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Unternehmen aktiv im Klimaschutz

Die IHK aus Aachen und sieben weitere Industrie- und Handelskammern im Rheinland erforschten die Unternehmen im Rheinland zum Klimaschutz. Das Ergebnis: Sie investieren gezielter in den Klimaschutz und reduzieren gezielt CO2.

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IHK. Foto-Archiv: Jörg Hempel
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Laut einer Untersuchung von acht Industrie- und Handelskammern im Rheinland, darunter ebenfalls die IHK aus Aachen, kam man zum Entschluss, dass Unternehmen aus dem Rheinland viel mehr für den Klimaschutz investieren und CO2 gezielter senken.

Rund 1000 Unternehmerinnen und Unternehmer wurden für die Untersuchung „Klimaschutz in Unternehmen im Rheinland“ im Frühjahr befragt, um die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Betriebe, bereits umgesetzte und geplante Projekte für den Klimaschutz sowie ihre Motive und Herausforderungen zu beleuchten. In zwei Drittel der befragten Unternehmen werden bereits konkrete Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasemissionen vorgenommen. Dabei ist oft die Nutzung erneuerbaren Energien und nachhaltige Mobilität oft der Schwerpunkt.

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„Unsere aktuelle Untersuchung bestätigt: Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind in vielen Betrieben bereits gelebte Praxis“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer bringen Energieeffizienz- und Klimaschutzprojekte auf den Weg, um Ressourcen zu schonen, effizienter zu arbeiten und somit auch dem Klimawandel entgegenzutreten.“

Die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen erfordert Investitionen. Rund 60 Prozent der Unternehmen im Rheinland haben in den vergangenen fünf Jahren ihre Investitionen in den Klimaschutz erhöht. Vor allem im produzierenden Gewerbe, mit 68 Prozent, und im Bereich Transport und Logistik, mit 73 Prozent, sind diese Anteile überdurchschnittlich hoch. Bayer betont: „Die Zahlen belegen, wie engagiert unsere Industrie Klimaschutz betreibt.“

Um Klimaneutralität zu erreichen, haben sich bereits 44 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer zeitliche Ziele gesetzt. Um ihre Zielmarken zu erreichen, haben rund 27 Prozent der Befragten eine CO2-Bilanz erstellt. Dabei ist die Größe der Betriebe von entscheidender Bedeutung: Knapp 60 Prozent der Unternehmen, die eine CO2-Bilanz erstellen, haben mehr als 250 Mitarbeitende.

47 Prozent der Unternehmen beklagen die steigende Bürokratie aufgrund des Klimawandels. Durch die gesetzliche Ebene und den gesellschaftlichen Druck werden Unternehmen mit mehr Dokumentationspflicht belastet. 29 Prozent nehmen eine veränderte Kundennachfrage wahr. Im Baugewerbe spielt die Kundenanforderung an energieeffiziente Bauweisen eine besonders große Rolle: 54 Prozent der Bauunternehmen geben an, bei Kundenanforderungen deutliche Auswirkungen zu spüren.

Die Sorge um die Attraktivität unseres Standorts nehmen wir als IHK sehr ernst“, hebt Bayer hervor. Viele Unternehmen konkurrieren mit internationalen Wettbewerbern, die oft nicht in gleichem Maße in den Klimaschutz investieren und somit ihre Waren und Dienstleistungen wesentlich günstiger anbieten können. Zudem sind gerade diese Branchen sehr stark an die Entwicklungen der Preise und Verfügbarkeiten von Energie und Rohstoffen gebunden.

„Diesen Wettbewerbsnachteilen muss die Politik entgegentreten“, fordert Bayer und empfiehlt, dass sich die Bundesregierung zum Beispiel für eine stärkere internationale Verankerung des Klimaschutzes einsetzen und diesen vorantreiben sollte. „Denn letztlich wird nationale Klimaschutzpolitik unwirksam, wenn sie im Ergebnis zu einer Verlagerung deutscher Unternehmen ins Ausland führt.“


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