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Frischer Wind in der Stadthalle

Theater der Stadt Jülich

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Theater der Stadt Jülich | Foto: HZG
Theater der Stadt Jülich | Foto: HZG
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„Na, wer ist denn das?“, hörte man kürzlich die verwunderten Besucher des Jülicher Theaters fragen, als zehn junge Menschen in schwarzen T-Shirts mit dem Logo der Stadt Jülich die alt ehrwürdige Stadthalle belebten. Mit freundlich charmantem Lächeln empfingen sie die Gäste nicht nur am Eingang, sondern auch an der Garderobe, am Sektstand sowie am Einlass.

Und, um wen handelt es sich nun? Das sind die Mitglieder des neuen Theaterensembles „Theater der Stadt Jülich“, das bald schon auf der Bühne der Stadthalle Premiere feiern wird. Ein neues Jülicher Theater? Ja, denn dass Jülich für eine Stadt dieser Größe über eine außerordentliche Ausstattung verfügt, mag sich zwar nicht jeder stets vergegenwärtigen, ist aber Fakt. Welche Stadt mit knapp über dreißigtausend Einwohnern verfügt schon über: Eine Hochschule, ein Krankenhaus, eine Zitadelle, ein Museum, ein Freibad, ein Hallenbad, eine Musikschule, zwei Autobahnauffahrten, einen historischen Stadtkern nebst ruhmreicher Historie, einen Brückenkopf-Park, einen Kulturbahnhof und so weiter und so weiter. Da fehlte noch etwas: Ein eigenes Theater!

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So dachten zumindest die Macher des neuen Theaters der Stadt Jülich, das noch in diesem Jahr seine erste Produktion auf die Bühne der Stadthalle bringen wird. Ein Einfall, der im ersten Augenblick wie eine Schnapsidee wirkt, vor allem vor dem Hintergrund klammer kommunaler Kassen, ließ die Macher des neuen Jülicher Theaters nicht mehr los. Und so trugen Andrea Royé und René Blanche, die beiden Leiter der Aachener Schauspielschule ihre Idee im Kulturbüro vor. Mit Unterstützung der Dezernentin Katarina Esser und dem Leiter des Kulturbüros, Christoph Klemens entstand die gemeinsame Initiative „Theater der Stadt Jülich“.

So entsteht mit den Absolventen der Schauspielschule, verstärkt mit den Dozenten ein professionelles Ensemble, das in diesem Jahr die erste Produktion auf die Bühne der Stadthalle bringen wird.

Regie führt die bekannte Moskauer Diplom Regisseurin Olga Romanovskaya. Viele Jahre war sie als Hochschuldozentin am Wachtangov Theater in Moskau tätig. Später gründete sie als Prorektorin die Staatliche Musik- und Kunsthochschule für Bildende und Darstellende Kunst in der russischen Hauptstadt. Seit zwei Jahren ist sie nun schon Dozentin für Schauspielmethodik an der Aachener Schauspielschule.

Und was wird nun gespielt? Darüber wurde lange beraten und diskutiert. Um möglichst alle Jülicher Theaterfreunde anzusprechen, entschied man sich für eine Familienvorstellung von Hans-Christian Andersens Märchenklassiker „Die Schneekönigin“. Die künstlerische Leiterin der Aachener Schauspielschule Andrea Royé sowie Schulleiter und Co.- Regisseur René Blanche verstärken das Ensemble in den Rollen der Schneekönigin und des Raben. Ganze zwei Produktionen soll das junge ambitionierte Profitheater von nun an jährlich auf die Bühne der Stadthalle bringen. Seit August wird gelesen und geprobt, Text gelernt, Bewegungen und Gänge einstudiert, Kostüme entworfen und geschneidert, Requisiten gesucht, die Bühne entworfen und vorbereitet, ein Techniker gesucht und und und. Bis zur Premiere der Schneekönigin am 29. November scheint noch viel Zeit, doch mit jedem Tag scheint auch die Arbeit mehr und mehr zu werden und irgendwann kommt dann auch noch das Lampenfieber…


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