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Tanzbodenbeben in Mersch-Pattern

Zwanzig Jahre „Wild Boys“ – was für ein willkommener Anlass für eine ganz besondere Nacht: Die „Night oft he Dancers“ – ausgerichtet von der KG Bretzelbäckere Mersch-Pattern 1991 e.V. - feierte die beliebte Männer-Tanzgruppe gebührend mit einem außergewöhnlichen Tanzturnier. Am Schluss war mit dem Vorurteil, Hüftschwung, Spagat und Gardeschritte sei nur was für „Mariechen“ restlos aufgeräumt.

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Foto: Sonja Neukirchen
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Das Publikum jubelte, als die Männer ihre Figuren präsentierten. Die Stimmung bewegte sich immer wieder neu Richtung Siedepunkt und das Parkett des Festzeltes in Mersch-Pattern bebte – sowas kann eben nur ein echter Holzboden. Die „Night oft the Dancers“ war besonderes für die weiblichen Gäste des ausverkauften Zeltes ein Anlass, immer wieder in Jubelschreie auszubrechen. Und die Männer auf der Bühne gaben wirklich alles. Schweißüberströmt aber glücklich setzte zum Abschluss das Herrenballett Rurblümchen Jülich einen ganz besonderen Akzent und tanzte sich zwar nicht auf die vorderen Plätze, aber mit „Kölsche Tön“, dem „FC Kölle“ und dem Kölner Dom direkt in die Herzen der Gäste.

Zum Ohrwurm entwickelte sich in dieser Nacht der Song „Wir danken dir, 20 Jahre die Wild Boys“, das immer wieder als roter Faden erklang. Die Flippers, denen dieses Lied ursprünglich galt, werden es wohl verziehen haben. Ansonsten schaffte es DJ Marc de Dór, alias Hans Bülles, mit einer Mischung auf Funkmelodien der achtziger, Karnevalshits und jungem „Dapdapdap“-Sound, die Menge auch musikalisch zufriedenzustellen.

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„Lasset die Spiele beginnen“, so eröffnete Moderator und Präsident der Bretzelbäckere, Jan Schiffer lässig, das tänzerische Turnier. Und er hatte damit nicht zu viel versprochen. Ein Höhepunkt jagte den nächsten von der Bühne. Am Ende ging als erstplatzierte Gruppe im Turnier die Magic Men Euskirchen hervor, mit ihrem Thema „Casting deines Lebens“. Und so tanzten sie auch. Es war eine noch sehr junge Gruppe, die mit außergewöhnlichen Hebe- und vor allem Wurffiguren punkteten und für ihre sehr kraftvolle und dynamische Darbietung frenetischen Applaus vom Publikum bekamen. Dem schenkten die Jungs ihr strahlendstes Lächeln.

Auf dem zweiten Platz landete eine Gruppe aus der Region, nämlich die „Rurhöpper Tetz“. Mit „Bonny & Clyde“ hatten sie ein Gangster-Thema der 20er gewählt und hatten auch jedes Menge Paartanz-Elemente verarbeitet. Drittplatzierte des Abends: die „Däppstreet Boys Hawei“ aus Hasselsweiler, die als „Sons of Carnival“ eher eine harte Nummer boten – jedenfalls hatten sie sich als coole Rocker positioniert, deren „Frontman“ einen lässigen Salto in der Hebefigur präsentierte.

Die anderen Gruppen landeten gemeinschaftlich auf dem vierten Platz – Verlierer gab es keine: Die „Drieschboys Barmen“, die „Kwärdänza Lendersdorf“, die „Cool Men Group“ und das Herrenballet der Rurblümchen hatten sich würdig geschlagen – zumindest beim Publikumsfaktor. Die Jurymitlieder Daniel und Angi Genreith, Andy und Yvonne Wiemann sowie Jessica Rabanus sind selbst Profis im Tanzsport und hatten klare Bewertungskriterien gesetzt: Thema und Kostüm, Darstellung (Hebung, Synchronizität), Musik, aber eben auch der Publikumsfaktor kamen zur Bewertung.

Auch die geladenen Show Acts des Abends sorgen für Stimmung: Die „Wild Boys“ starteten an dem Abend ebenso außer Konkurrenz wie die weibliche Unterstützung in Form der Tanzgruppen „Supernova“ und der „Firestars“ der KG Bretzelbäckere.
Dass es nach „Tausend und einer Nacht“ – dem diesjährigen Thema der „Wild Boys“ – noch weitere Tanznächte geben wird, dafür sorgen natürlich auch die Trainerinnen: Christina Klein, seit sieben Jahren dabei, sowie Sarah Hülsmann, die der Gruppe seit zehn Jahren die Treue hält. Für beide gab es zum Jubiläum ein großes Dankeschön auf der Bühne. Insbesondere Hülsmann habe den „Wild Boys“ zu ihren tänzerischen Höhepunkten verholfen, darunter zweimal Vizemeister Nordrheinwestfalen


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Sonja Neukirchen
M.A. Politikwiss./Soziologie (Uni Bonn 1998), Mitglied im Deutschen Fachjournalistenverband DFJV. Geborene Jülicherin, bekennende Rheinländerin. Versucht das Leben deshalb nicht zu ernst zu nehmen. Schreibt gerne von Menschen, Macht und Mäusen.

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