Start Kino Vom Unmut und „Bock auf Kino“

Vom Unmut und „Bock auf Kino“

Das Lumen, Corona und der Ziegenbock: Was es damit auf sich hat, erklären die Betreiber in ihrer Pressemitteilung.

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Foto: mastertux/pixabay
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Am 2. November gingen im Lumen Filmtheater zum zweiten Mal in diesem Jahr Corona-bedingt die Lichter aus, so wie auch in allen anderen Kinos bundesweit. Dass es landesweit und sogar weltweit bislang keinen einzigen Infektionsfall gibt, der in einem Kino entstanden ist oder überhaupt mit einem absolvierten Kinobesuch in Verbindung gebracht wurde, tröstet das Team des Lumens im Zusammenhang mit der erneuten Zwangsschließung nicht wirklich, eher steigt der Unmut. „Mit Verlaub – Kino ist nicht das Problem, das hat sich gezeigt und wurde bereits wissenschaftlich nachgewiesen! Doch das hilft im Moment wenig… Wir zahlen nun, wie viele andere auch, die Zeche für die unerträglich Unbelehrbaren. Leute mit Verstand sind gefragt, nicht kopflose Party-People und Corona-Leugner!“, gibt Lumen-Betreiber Lutz Nennmann eher resigniert an.

Die erneute Schließung ist ein Rückschlag, nicht nur wirtschaftlich. Nennmanns Kompagnon Meinolf Thies sagt: „Das macht ja auch mental etwas mit einem und so geht es unserem ganzen Team. Der deutsche Kinomarkt hatte sich nach und nach stabilisiert auf einem Niveau, das natürlich noch immer nicht ausreichend ist, um einen kostendeckenden Betrieb zu ermöglichen, dennoch: das Wochenende vor dem zweiten Lockdown war das besucherstärkste seit der Wiedereröffnung Ende Mai, trotz der Entwicklung der Infektionszahlen und der Startverschiebungen großer Blockbuster-Titel. Das zeigt uns, dass die Menschen sich im Kino sicher fühlen und auf dieses Freizeitvergnügen nicht verzichten wollen!“.

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Und genau da kommt der Bock ist Spiel. Denn sowie klar ist, dass der Lockdown tatsächlich Ende November endet und im Dezember Kino wieder erlaubt ist, läuft das Marketing der Wiedereröffnung des Lumens mit dem Slogan „Bock auf Kino“ an. Und in dem Zusammenhang steht ein Ziegenbock im Mittelpunkt, der auf dem Lumen-Logo thront – Bock auf Kino eben…

Lutz Nennmann: „Das gibt den Zustand wieder! Die ungebrochene Lust des Publikums auf Filme auf der Leinwand, den widrigen Um- ständen zum Trotz. Starke Titel wie ,Greenland‘ mit Gerard Butler und ,Yakari‘ haben zuletzt für Aufschwung gesorgt. Diese Filme kommen mit Wiedereröffnung erneut ins Programm. Dennoch ist gerade das völlig außer Kontrolle befindliche Corona-Geschehen in den USA schuld daran, dass große Hollywood-Titel immer wieder verschoben werden und die fehlen eben auch in allen anderen Kinomärkten jenseits der USA. Und solange im Weißen Haus jemand das Sagen hat, der nun wirklich nichts im Griff hat, am allerwenigsten sich und sein eigenes Handeln, solange sind wir diesbezüglich auch nicht gerade optimistisch.“

Trotzdem ist das Motto des Kinoteams kämpferisch: Aufgeben ist keine Option und den Kopf in den Sand zu stecken auch nicht. So hofft man auf den Dezember-Spielbetrieb. Bleibt es bei der angesetzten Lockdown-Laufzeit bis Ende November, würde das Lumen mit Beginn der Spielwoche ab Donnerstag, 3. Dezember, wieder starten.


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