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Um Erfolg ringen

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Efe Atak. Foto: privat
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Efe Atak ist 18 Jahre alt, kommt aus Jülich und ist Ringer beim TuS Aldenhoven Ringen 1969 e.V. In diesem Jahr hat er sein Abitur gemacht – und neben der Schule beeindruckende sportliche Erfolge gefeiert: Efe wurde bereits zweimal Deutscher Meister im Ringen. Den ersten Titel holte er sich im April letzten Jahres, der zweite folgte im März dieses Jahres.

Auch bei den Landesmeisterschaften war Efe in den vergangenen Jahren stets erfolgreich – dort gewann er regelmäßig den Titel. Ein internationales Turnier in Österreich hat er ebenfalls schon gewonnen. Und sogar bei der Europameisterschaft im letzten Jahr nahm er bereits teil.

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Dass Sport, besonders das Ringen, zu seinem Leben gehört, macht Efe deutlich klar: „Ich ringe eigentlich schon mein ganzes Leben lang.“ Ringen – eine Sportart, die man nicht alltäglich hört. Wie kam Efe also dazu? „Mein Vater hat mich früher immer mitgenommen. Er ringt heute immer noch – nicht mehr so aktiv wie früher, aber er ringt noch.“ Nach einer Pause von ungefähr ein bis zwei Jahren fing Efe mit 15 wieder an – und entdeckte seine Freude am Ringen neu. Eigentlich hätte Efe in diesem Jahr auch an der U20-Ringer-Weltmeisterschaft im August in Samokov, Bulgarien, teilnehmen sollen. Er war sogar für die WM nominiert. Warum er letztlich nicht dabei sein konnte, erklärt er selbst: „Ich bin dieses Jahr leider nicht dabei. Ich konnte auch nicht zur Europameisterschaft wegen meinem Abi. Nächstes Jahr dann hoffentlich.“

Foto: privat
Was steht als Nächstes an – sportlich gesehen? „Im besten Fall werde ich nächstes Jahr erst mal wieder Deutscher Meister, dann kommt die Europameisterschaft und dann die Weltmeisterschaft.“ Aber auch schulisch ist für Efe noch nicht Schluss. Mit dem frischen Abitur in der Tasche plant er, ein Sportstipendium in den USA anzunehmen: „Für mich ist das die beste Möglichkeit, sportlich weiterzukommen. Ich kann da jeden Tag trainieren und das mit der Schule dann verbinden.“

Auf die Idee mit dem Stipendium kam Efe durch einen Kollegen seines Trainers. Eine Agentur namens Scholarbook übernimmt die Vermittlung an amerikanische Universitäten: „Die Agentur hat dann die Kontakte nach Amerika. Man wird dann vermittelt – oder eher gesagt promotet – an die Trainer der Unis. Und wenn du Glück hast und es meldet sich jemand, dann kann man mit denen sogenannte Scholarships – zu Deutsch: Stipendienverträge – aushandeln.“ Man kann sich auch seinen eigenen Studiengang aussuchen. Efe hat sich übrigens für etwas Wirtschaftliches entschieden – er würde gerne International Business studieren. Wenn alles gut läuft, ist er mit dem Stipendium schon in drei bis vier Jahren fertig. Das erste Semester wird im US-Bundesstaat Kentucky sein. „Das ist so ähnlich wie beim Fußball“, erklärt Efe. „Man kriegt Angebote und kann dann zu besseren Unis wechseln, und ich wechsle dann wahrscheinlich danach nach South Carolina.“ Sein Wunschort wäre entweder Los Angeles oder New York. „Da gibt es auch ganz gute Ringerschulen beziehungsweise Unis“, fügt Efe noch hinzu.

Zu den Ferien im Winter und Sommer wird Efe dann aber wieder in Deutschland sein – und natürlich auch zur Deutschen Meisterschaft, für die er dann ebenfalls wieder antreten wird.

Efe Atak ist ein junger Sportler mit klaren Zielen – auf und neben der Matte. Man darf gespannt sein, wie sein Weg weitergeht.


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