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Mit Bodypercussion Sprache vermittelt

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Foto: Oliver Garitz
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Der Deutsch-Französische Tag war am 22. Januar und erinnert an die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Er geht auf den Élysée-Vertrag von 1963 zurück, mit dem beide Länder beschlossen haben, eng zusammenzuarbeiten. An diesem Tag gibt es unter anderem oft Aktionen in Schulen. In diesem Rahmen kam Christina Buse, Französisch- und Musiklehrerin des Gymnasiums der Zitadelle, auf die Idee, für alle Französischklassen ab der siebten Klasse einen Workshop anzubieten, der sowohl die französische Sprache als auch Musik vermittelt.

Zu Gast war das französische Duo „Les Sales Gosses“, bestehend aus Marie-Amélie Vivies und Silvère Vaulion, das bereits an verschiedenen französischen und deutschen Schulen Ateliers geleitet hat. Begleitet wurden die Workshops immer von Akkordeon und Violine. Im Workshop mussten die Schüler das Chanson „Cyclamens“ (Alpenveilchen) einstudieren, das vom Akkordeonspieler des Duos, Silvère, geschrieben wurde – ursprünglich für den Damenchor von Marie. Die Botschaft des Songs handelt von Zusammenhalt und Gemeinschaft. Die Schüler übten das Chanson im dreistimmigen Chor auf Französisch, setzten Body Percussion als Schlagzeugersatz für den Rhythmus ein und führten das Lied später gemeinsam mit allen Schülern sowie mit mitgebrachten Blasinstrumenten vollständig auf.

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Auf die Idee für den Workshop kam Christina Buse, als sie für ihren Französischkurs nach einem Projekt suchte. Dabei wurde sie erneut auf den Deutsch-Französischen Tag aufmerksam, den sie noch aus ihrer früheren Schule kannte. Damals war sie zufällig vor Ort, als die Veranstaltung stattfand, und erlebte, wie vier eingeladene Musiker Body Percussion spielten – rhythmische Klänge, die mit dem eigenen Körper erzeugt werden, zum Beispiel durch Klatschen, Stampfen oder Schnipsen – und dazu sangen. Als sie hörte, dass so etwas wieder angeboten wird, dachte sie sich: „Das passt doch.“

Besonders der Teil mit der Body Percussion faszinierte die Lehrerin: „Den Körper mit Body Percussion zu integrieren, ist für Jugendliche wie ein Knopf, den man öffnet, damit sie sich selbst öffnen. Das hat man heute gesehen. Jugendliche, die im Unterricht sonst sehr still und unmotiviert sind, lachten, bewegten sich und freuten sich. Es war einfach unglaublich toll – für mich ein tolles Erlebnis.“ Auch Sängerin Marie-Amélie Vivies sieht die Entwicklung der Schüler sehr positiv: „Wir haben die Entwicklung der Schüler gesehen. Am Anfang waren sie etwas schüchtern, dann haben sie sich geöffnet. Sie haben angefangen zu lachen und zu lächeln. Das fanden wir richtig gut.“

„Für mich war es eine Begegnung, bei der man einmal wirklich etwas Französisches erlebt hat. Frankreich ist im Alltag kaum präsent. Die Schüler sind meist von Englisch oder Spanisch umgeben – sei es bei YouTube oder im Unterricht. Sie wählen fast immer Spanisch. Das Ziel war, ihnen die Sprache über Musik und Kultur zu vermitteln. Über das Singen und die Musik soll der Zugang zum Französischen geschaffen werden,“ gibt Christina Buse den Schülern mit dem Workshop mit.

Das Gymnasium der Zitadelle hat den Workshop mit Unterstützung des Institut français d’Aix-la-Chapelle aus Aachen veranstaltet. Im Zusammenhang mit dem Deutsch-Französischen Tag organisiert das Institut jedes Jahr thematische Ateliers und Projekte in Schulen, um die französische Sprache und Kultur zu fördern. Da der Workshop den Schülern offensichtlich viel Spaß gemacht hat und Christina Buse die Verbindung von Sprache und Musik besonders wichtig ist, möchte sie in Zukunft häufiger solche Workshops anbieten.


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