Start Stadtteile Jülich Der Meistermacher wir 90 Jahre alt

Der Meistermacher wir 90 Jahre alt

An diesem Ostersonntag feiert Martin Luppen seinen 90. Geburtstag. Sein Name ist untrennbar mit einer der größten Erfolgsgeschichten des Jülicher Fußballs verbunden. Er führte die Mannschaft vom SC Jülich 1910 zu drei Deutsche Amateurmeisterschaften in Folge – 1969, 1970 und 1971.

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Martin Luppe, 2019 bei der "Meisterfeier" in Jülich. Foto: Dorothée Schenk
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Martin Luppen wird, so ist aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreise zu hören, einige Überraschungsgäste zu seinem 90. Geburtstag empfangen können: Eine kleine Delegation seiner „Meisterspieler“ aus Jülich hat sich auf den Weg in Richtung Frankfurt zum Geburtstagskind gemacht. Anlässlich der Jubiläums-Amateuermeisterfeier 2019 hatte Zehnerchef Michael Lingnau Martin Luppen als genialen Cheftrainer, Meister seines Fachs und Trainerlegende gewürdigt.

Kein Wunder, denn als Luppen 1968 das Traineramt des Traditionsvereins übernahm, entwickelte sich die Mannschaft schnell zu einem der prägenden Teams im Amateurfußball. Zwischen 1969 und 1971 gewann Jülich dreimal in Folge die Deutsche Amateurmeisterschaft. Martin Luppen galt als akribischer und zugleich ruhiger Trainer, der großen Wert auf taktische Disziplin und eine gute Vorbereitung legte. Mit vergleichsweise wenigen Trainingseinheiten formte er eine eingespielte Mannschaft, in der jeder Spieler seine Rolle kannte. Dabei verstand er es, die Stärken der einzelnen Akteure gezielt einzusetzen und ein funktionierendes Team zu entwickeln.

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In Erinnerung dieser Momente hatte Martin Luppen zum 50. Jubiläum des Amateurmeistertitels aus dem Nähkästchen geplaudert. Er erzählte von Heinz Osenberg, „der körperlich klein, spielerisch ein Riese“ war, vom modernen Spiel Peter Kosprds, das das Spiel der Bayern vorweg genommen hätte, von Pelzer, den er „den VW“ nannte, denn „er läuft und läuft und läuft“. Er erinnerte an den Obmann Joseph Krott, „ein Mann der immer nah an der Mannschaft war und auf den man sich verlassen konnte“, Günter Kuhn, „der Allgegenwärtige, der immer alles regelte“, Rainer Schilde, der Co-Trainer und im besten Sinne Berater Martin Luppen machte den Jülichern aus diesem Anlass eine Liebeserklärung: „Ich hab so einige Vereine trainiert, Fortuna Köln, Hertha BSC, Bonner SC aber meine sportliche Heimat ist Jülich 10. Hier bin ich zu Hause, hier gehöre ich hin.“

Nach der Saison 1983/84 bei Hertha BSC hatte Martin Luppen seine Trainerlaufbahn beendet.


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