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„Nicht abschrecken lassen!“

Das „Aktionsprogramm Kommune – Frauen in die Politik“, dem die Kommunen Jülich, Linnich und Titz gemeinschaftlich als Region angehören, bietet als einen Baustein ein Mentoring-Programm für politisch interessierte Frauen an. Vorbildhaft stellt die Gleichstellungsstelle Jülich als Koordinatorin Politikerinnen vor, die bereits aktiv sind. Den Anfang macht: Christine Klein.

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Christine Klein. Foto: Susanne Schlüter
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Steckbrief:

Name: Christine Klein
Alter: 57 Jahre
Parteizugehörigkeit: Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Wie sind Sie zur Kommunalpolitik gekommen?
Ich bin aus der Überzeugung, dass Klimaschutz vor allem auf kommunaler Ebene umgesetzt werden muss, den Grünen beigetreten, habe mir dann die Fraktionssitzungen, die bei den Grünen öffentlich sind, angesehen und meine Ideen in die Fraktionsarbeit eingebracht und schließlich bei der nächsten Kommunalwahl kandidiert.

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Was reizt Sie an der Kommunalpolitik?
Dass es um Veränderungen direkt vor meiner Haustür geht. In der Kommunalpolitik ist es möglich, direkt vor Ort Einfluss zu nehmen und notwendige Veränderungen anzustoßen. Es ist eine spannende und herausfordernde Aufgabe, gute umsetzbare Ideen und Vorschläge zu entwickeln, die dann auch Mehrheiten finden.

Was war für Sie der bisher wichtigste Beschluss der getroffen wurde, seitdem Sie in der Kommunalpolitik tätig sind?
In den anderthalb Jahren, die ich Stadtverordnete bin, war der Beschluss des Mobilitätskonzepts mit seinen 68 Maßnahmen zur Verbesserung der Jülicher Radwege in meinen Augen der wichtigste Beschluss. Allerdings ist das nur dann der wichtigste Beschluss, wenn das Konzept nun nicht in der Schublade verstaubt, sondern auch zügig umgesetzt wird.

Warum brauchen wir aus Ihrer Sicht mehr Frauen in der Kommunalpolitik?
Es müssen alle Perspektiven bei Entscheidungen Berücksichtigung finden. Dafür brauchen wir übrigens auch mehr junge Leute und mehr Menschen mit internationaler Familiengeschichte. Erwiesenermaßen arbeiten gemischte Teams besser. Um attraktiver für Frauen zu werden, die effektiv Dinge bewegen wollen, muss es aber mehr darum gehen, in konstruktiven Diskussionen unter oft schwierigen Bedingungen die beste Lösung zu finden, und nicht so sehr darum, wer als vermeintlicher Sieger vom Platz geht oder sich und seine Partei am besten darstellt. Die bislang bei den Jülicher Stadtrats- und Ausschusssitzungen vorherrschende Diskussionskultur ist abgesehen von wenigen Ausnahmen sehr männerdominiert. Meist reden nur die männlichen Fraktionsvorsitzenden. Frauen arbeiten eher im Hintergrund und ihre Arbeit ist daher weniger sichtbar. Was wiederum dazu führt, dass Frauen nicht zur Mitarbeit motiviert werden.

Was würden Sie interessierten Frauen mit auf den Weg geben?
Nicht abschrecken lassen! Kommunalpolitik wirkt vielleicht auf den ersten Blick sehr mühsam, aber gute Ideen werden dringend gebraucht und werden sich auch durchsetzen. Es ist offenkundig, dass wir in vielen Bereichen Veränderungen brauchen.

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Stadt Jülich
Hightech auf historischem Boden - Jülich ist eine Stadt mit großer Vergangenheit. Mit über 2000 Jahren gehört sie zu den Orten mit der längsten Siedlungstradition in Deutschland. In der historischen Festungsstadt und modernen Forschungsstadt, die sich auch mit den Schlagworten „Stadt im Grünen“, „Einkaufsstadt“, Renaissancestadt“, „Herzogstadt“ und „kinder- und familienfreundliche“ Stadt kennzeichnen lässt, leben heute ca. 33.000 Menschen.

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