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Zukunfts-Bauernhof entsteht

Strom, Kraftstoff, Wärme: Einen Bauernhof, der sich komplett selbst mit Energie versorgen kann, soll es in absehbarer Zeit im Kreis Düren geben. "Gemeinsam mit der RWTH Aachen als Partner möchten wir dazu schnell die Voraussetzungen schaffen", sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vorstellung des Projektes in der Landwirtschaftsschule in Düren.

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Landrat Wolfgang Spelthahn stellte mit Prof. Dirk Abel (RWTH /rechts) und Kreis-Landwirt Erich Gussen (links) das Projekt "Energieautarker Bauernhof" vor. Foto. Kreis Düren
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Zunächst wird eine Machbarkeitsstudie für den „Zukunfs-Bauernhof“ in Auftrag gegeben, die den Energieverbrauch auf einem landwirtschaftlichen Hof und die Energieerzeugung untersucht. Zudem wird ermittelt, wie der Energieverbrauch künftig durch den Einsatz regenerativer Energien gedeckt werden kann. Das kann beispielsweise mit grünem, also aus Solarenergie produziertem Wasserstoff geschehen, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Der Kreis Düren setzt seit langem auf das Thema Wasserstoff, deshalb spielt der Energieträger in den Überlegungen zum energieautarken Bauernhof eine entscheidende Rolle.

Resultierend aus den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie werden dann Fördermittel beantragt, um einen Bauernhof im Kreis Düren als Demonstrationsobjekt so auszubauen, dass eine weitgehende Selbstversorgung mit Energie gegeben ist. „Dieser Modellhof wird eine Art Reallabor sein, auf dem unter echten Alltagsbedingungen neue Technologien getestet werden, um so viel CO2 einzusparen wie möglich“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

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Die Studie wird von der RWTH Aachen unter Leitung von Prof. Dirk Abel (Institut für Regelungstechnik) in den nächsten drei Monaten durchgeführt. Dazu wurde ein Fragebogen entwickelt, der die Bedarfe, Anforderungen und Rahmenbedingungen für einen energieautarken Hof ermittelt. Landwirtinnen und Landwirte sind eingeladen, sich zu beteiligen (Kontakt s. unten). „Das Projekt hat echten Modellcharakter“, sagte Professor Abel, „ich freue mich, dass der Kreis Düren auch bei diesem Thema vorangeht.“ Der Kreis und die RWTH Aachen arbeiten auch im Aldenhoven Testing Center zusammen- hier wird unter anderem am autonomen Fahren geforscht.

Kreis-Landwirt Erich Gussen sagte, dass die Landwirtschaft vermehrt fossile durch regenerative Energien ersetze. Der Strukturwandel, der sich durch das absehbare Ende des Braunkohleabbaus in der Region ergibt, bedeute einen gesellschaftlichen Umbruch, „an dem die Landwirtschaft intensiv mitwirkt“. Gussen zeigte sich überzeugt, dass das Modellvorhaben unter Kreis Dürener Landwirtinnen und Landwirten auf reges Interesse stößt.

„Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Der Kreis produziere am Brainergy Park in Jülich bald grünen Wasserstoff, der für die eigenen Busse und Züge benutzt würde. Fünf Wasserstofftankstellen sind geplant beziehungsweise im Bau.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill hat das Projekt „Energieautarker Bauernhof“ bereits in Düsseldorf platziert. „Wir müssen Neues wagen und alte Denkmuster verlassen“, sagte sie und bezeichnete das umweltfreundliche Vorhaben als „sehr gut für die Region“.
„Der Kreis Düren wird 2035 klimaneutral sein. An diesem Ziel arbeiten wir bereits jetzt mit Hochdruck“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Bauernhöfe, die sich selbst mit Energie versorgen können, seien ein wichtiger Baustein – „weitere sind in Arbeit oder folgen“, so der Landrat.

Und so gelangen Interessierte zum Fragenkatalog: Mail: [email protected] / Telefon: 02421 2210 611 21 (Frank Burkard).

BU:


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