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Jülicher Forscherin geht in die Computer-Tiefe

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DEEP Project Manager Estela Suarez | Foto: FZJ
DEEP Project Manager Estela Suarez | Foto: FZJ
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Im Reich der Supercomputer tummelt sich die Dr. Estela Suarez, Wissenschaftlerin am Jülicher Forschungszentrum. Gegenwärtig arbeitet sie an dem Projekt DEEP (Dynamical Exascale Entry Platform), dessen Ziel es ist, eine neue Art von Supercomputern zu entwickeln: „Die nächste Generation unserer Höchstleistungsrechner, die viel schneller und energieeffizienter sein müssen, als die heutigen.“

Sie weiß, dass wissenschaftliche Forschung heutzutage sehr oft auf Computer angewiesen ist, und zwar auf immer größere. Damit verbunden ist die Hoffnung, beispielsweise personalisierte Medizin voranzubringen oder Naturkatastrophen besser vorhersagen und so besser auf deren Gefahren und Folgen reagieren zu können. „Da wollen wir mit unserem größeren und schnelleren Supercomputer beitragen“, erklärt sie.

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Einer der Kernaspekte von DEEP ist es, eine Programmierungsumgebung zu schaffen, die eine Bedienung des Rechners einfach macht, die den Anwender unter anderem nicht dazu drängt, ihre Codes neu zu schreiben, so dass sich die Forscher wenig um die IT kümmern müssen, sondern sich ganz auf ihre Wissenschaft konzentrieren können. Dr. Suarez bringt es auf den Punkt: „Wir wollen Forschern einen Supercomputer zur Verfügung stellen, mit dem sie neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus Simulationen und wissenschaftlichen Modellen gewinnen können.“

Spannend an diesem Thema seien viele unterschiedlichen Aspekten, die für sich allein schon interessant seien, unterstreicht die Wissenschaftlerin: „Zum Beispiel der Aspekt Hardware: aus kleinen elektronischen Bauteilen einen leistungsfähigen und energieeffizienten Prototyp zu bauen“, unterstreicht sie. „Oder den Aspekt Software: So einen ‚Metalschrank’ funktionsfähig zu machen.“ fasziniert sie persönlich am meisten die Vielfältigkeit des Gebiets, bei dem völlig unterschiedliche Themen von der komplexen Elektronik beim Bau des Rechners über die Entwicklung der Software bis hin zur Programmierung von Anwendungen miteinander verbunden seien. „Sogar ‚Klempner-Aufgaben’ waren dabei. Wir mussten die Rauminfrastruktur für den Prototyp so vorbereiten und anpassen, dass wir den Rechner mit Wasser kühlen können.“ Dabei arbeitet das Team in all diesen Gebieten an der Grenze des technisch machbaren. Am Ende muss alles reibungslos funktionieren.

Das GreenICE-Kühlsystem: Die elektronischen Baugruppen befinden sich in einer speziellen High-Tech-Flüssigkeit, die schon bei moderaten Temperaturen verdampft. Der Phasenübergang von flüssig zu gasförmig maximiert den Kühleffekt. | Foto: FZJ
Das GreenICE-Kühlsystem: Die elektronischen Baugruppen befinden sich in einer speziellen High-Tech-Flüssigkeit, die schon bei moderaten Temperaturen verdampft. Der Phasenübergang von flüssig zu gasförmig maximiert den Kühleffekt. | Foto: FZJ

Bei einem Projekt dieser Größe mit all seinen verschiedenen Aspekten arbeiten Informatiker aus der Industrie und der Akademie mit Ingenieuren und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Die Aufgabe von Dr. Estela Suarez als Projekt Managerin ist es dabei, dafür zu sorgen, dass ihr Team mit den Experten aus den einzelnen Bereichen effizient und erfolgreich zusammenarbeiten kann. „Deren unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen muss man erst verstehen und respektieren und dann mit technischen Kenntnissen und den Projektzielen vor Augen in jeder Situation einen Weg finden, den alle gemeinsam gehen können.“

Die Spanierin sammelte nach ihrem Studium Erfahrungen im Ausland, unter anderem bei Praktika in Italien und der Schweiz, wo sie auch in Genf ihre Doktorarbeit ablegte. Von dem Umgang mit Computern und deren Programmierung begeistert, bewarb sie sich beim größten Supercomputing Centre in Europa, nämlich am Forschungszentrum Jülich.


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