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Kinderleben wahren und retten


Kinder sind in der Medizin keine kleinen Erwachsenen, sie sind eine besondere Personengruppe, die altersgerecht versorgt und behandelt werden muss. Erst recht, wenn sie als kranke Neugeborene auf die Welt kommen oder wenn sie nach einer OP mit schweren Erkrankungen besondere Überwachung und Pflege benötigen.

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Schneiden das rote Band zur offiziellen Eröffnung der neuen Kinderintensivstation im St. Marien-Hospital Düren durch (v.l.): Dr. med. Ulrich Pohlmann (Chefarzt der Kinderklinik), Kerstin Schein-Adels (Pflegebereichsleitung der Kinderklinik), Astrid Hohn (1. stellv. Landrätin Kreis Düren), Dr. med. Axel Sauerwald (Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe), Frank Peter Ullrich (Bürgermeister der Stadt Düren), Iris Ullrich (Vorsitzende des Fördervereins der Kinderklinik und Sozialpädiatrie am St. Marien-Hospital Düren), Stephan Prinz (Geschäftsführer der Josefs-Gesellschaft), Ulrike Hoberg (Geschäftsführerin St. Marien-Hospital) und Gabi Kalkbrenner (stellv. kaufmännische Direktorin St. Marien-Hospital). Foto: Tatjana Opgenorth
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Neugeborene Kinder und ihre Eltern erhalten im St. Marien-Hospital eine Pflege in jeder Situation. Für die jährlich 22000 kleinen Patienten des Einzugsgebietes verfügt die Kinderklinik in Düren-Birkesdorf jetzt über eine hochmodern ausgestattete Kinderintensivstation, auf der bis zu zehn Eltern-Mitaufnahmeplätze eingerichtet sind.

Chefarzt Dr. Ulrich Pohlmann dankte in seiner Eröffnungsrede zunächst der Josefs-Gesellschaft, die es ermöglicht habe, „Erneuerung in jedem einzelnen Raum der Kinderklinik zu schaffen“. Er ging dann der Frage nach: Brauchen wir in Düren ein Perinatalzentrum Level 1? „Ja, unbedingt! Da wir hier eine geburtenstarke Bevölkerung haben, immerhin kommt in NRW fast ein Viertel aller Neugeborenen Deutschlands zur Welt, ist es umso wichtiger, gute Geburtskliniken zu haben. Zudem ist die Frühgeborenenrate der Region nach und nach gestiegen, da möchten wir auch Risikoschwangeren und Risikokindern eine wohnortnahe Versorgung zwischen Aachen und Köln auf höchstem Niveau bieten können. Das sieht auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann so, der unser Perinatalzentrum 2019 besucht hat und den Förderbescheid über rund 2,4 Millionen Euro persönlich überreicht hat.“

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„Wir sind sehr stolz, dass wir unseren Patienten nun 22 flexible Plätze – davon zwei Notfallaufnahmeplätze und bis zu acht vollausgestattete Beatmungsplätze, die wir flexibel nutzen können – für pädiatrische und neonatale Intensivmedizin (Perinatalzentrum Level 1) oder auch Isolierpatienten anbieten können. Durch den Raumgewinn auf dem neuen Stationsflur und durch eine bedarfsorientierte Bettenzuordnung auch der Mutter-Kind-Plätze können wir so eine deutlich höhere Kapazität zur Verfügung stellen als zuvor. Auch die Anzahl an Isolierzimmern haben wir vervierfacht“, freute sich Ulrike Hoberg, Geschäftsführerin des St. Marien-Hospitals, in ihrer Begrüßungsrede.

Ulrike Hoberg und Gabi Kalkbrenner (beide hinten) überreichen den Verantwortlichen der Kinderklinik, Dr. med. Ulrich Pohlmann und Kerstin Schein-Adels, eine Eröffnungstorte als Zeichen der Anerkennung und des Dankes. Foto: Tatjana Opgenorth

Um künftig eine optimale Versorgungsqualität für Früh- und Neugeborene sowie für schwer erkrankte Kinder auch in den Wintermonaten gewährleisten zu können, wurde zuerst die neue Kinderintensivstation im Rahmen des großen Bauprojekts „Kinderklinik“ verlagert und im Hauptgebäude an die Geburtshilfe „angeschlossen“. So entsteht jetzt ausreichend Platz für die Neugestaltung des dreistöckigen Kinderhauses mit geplantem Ambulanzbereich im Erdgeschoss für Sprechstunden, MVZ-Praxis und Notfallversorgung (ZNA).

Anschließend dankte sie vor allem Dr. Ulrich Pohlmann (Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin) und Kerstin Schein-Adels (Pflegebereichsleitung der Kinderklinik) und dem gesamten Team der Kinderklinik, „die sich über viele Jahre mit sehr viel Herzblut für die Baumaßnahmen eingesetzt und unermüdlich mit geplant und getüftelt haben“.

Anschließend sprach Stephan Prinz als Vertreter und Geschäftsführer der Josefs-Gesellschaft, dem katholisch-gemeinnützigen Träger des Hauses: „Die neue Kinderintensivstation ist das Ergebnis harter Arbeit, fachlicher Expertise und vor allem der Leidenschaft, die Gesundheit und das Leben von Kindern zu schützen. Wir haben hier nicht nur eine hochtechnisierte Ausstattung und erstklassige Fachkräfte, sondern auch eine Umgebung geschaffen, in der sich Kinder und ihre Familien willkommen fühlen.“

Nach einer kurzen Ansprache von Dr. Axel Sauerwald, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, der vor allem die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Geburtsklinik im Perinatalzentrum lobte („Wir bieten hier familienfreundliche Technik und Unterbringung sowie Hochleistungsmedizin, kombiniert mit menschlicher Zuwendung durch ein hervorragend ausgebildetes, großes Team“), schilderte Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin, ihre persönlichen Eindrücke, die sie während eines ersten Rundgangs durch die neuen Räumlichkeiten gewonnen hatte: „Ich bin angetan von Hoffnung und Freude, dass es diese neue Kinderintensivstation hier nun gibt; gleichzeitig habe ich aber auch die Härte gespürt, die auf solch einer Station immer wieder auftritt. Umso mehr freue ich mich über die modern ausgestatteten Räume und die hochspezialisierten Ärzte und Pflegekräfte, die mit ihrer Leidenschaft für erkrankte Kinder einem das Gefühl der Sicherheit geben.“

Astrid Hohn (r.) lässt sich von Magdalene Wiesner, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am St. Marien-Hospital, die neue Kinderintensivstation zeigen. Foto: Tatjana Opgenorth

Dass die neue Kinderintensivstation im St. Marien-Hospital schon vor dem Umzug der noch für kurze Zeit im alten Gebäude untergebrachten kranken oder überwachungspflichtigen Säuglinge ein Raum mit positiver Wirkung ist, zeigte sich bei den sich anschließenden Gruppenführungen, den Gesprächen am kalten Büffet und der insgesamt guten, hoffnungsvollen Stimmung. So bestätigte die Eröffnungsfeier bereits die Vision von Stephan Prinz: „Ich bin zuversichtlich, dass diese Kinderintensivstation ein Ort sein wird, an dem Leben gerettet werden, Familien gestärkt werden und Hoffnung gedeiht.“


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