Start Magazin Geschichte/n Wir sind im Krieg

Wir sind im Krieg

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus

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Die Unteroffiziersvorschule in Jülich | Foto: Matthias Schiffer
Jülich im ersten Weltkrieg gefangen | Foto: Matthias Schiffer
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Am Gedenken an den 100. Jahrestag des Ausbruchs daes Ersten Weltkriegs in diesem Jahr kommt man nicht vorbei. Zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen thematisieren diese „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Vor allem in Deutschland scheint es einen enormen Nachholbedarf in der Auseinandersetzung mit dem „Großen Krieg“ zu geben, wie er in Frankreich und England genannt wird. Tatsächlich haben in Deutschland die Ereignisse und Folgen des Zweiten Weltkriegs die Erinnerung an die Jahre zwischen 1914 und 1918 stark überlagert. Umso mehr sind die Aktivitäten des Landschaftsverbandes Rheinland mit seinem Verbundprojekt „1914 – Mitten in Europa“ zu begrüßen. Auch in Jülich gibt es Bemühungen, die Zeit des Ersten Weltkriegs verstärkt in den Blick zua nehmen. Den Rahmen hierzu bildet das Projekt „Der Erste Weltkrieg – Euphorie und Neuanfang. Entwicklungen und Wahrnehmungen in europäischen Städten 1914 und 1918“, das vom Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen gemeinsam mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und fünf weiteren Partnern initiiert wurde (www.euphorie-und-neuanfang.de).

Jülich, im Westen des Reichs gelegen, war als Standort einer Unteroffizier- und einer Unteroffiziervorschule ganz unmittelbar vom Krieg betroffen. Zudem wurden rasch in den dem Militär zur Verfügung stehenden Gebäude Lazarette eingerichtet. Seit 1891 gab es in Jülich eine Unteroffiziervorschule, die in der Rurkaserne (Am Aachener Tor) eingerichtet worden war. Die Verlegung der Schule nach Northeim hatte man bereits 1912 beschlossen, aber erst 1916 – mitten im Krieg – umgesetzt. Die Aufnahme des Jülicher Fotografen Matthias Schiffer, der übrigens im Ersten Weltkrieg als Fotograf der Obersten Heeresleitung tätig war, zeigt die Unteroffiziervorschüler des Jahres 1914 vor der Essensausgabe. Die meisten der jungen Männer sind nach ihrer Ausbildung in den Krieg gezogen – nur ein kleiner Teil von ihnen kehrte zurück.

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