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Kooperation für optimierte Geburtshilfe

Das St. Marien-Hospital Düren hat einen Kooperationsvertag mit dem Birkesdorfer Hebammenteam unterzeichnet. Mit dem neuen Dienst-Belegsystem im Birkesdorfer Krankenhaus soll für eine intensive Betreuung rund um die Geburt gesorgt werden.

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Hand in Hand für eine intensive und optimierte Geburtshilfe und Nachversorgung im St. Marien-Hospital Düren. Von links: Dr. med. Tiana Rühl (Sektionsleitung Geburtshilfe und Pränataldiagnostik), Sarah Berger (Leitende Hebamme), Ulrike Hoberg (Geschäftsführerin), Bettina Wegner (Bereichsleitung Gynäkologie und Geburtshilfe) und Gabi Kalkbrenner (Stellvertretende Kaufmännische Direktorin). Foto: Tatjana Opgenorth
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Mehr Vorteile und eine individuellere Betreuung für Schwangere, mehr Selbstbestimmung und Flexibilität für Hebammen und mehr Zukunftssicherheit soll es für die Geburtsklinik in Birkesdorf geben: Zum 1. Juni haben das St. Marien-Hospital Düren und die dort bislang angestellten Hebammen einen Kooperationsvertrag über ein neues Dienst-Belegsystem unterschrieben. Ab sofort übernehmen die Hebammen die komplette Organisation im Kreißsaal und arbeiten als freiberufliche Kooperationspartnerinnen des Krankenhauses im Drei-Schicht-System. Aufgrund des neuen Betreuungsschlüssels und der Selbstorganisation der Hebammen können die werdenden Mütter und ihre Kinder zeitlich intensiver und vielseitiger betreut werden. Gleichzeitig kann die seit Jahren etablierte und gute Zusammenarbeit mit dem medizinischen und dem pflegerischen Team des Krankenhauses weiter ausgebaut und verbessert werden – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, betont die Josefs-Gesellschaft in einer Pressemitteilung.

„Als Krankenhaus mit der höchsten Versorgungsstufe für Schwangere, Risikoschwangere und Frühgeborene mit Perinatalzentrum Level 1 haben wir den Anspruch, dass die werdenden Mütter mit ihren Babys bei uns bestmöglich versorgt werden. Mit dem neuen Dienst-Belegsystem steht uns ab sofort ein deutlich größeres Hebammenteam zur Verfügung, wodurch wir unseren Patientinnen eine bessere und stabilere Betreuung anbieten können“, freut sich Geschäftsführerin Ulrike Hoberg und fügt hinzu: „Damit ist die Geburtsklinik am St. Marien-Hospital nachhaltig zukunftsfähig, denn durch die größere Selbstbestimmung unserer Kooperationspartnerinnen bleibt unser Kreißsaal attraktiv – bei dem derzeitigen Hebammenmangel ein wichtiges Signal!“ So würde das St. Marien-Hospital mit dem neuen Konzept erneut unterstreichen, dass es das Geburts- und Kinderzentrum in der Dürener Region sei, aber auch ein Vorreiter in der modernen Geburtshilfe.

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Was sich für die Beleghebammen und damit auch für die Patienten ändert, beschreibt Sarah Berger, die seit dem 1. Januar Leitende Hebamme im St. Marien-Hospital ist: „Zunächst einmal: Unser Angebot bleibt gleich, wir haben nun jedoch mehr Zeit, uns noch vielseitiger und intensiver um die Schwangeren zu kümmern. Wir arbeiten wie bisher nach einem festen Dienstplan im Drei-Schicht-System. Neu ist, dass eine Hebamme von nun an nur zwei Gebärende parallel und bei Bedarf eine dritte für maximal eine Stunde betreuen darf, wodurch noch mehr Zeit für eine individuelle und liebevolle Geburtsbegleitung bleibt. Zudem kann sie ihre erbrachte Leistung direkt mit den Krankenkassen abrechnen.“

Gleichzeitig könnten sie jederzeit aus dem großen Pool des Birkesdorfer Hebammenteams weitere Kolleginnen hinzurufen, sagt Berger, die seit acht Jahren im St. Marien-Hospital als Hebamme tätig ist. Ihr Fazit: „Der Vorteil des Kooperationsvertrags für die werdenden Mütter liegt also in einem besseren Betreuungsschlüssel durch freiberufliche, motivierte Hebammen, die in einem etablierten Krankenhaus mit einer großen Abteilung für Geburtshilfe und einer Kinderklinik mit Intensivstation eng zusammenarbeiten.“ Hierin sieht sie auch einen großen Vorteil für ihre Kolleginnen, die an guten Arbeitsbedingungen in einem vielschichtigen und interessanten beruflichen Umfeld interessiert sind.

„Die Menschen bleiben dieselben – nur die Struktur ändert sich“
Auch Dr. med. Tiana Rühl, Sektionsleitung Geburtshilfe und Pränataldiagnostik am St. Marien-Hospital, freut sich über das neue Konzept: „An der bisherigen guten Zusammenarbeit zwischen Geburts- und Kinderklinik, die bislang auf dem kurzen Dienstweg sehr gut funktioniert hat, wird sich nichts ändern, sie wird vielmehr noch intensiviert und verbessert. Die Menschen bleiben dieselben, es ändert sich nur etwas in der Struktur, um allen gerechter zu werden.“ So könnten sie auf den gewachsenen, erprobten Strukturen aufbauen und die langjährigen Erfahrungen als großes Team in das neue Konzept integrieren.

Die Oberärztin abschließend: „Wir setzen derzeit alles daran, noch mehr Zeit und Nähe für unsere Patientinnen zu schaffen – sowohl im Kreißsaal durch das neue Birkesdorfer Hebammenteam als auch durch den Umbau der Kinderklinik. So wird die Kinderintensivstation in Kürze in direkter Nähe zum Kreißsaal liegen. Das heißt, dass auch die Betreuung der Mütter mit Frühgeborenen und Risikokindern nach der Geburt noch intensiver gestaltet werden kann. Wir wachsen quasi alle noch mehr zusammen – für eine noch intensivere und optimierte Geburtshilfe und Nachversorgung!“

Laut Josefs-Gesellschaft sind die Vorteile für Patienten, Hebammen, Ärzte und Pflegekräfte neben dem neuen Betreuungsschlüssel, dass Hebammen mehr Zeit für eine intensive und liebevolle Geburtsbegleitung haben und mehr Selbstbestimmtheit, Flexibilität und Wertschätzung erhalten. Das soll für eine steigende Zufriedenheit sowohl für die betreuten Frauen als auch für die Hebammen sorgen. Außerdem sollen zusätzliche Sprechstunden sowie vor- und nachsorgende Leistungen für Frauen ab der sechsten Schwangerschaftswoche angeboten werden. Die Kooperation soll für Zukunftssicherheit für die Geburtsklinik am St. Marien-Hospital stehen.


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