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Mobil machen mit Wasserstoff

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Landrat Wolfgang Spelthahn (3. v. l.), Hans-Peter Geulen (Aachener Verkehrsverbund), Dr. Patricia Peill, Dr. Ralf Nolten (beide Mitglieder des Landtages), Jan-Oliver Mau und Nik Asbach (Rurtalbus / v. l.) bei der Präsentation der neuen Wasserstoffbusse. Foto: Kreis Düren
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Der Kreis Düren wird seiner Vorreiterrolle gerecht: Landrat Wolfgang Spelthahn präsentierte die ersten fünf mit Wasserstoff betriebenen Busse, die ab sofort im normalen Linienverkehr eingesetzt werden. „Wir gehen heute einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zur Wasserstoff-Modellregion“, betonte der Landrat. Es sei außerdem ein weitere Schritt zur Klimaneutralität des Kreises, „die wir bis 2035 anstreben“, so der Landrat.

Es herrschte strahlender Sonnenschein bei der Vorstellung, dem Anlass und dem Thema angemessen. Denn mit Sonnenenergie wird bald auch der Wasserstoff hergestellt, den die Busse benötigen. Dies geschieht am Brainergy Park in Jülich, wo ein großer Solarpark entsteht und ein sogenannter Elektrolyseur errichtet wird, mit dem der Wasserstoff produziert wird. Zudem sind mehrere Wasserstofftankstellen geplant, die erste im Dürener Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ an der Autobahn A 4 ist bald fertig. „Bei uns greift eins ins andere“, betonte der Landrat, vor allem ist es uns wichtig, dieses innovative Thema tatsächlich sichtbar zu machen. „Wir wollen nicht abstrakt über Klimaschutz und Elektromobilität sprechen, sondern zeigen, dass es wirklich geht“, unterstrich der Landrat.

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Schon jetzt seien die Busse wirtschaftlich zu betreiben. Angesichts des hohen Diesel-Preises lohnt es sich, Wasserstoff zu tanken. Außerdem werden die Busse finanziell gefördert. Die Differenz zwischen einem herkömmlichen Dieselbus und einem Wasserstoffbus wird ausgeglichen. Insgesamt gehe es um 1,3 Millionen Euro, wie Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer beim Aachener Verkehrs-Verbund sagte.

Von nun an werden jedes Jahr zehn weitere Wasserstoffbusse hinzukommen, sagten Jan-Oliver Mau und Nik, Asbach, die beiden Geschäftsführer der Rurtalbus GmbH. Die neuen Fahrzeuge des portugiesischen Herstellers Caetano bieten mehr Sitzplätze (36) als die bisher eingesetzten Busse und sind mit Klimaanlage und USB-Anschlüssen ausgestattet.

Die Busse verfügen über eine Reichweite von rund 400 Kilometern und können in zirka neun Minuten betankt werden. Die Rurtalbus setzt bisher schon fünf auf Batteriebasis betriebene Elektrobusse im Stadtverkehr ein. „Emissionsfreie Mobilität ist ein immens wichtiger Baustein für den Klimaschutz“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn nach einer kurzen Testfahrt mit einem der neuen Wasserstoffbusse, an der Vertreter der Rurtalbus GmbH, des Aachener Verkehrsverbundes und aus Verwaltung und Politik teilnahmen. Einhelliges Urteil danach: komfortabel, leise, angenehm.

Und das alles passenderweise bei strahlend blauem Himmel. „Wir sind Pioniere“, betonte der Landrat, „und deshalb scheint die Sonne heute vollkommen zu Recht.“


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