Start Stadtteile Jülich Der Frieden ist ein Marathon

Der Frieden ist ein Marathon

Rund 1300 Jungen und Mädchen sind am Freitag, 2. Oktober, für Friedensprojekte im Nahen Osten, in der Ukraine und weiteren Konfliktregionen in der Jülicher City unterwegs.

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Um 9.45 Uhr hebt sich der Banner zum 13. Friedenslauf in Jülich. Foto: Dieter Benner/ Archiv
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Unter dem Motto „Frieden beginnt mit deinem nächsten Schritt!“ gehen am Freitag, 2. Oktober, Schülerinnen und Schüler an den Start. Am Marktplatz beginnt der 13. Jülicher Friedenslauf, bei dem Spenden für die Friedensarbeit der internationalen Friedensorganisation Pro Peace gesammelt werden.

Neun Schulen nehmen am Friedenslauf teil: Promenadenschule, GGS Jülich-Nord mit den beiden Standorten Jülich und Welldorf, die Koslarer Grundschule, Gymnasium Zitadelle, Schirmerschule, Stephanus-Schule, Mädchengymnasium Jülich und das Berufskolleg Jülich. Während die Mädchen und Jungen ab 9.30 Uhr zwei Stunden lang rund um den Jülicher Marktplatz unterwegs sind, können Interessierte am Infostand Näheres über die Arbeit von Pro Peace erfahren.

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Die Schulband der Schirmerschule wird ab 9.25 Uhr auf der Bühne auftreten und für gute Stimmung sorgen. Schirmherren sind dieses Jahr Bürgermeister Axel Fuchs und Dezernent Thomas Mülheims. Thomas Mülheims wird die Schülerinnen und Schüler um 9.40 Uhr persönlich auf dem Marktplatz begrüßen. Außerdem sind in diesem Jahr die Theaterpädagogin Heike Werntgen und der KiKa-Moderator FUG auf der Bühne zu sehen. Das Startbanner wird um 9.45 Uhr gelüftet.

Hinweis: Im Rahmen des Friedenslaufes kommt es am Lauftag zu Straßensperrungen und Halteverbotszonen von 7 bis 15 Uhr. Betroffen sind Kleine Rurstraße, Grünstraße, Raderstraße, Kapuzinerstraße, Schloßstraße, Kölnstraße, Stiftsherrenstraße. Der Anlieferverkehr muss bis 8 Uhr abgeschlossen sein.

Mit dem Erlös des Friedenslaufs unterstützt die Schülerschaft die Friedensarbeit von Pro Peace. In diesem Jahr stehen dabei die Friedensprojekte im Libanon, in Israel und Palästina, in der Ukraine und im westlichen Balkan im Fokus.

Im Libanon nutzt Pro Peace zusammen mit der Partnerorganisation Al Midan ebenfalls Sport, um Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Konflikten näherzubringen. Bei dem Projekt „Sports for Peace“ spielen muslimische Jugendliche aus dem Ort Al-Mankoubin mit christlichen Jugendlichen aus Zgharta.

Dadurch lernen die Jugendlichen in realen, aber auch spielerischen Situationen, wie Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Außerdem gewinnt Fairness eine wichtige Bedeutung.

In Israel und Palästina setzt Pro Peace auf eine Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Ein Beispiel ist das jüdisch-arabische Kulturzentrum Beit Ha’Gefen. Durch den interkulturellen Austausch gewinnen die Jugendlichen neue Perspektiven und blicken hoffnungsvoller in die Zukunft.

Auch in der Ukraine liegt der Fokus der Friedensarbeit bei Kindern und Jugendlichen auf Schulen. Durch die Stärkung und Unterstützung von Lehrkräften gewinnen diese einen besseren Umgang mit traumatisierten Kindern. Somit bleibt trotz eines immer noch andauernden Krieges ein Stück Realität und Normalität in den Klassenzimmern.

Im westlichen Balkan steht der kulturelle Austausch im Vordergrund. Bei den Sommercamps kommen Jugendliche aus verschiedenen Regionen zusammen und können durch gemeinsamen Sport, Workshops und Gespräche Vorurteile überwinden und Freundschaften schließen. Die Begegnung mit Jugendlichen aus anderen Regionen schafft neue Perspektiven und stärkt das gegenseitige Verständnis.

Pro Peace stärkt Friedensbildung in Deutschland und in Ländern, die von Krieg und gesellschaftlichen Konflikten geprägt sind. Damit die Jülicher Kinder und Jugendlichen verstehen, wofür sie laufen, bietet Pro Peace den teilnehmenden Schulen friedenspädagogische Workshops an.

Darin setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Frieden auseinander. Sie lernen, Konflikte konstruktiv zu lösen und sich gegen Gewalt und Ausgrenzung stark zu machen. Mit interaktiven Methoden stärkt Pro Peace ihre Friedensfähigkeit und ermutigt sie, sich selbst für Frieden zu engagieren und gewaltfrei mit Konflikten umzugehen.


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