Für das Vorhaben in Hürth hat Synhelion das Unternehmen Saipem mit den sogenannten Pre-FEED-Arbeiten beauftragt. Dahinter verbirgt sich eine frühe Planungsphase, in der die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen für die spätere Umsetzung konkretisiert werden. Darauf soll die detailliertere FEED-Phase folgen, die wiederum die Grundlage für eine endgültige Investitionsentscheidung bildet.
Im Mittelpunkt der geplanten Produktion in Hürth steht synthetisches Kerosin, sogenanntes Sustainable Aviation Fuel (SAF). Daneben sollen synthetischer Diesel und synthetisches Benzin für Schifffahrt und Straßenverkehr hergestellt werden. Synhelion ordnet das Projekt in sein wachsendes Portfolio kommerzieller Treibstoffanlagen ein – und nennt in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch die geplante Erweiterung in Jülich.
Dort betreibt das Unternehmen seit 2024 mit „DAWN“ seine erste industrielle Anlage zur Herstellung erneuerbarer synthetischer Treibstoffe. Produziert werden synthetisches Kerosin, Diesel und Benzin. Die von Synhelion entwickelte Technologie zielt darauf, synthetische Kraftstoffe herzustellen, die mit bestehender Treibstoffinfrastruktur und herkömmlichen Motoren genutzt werden können.
Für die neue Anlage in Hürth hat Synhelion eine Fläche auf dem Knapsacker Hügel reserviert. Der bestehende Industriestandort soll Vorteile bieten, weil unter anderem vorhandene Pipelines und Versorgungssysteme genutzt werden können. RWE unterstützt nach Angaben von Synhelion außerdem bei der Standortentwicklung und beim Genehmigungsverfahren.
„Um erneuerbare Treibstoffe wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen, müssen wir unsere Technologie weiter skalieren“, erklärt Philipp Furler, Co-CEO und Mitgründer von Synhelion. Die jetzt begonnenen Planungsarbeiten seien ein wichtiger Schritt, um die technische Grundlage für eine der kommerziellen Anlagen des Unternehmens zu schaffen.
Hinter dem Ausbau steht auch eine steigende Nachfrage nach alternativen Flugkraftstoffen. Die europäische Initiative ReFuelEU Aviation schreibt seit 2025 steigende Beimischungsquoten für nachhaltige Flugkraftstoffe vor. Synhelion sieht darin einen wachsenden Markt für seine Technologie.
Wann und in welchem Umfang die in der Mitteilung erneut angekündigte Erweiterung des Jülicher Standorts umgesetzt werden soll, geht aus den aktuellen Angaben allerdings nicht hervor.



















