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Lightpainting oder Malen mit Licht

Michael Greve war mit Kindern und Jugendlichen in der Festung Zitadelle unterwegs und hat "mit Licht gemalt". Wie das funktioniert, erläuert er selbst in diesem Beitrag.

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Foto: Museum Zitadelle
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Malen bedeutet nicht nur Farbe auf Papier oder Leinwand zu bringen, man kann auch wunderbar mit Licht malen. Auf dieser Grundlage wurde der Workshop Bestandteil des Kulturrucksacks. Diese Technik wird meist von experimentierfreudigen Fotografen verwendet, doch sie ist auch für Kinder ab einem gewissen Alter wunderbar geeignet. Die Sendung mit der Maus war auch schon mit Lichtmalerei dabei. Sachgeschichte: Lichtelefant.
Die wesentlichen Faktoren sind der spielerische Umgang mit Licht, Farbe und Bewegung, ohne dabei sofort das Ergebnis zu sehen. Das erst liefert mit Zeitverzögerung die Kamera. Es gibt keine Korrekturen, sondern nur die Wiederholungen. Der Workshop bestand im Wesentlichen aus zwei Abschnitten. Im ersten Teil ging es um die technischen und praktischen Grundlagen. Es wurden die technischen Geräte vorgestellt und die ersten Versuche bei wenig Licht durchgeführt.

Foto: Museum Zitadelle

Zur Technik: Die Aufnahmen sind allesamt Langzeitbelichtungen im Bereich von zirka 10 bis 45 Sekunden. Dabei wird eine kleine Blendenöffnung gewählt, und die ISO-Einstellung sollte auch möglichst niedrig sein (50-100). Als Kamera eignen sich alle, die diese entsprechenden Einstellungen ermöglichen. Ein Smartphone ist nicht empfehlenswert, da diese Geräte selten über solche Möglichkeiten verfügen. Als Lichtquellen dienen in erster Linie LED-Taschenlampen und farbige LED-Lichter. Um die entsprechenden Farbeffekte zu erreichen, werden die Taschenlampen meist umgebaut. Viele farbige Gegenstände aus dem Alltag wie farbige Flaschen und Röhren finden dort Anwendung. Auch typische Partylichter und alles, was farbig blinkt und leuchtet, werden in diesem Zusammenhang verwendet.

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Die Aufnahmen leben auch besonders von der Bewegung und sind selten statische Aufnahmen. Daraus ergibt sich, dass man eine gewisse Choreografie planen muss. Auch das wurde schon im ersten Teil ein wenig geübt.

Der zweite Teil fand in den Gängen der Johannes-Bastion der Zitadelle statt. Nach dem Aufbau der Kameras konnte es losgehen. Die Kinder konnten sich aussuchen, mit welchen Lichtwerkzeugen sie arbeiten wollten. Einige hatten auch Freude daran, mit Licht zu schreiben. Das ist nicht so einfach, denn es funktioniert nur dann gut, wenn man mit dem Rücken zur Kamera gewandt die entsprechende Lampe in Richtung Kamera führt. Von besonderer Bedeutung waren Zusammenarbeit und Abstimmung in den gerade aktiven Gruppen. Es wurde mit drei Gruppen parallel gearbeitet, so dass es große Variationsmöglichkeiten gab. Bei den Kindern kam keine Langeweile auf, da sie immer etwas anderes ausprobieren konnten.

Foto: Museum Zitadelle

Der Workshop lief über zwei Termine. In beiden Veranstaltungen sind wirklich gute Ergebnisse entstanden. Auch die Rückmeldung über die Eltern war durchweg sehr positiv. Die entstandenen Fotos wurden aufbereitet und mündeten in einer 40-seitigen Broschüre, die allen zur Verfügung gestellt wurde. Auch Wünschen nach einzelnen Bildern wurde nachgekommen. Die Organisatoren wünschen sich, dass Interessierte aus dem Erwachsenenbereich, die Freude an solchen Experimenten oder Veranstaltungen hätten, sich engagieren. Denkbar sind auch Gruppen unterschiedlicher Zusammensetzung. Im Übrigen: Light-Paintingsfotos sind auch oft in der Werbung präsent.


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