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Musikalische Reisen

Figuralchor Jülich e.V.: Lieder und Madrigale alter Meister

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Figuralchor Jülich | Foto: HZG
Figuralchor Jülich | Foto: HZG
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Wer an einem beliebigen Dienstagabend durch das Zitadellengemäuer aus dem Nordviertel Richtung Innenstadt spaziert, wird aus einem der Klassenräume des Gymnasiums ungewöhnliche Töne vernehmen. Frauen und Männer unterschiedlichen Alters treffen sich dann zum gemeinsamen Musizieren – sie singen im Jülicher Figuralchor. Die Geschichte des Chores begann 1994, als der eingetragene Verein auf Initiative von Gabi Dören gegründet wurde. Martin te Laak übernahm die musikalische Leitung und schon im Frühjahr des folgenden Jahres trat der Chor das erste Mal in der Schlosskapelle Jülich auf. Regelmäßige Kooperationen mit den Overbacher Chören und mit unterschiedlichen Orchestern der Region wurden einstudiert und bei stimmungsvollen Konzertabenden präsentiert. Bis heute immer eine tragende Säule der Chormusik des Figuralchors: Professionelle Solisten ganz unterschiedlicher Instrumente begleiten und prägen die Konzertabende. Auch Ilona Baum, die von 2001 bis 2014 die Chorleitung inne hatte, entwickelte die Stimmen der Mitglieder und stützte ebenso den Gemeinschaftsgedanken. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit war sicher das Open Air Konzert im Brückenkopf-Park mit dem NN Theater Köln im Jahr 2007.

Neben der musikalischen Praxis arbeitet der Chor für ein gesellschaftliches Klima des Miteinanders. Wichtig ist den Mitgliedern die Förderung junger MusikerInnen und das Weitertragen des Benefizgedankens. Die Zusammenarbeit mit anderen Ensembles der Stadt, z. B. dem Collegium Musicum Jülich, soll die Kulturlandschaft der Herzogstadt bereichern.

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So ist der Chor für viele eine soziale Heimat geworden, Freundschaften konnten sich entwickeln und werden beim gemütlichen Beisammensein nach den Proben gefestigt. Das erleichtert auch die Aufnahme neuer Stimmen – und Dirigenten. Nach dem Abschlusskonzert von Ilona Baum im September 2014 („Max und Moritz“) übergab sie die Stimmgabel an den Jazzpianisten und Chorleiter Gregor Josephs aus Stolberg.

Josephs entwickelte durch seinen Vater, der an der Deutschen Oper in Bonn als Posaunist arbeitete, schon früh eine Vorliebe für Oper und Konzert. Er studierte klassisches Klavierspiel, Kirchenmusik und Gesang an der Kölner Musikhochschule – bei namhaften Lehrern wie Ulla Graf und Joseph Protschka. Heute wirkt er als Pianist, Sänger, Komponist und Arrangeur. Mit Josephs machte der Chor sich in einem Klausurjahr auf die Suche nach neuen Wegen, die die Gemeinschaft musikalisch weiterführen. Zentrale Fragen dabei: Was macht den Chor heute aus? Welche Stimmungen will die Gemeinschaft auf die Zuhörer übertragen? Das Repertoire ist weiterhin breit gefächert und wächst mit Interessen, Können und Vertrauen. Das erste Mal zu hören ist der Chor unter der Leitung des Stolbergers Ende Februar in der Schlosskapelle Jülich.

Das generationsübergreifende Musizieren soll ein wöchentlicher Ausflug in die weite Welt der Chormusik bleiben – mit Mut und viel Freude. Dazu sucht der Jülicher Figuralchor immer neue motivierte Mitglieder. Wer singen kann, musikalisches Einfühlungsvermögen besitzt und Freude an der Chormusik mitbringt, ist herzlich willkommen! Sängerische Chorerfahrung mitzubringen ist gut, aber kein Muss.

Probe: Jeden Dienstag 19.30 Uhr im Musiksaal des Gymnasiums Zitadelle

Die nächste musikalische Reise mit dem Jülicher Figuralchor erwartet die Zuhörer beim neuen A-capella-Programm „Lieder und Madrigale alter Meister“, das am 27. Februar in der Schlosskapelle Jülich zu hören sein wird. Unter der Leitung von Gregor Josephs wandelt der Figuralchor zwischen Orlando di Lasso („Matona mia cara“), John Dowland („What if I never speed?“) und Pierre Certon („Je ne lòse dire“). Dirigent und Chor suchen dabei ihre ganz persönliche Interpretation und freuen sich auf einen stimmungsvollen Abend.

Die junge, preisgekrönte Konzertgitarristin Katharina Godolt bereichert den Abend mit ihrem präzisen Gitarrenspiel. Godolt studiert seit Herbst 2011 bei Prof. Gerhard Reichenbach an der HfMT Köln/Wuppertal und erhielt Meisterkurse bei renommierten Gitarristen wie David Russell, Roland Dyens, Laura Young und Oscar Ghiglia.


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