Scientists for Future“, das Mikrophon. Gemeinschaft kann etwas bewirken, war seine Botschaft, auch wenn es nicht sofort sichtbar wird. Als Beispiel führte der die Anstrengungen zum Thema Ozonloch an, das seine Generation sehr beschäftigt habe. Gleichzeitig warb Groos dafür, auch wenn die Ergebnisse des Klimakabinetts in Berlin nicht jeden zufriedenstellte, doch die Schritte in die richtige Richtung anzuerkennen.

Julian Schmitz geht das noch nicht weit genug. Die vielen verschiedenen Ansätze seien gut, und es sei gut, dass die Politik sich des Themas annehme, aber „die Zeit des bloßen Überlegens ist lange vorbei und die Zeit des Handelns ist gekommen“, rief er den Demonstrationsteilnehmern zu. Diese hatten schnell gelernt und konnten auf den Zuruf „Climate“ sofort mit „Justice“ antworten und auch die Sprechchöre „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, klappten am Ende reibungslos.

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Begeistert war das achtköpfige jugendliche Orga-Team des Jülicher Landes für Fridays for Future. Vervierfacht hatte sich die Zahl im Verhältnis zur ersten Demonstration im Mai. Erst einmal im Freundeskreis sei die Aktion verteilt worden, inzwischen sind auch Freunde von Freunden dazugestoßen. 120 Leute sind inzwischen in der Whattsapp-Gruppe. Ein Schneeballsystem. Dass die jungen Organisatoren in der Öffentlichkeitswirksamkeit noch etwas nachlegen müssen, sei dahingestellt. Der Zweitstart ist jedenfalls gut gelungen und damit, so kündigte Julian Schmitz an, ist es nicht getan. Die nächste Demonstration ist schon in Planung. Ein Datum steht allerdings noch nicht fest.


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