
Die Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Jülich, Uschi Hensen, begrüßte neben den Kolleginnen der Beratungsstelle den Superintendenten des Kirchenkreises Jülich, Pfarrer Jens Sannig, Gabi Borchert (Leiterin des PBZ Düren), Jean-Jacques Badji (Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung), Schulreferentin Pfarrerin Bernhild Dankert und andere ehemalige und aktuelle Weggenossinnen und Weggenossen von Birgitt Lux.
Superintendent Sannig dankte der scheidenden Leiterin der Beratungsstelle für ihren Dienst an den ihr anvertrauten Menschen. Mit ihrer tatkräftigen Hilfe habe sich die Beratungsstelle neu aufgestellt und ein neues Gesicht nach außen bekommen. Sie habe das Thema „sexualisierte Gewalt“ angepackt, die Bearbeitung im Kirchenkreis mit gestaltet und hilfreiche Strukturen entwickelt – und dies, lange bevor die Landeskirche sich des Themas angenommen habe.
Mit Leidenschaft und Herz habe sie sich um ihre Klientel gekümmert und für viele einen Weg in die Selbständigkeit ermöglicht. Dabei wurden betreute Kinder gewissermaßen zu „ihren Kindern“. Der Kirchenkreis nehme schweren Herzens Abschied, danke ihr ganz herzlich für ihren Dienst und wünsche ihr einen erfüllten und gesegneten Ruhestand.
Die Geschäftsführerin der Diakonie beleuchtete den Werdegang der scheidenden Kollegin. Krankenschwester, OP-Schwester, Diplom-Heilpädagogin, Erziehungs- und Familienberaterin. Ein Berufsweg voller Veränderungen und Herausforderungen. Sie habe 1999 als Honorarkraft für die heil- und sonderpädagogische Förderung von Kindern und Jugendlichen bei der Diakonie begonnen um dann 2001 eine Festanstellung als Heilpädagogin zu bekommen. Im November 2015 sei sie Leiterin der Jülicher Beratungsstelle geworden.
„Du hast viel bewirkt in deiner Tätigkeit als Leiterin der Beratungsstelle und fachlich hohe Standards entwickelt. Dabei hattest du stets schwierige Themen zu bewältigen. Dir war es immer wichtig – egal bei welchem Thema- Qualitätsstandards zu entwickeln und fortzuschreiben. Deine Stärke war stets, alles Handeln konzeptionell zu verankern. Du hast immer qualitativ hochwertig inhaltliche Konzepte entwickelt.“
„Heute ist der 20. März. Das ist Frühlingsanfang. Ich denke, wir hätten das Datum für diese Feierstunde nicht treffender wählen können. Schlussstrich – Winter ade und Neubeginn – Frühlingsanfang. Mit dem heutigen Datum ist es amtlich, du gehst ohne uns, ohne die Beratungsstelle in deine „neue“ Zukunft.“ Sie gab ihrer Kollegin ein herzliches Dankeschön und einen irischen Segenswunsch für ihren Ruhestand mit auf den Weg.
Die Kommissarische Leiterin der Beratungsstelle blickte zurück auf gut 10 gemeinsame Jahre mit Birgitt Lux. Die Beratungsstelle sei für ihre Chefin nie nur ein Arbeitsplatz, sondern eine Herzensangelegenheit gewesen. Die Zeit mit ihr sei geprägt gewesen von ihrer fachlichen Klarheit und ihrer Fähigkeit zur Teambildung. „Du hast den Generationenwechsel nicht nur begleitet, sondern aktiv gestaltet.“ Auch die Vernetzung mit anderen Beratungsstellen und anderen Akteurinnen habe sie ins Werk gesetzt, nicht zuletzt den guten Kontakt mit den Familienzentren.
„Du warst offen für andere Perspektiven, warst interessiert an neuen Ideen, hast hinterfragt… Und bei aller Fachlichkeit hast du das Wichtigste nie aus dem Blick verloren: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hatten immer Priorität. Die Menschlichkeit unserer Arbeit stand für dich stets im Fokus.“
Gabi Borchert, Leiterin des Psychologischen Beratungszentrums (PBZ) der Evangelischen Gemeinde zu Düren, war mit Birgitt Lux über einen langen Zeitraum beruflich verbunden. Sie erinnere sich gerne an die halbjährlichen Treffen der beiden als jeweilige Leiterin einer Beratungsstelle. „Weil so vieles neu war und wir ähnliche Fragen und Herausforderungen hatten, habe ich unsere Treffen immer als sehr offen, vertraulich und konstruktiv in Erinnerung und es war eine Wohltat zu sehen, dass es uns sehr ähnlich ging. Und so gab es weitere Treffen über die Jahre hinweg und einen Austausch über Entwicklungen, über Projekte, über gute Entwicklungen und auch über schwierige Situationen.“
Sie habe ihre Kollegin immer sehr unterstützend, interessiert, anteilnehmend und vertrauensvoll erlebt. Bei schwierigen Situationen habe sie nach neuen Wegen gesucht hast und sie auch gefunden. Genau das „wünsche ich dir von Herzen auch für Deine Zukunft“!
Als letzte Rednerin brachte Birgitt Lux ihren vielfältigen herzlichen Dank zum Ausdruck. Sie dankte für eine sinnerfüllte Tätigkeit; für die gute Zusammenarbeit und das Wohlwollen im Team, das sie in all den Jahren getragen habe; für den Humor in der Beratungsstelle; für das Vertrauern der Klient*innen, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen; für die gute Unterstützung durch die Geschäftsführung und den Vorstand der Diakonie; für das Vertrauen durch den Superintendenten; für die Unterstützung durch die Kooperationspartner; für das gute Miteinander im Peter-Beier-Haus mit Schulreferat, Jugendreferat und Erwachsenenbildung.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein gab es ausreichend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und Begegnungen.


















