Wer ein Kind adoptieren möchte oder selbst adoptiert wurde und Fragen zur eigenen Herkunft hat, soll künftig von einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle von Kreis und Stadt Düren betreut werden. Der letzte Kreistag vor der Sommerpause hat dafür den Weg freigemacht.
Hintergrund ist, dass sich die Aufgaben der Adoptionsvermittlung in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Neben der eigentlichen Vermittlung gehören heute die Beratung und Begleitung von Herkunfts- und Adoptivfamilien, Eignungsprüfungen sowie die Betreuung nach einer Adoption zum Arbeitsalltag. Auch immer mehr Erwachsene suchen Informationen über ihre Herkunft und wenden sich an die Adoptionsvermittlungsstellen.
Zudem gelten seit einer Reform des Adoptionsrechts strengere gesetzliche Vorgaben. So müssen die Vermittlungsstellen mit mindestens zwei entsprechend qualifizierten Fachkräften besetzt sein – eine Anforderung, die weder der Kreis noch die Stadt Düren bislang allein erfüllen.
Mit der neuen gemeinsamen Stelle sollen die gesetzlichen Vorgaben erfüllt und gleichzeitig die Beratung langfristig gesichert werden. Organisatorisch wird die Adoptionsvermittlungsstelle beim Kreis Düren angesiedelt. Die Stadt Düren beteiligt sich an den Kosten, so dass für den Kreishaushalt keine zusätzlichen Belastungen entstehen.





















